Projekte

 

Laufende Projekte


 

Bildungsteilhabe Geflüchteter im Kontext digitalisierter Bildungsarrangements (BIGEDIB)

(in Zusammenarbeit mit Prof‘in Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter von der Leuphana Universität Lüneburg, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 2019-2022)

Das ethnographische Verbundforschungsprojekt zielt auf die Rekonstruktion von Gelingensbedingungen für die Bildungsteilhabe Geflüchteter im Kontext digitalisierter Bildungsarrangements (BIGEDIB) im Sinne der Inklusion geflüchteter junger Menschen in formalen, non-formalen und informellen Bildungskontexten. Mittels einer interdisziplinären Perspektive und dem theoretischen sensibilisierenden Konzept einer strukturalen Medienbildung als Veränderung von Welt- und Selbstverhältnissen (Jörissen/Marotzki 2009) wird die Rolle von digitalen Medien im non-formalen Bildungskontext Kinder- und Jugendhilfe(Standort Köln) und im formalen Bildungskontext Schule (Standort Lüneburg) sowie deren mediale Bezüge zu informellen Bildungs- und Aneignungsprozessen betrachtet. Dabei geht es sowohl um die pädagogisch ungeplante ‚implizite‘ Mediennutzung junger Geflüchteter wie etwa die Nutzung des persönlichen Smartphones als auch um die pädagogisch geplante, d.h. ‚explizite‘ Nutzung digitaler Medien (Lernen mit Medien) sowie die reflexive Auseinandersetzung mit der Thematik Medien (Lernen über Medien) in den jeweiligen Bildungsarrangements. An beiden Standorten werden in jeweils zwei Institutionen (Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung bzw. Schule) drei Feldphasen mit Beobachtungen, ethnographischen Gesprächen mit den im Feld relevanten Akteuren sowie Artefaktanalysen der im Feld genutzten digitalen Medien durchgeführt. Hierbei werden jeweils fünf Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren als zentrale Akteure im Feld begleitet und ihre Bildungserfahrungen im Kontext digitaler Medien rekonstruiert (u.a. über ethnografische Gespräche mit Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften, z. B. Leitungen von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen und Fachkräfte, Schulleitungen und Lehrkräfte) erhoben. Die Datenerhebung und Auswertungerfolgt mittels der Grounded Theory (Strauss/Corbin 1996).

 


Profession – Organisation – Digitale Medien: Organisationales Handeln in non-formalen Bildungseinrichtungen unter den Vorzeichen der Digitalisierung

(zusammen mit Jun.-Prof. Dr. Sandra Hofhues und Prof. Dr. Michael Schemmann, gefördert durch das Grimme-Forschungskolleg, 2019)


Die zunehmende Bedeutung digitaler Medien führt in Bildungsbereichen und sozialen Dienstleistungen zu Anpassungs- und Entwicklungsanforderungen an Fachkräfte und Organisationen, die über gegenwärtige Diskussionen um ausstattungsbezogene Bedarfe deutlich hinausreichen. Ungeklärt ist, a) wie Fachkräfte subjektiv und kollektiv mit den Anforderungen digitaler Wandlungsprozesse umgehen, b) wie sie unter diesen Bedingungen Handlungsfähigkeit herstellen und c) wie das Verhältnis von professionellem, organisationalem und medialem Handeln zu beschreiben ist.
Im Kontext von Einrichtungen der Erwachsenenbildung (z.B. Volkshochschulen) und der Sozialen Arbeit (z.B. Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen) werden im avisierten Forschungsvorhaben o.g. Fragestellungen nach dem Verhältnis von Profession(sentwicklung), Organisation und Digitalen Medien sowie deren Bedeutung in Subjektivierungsprozessen und kollektiven Handlungsorientierungen erforscht. Das Projekt dient als Vorarbeit zur Beantragung eines Einzelvorhabens bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG).

Projektpartner*innen:
Prof. Dr. Ursula Unterkofler, Katholische Stiftungshochschule München
Vertr.-Prof. Dr. Sascha Koch, Institution: Ruhr-Universität Bochum

 


Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts "Digitale Medien in der frühkindlichen Bildung"

(in Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziale Arbeit Münster und Blickwechsel e.V., gefördert durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, 2017-2019)

Ziel des Projektes ist es, herauszuarbeiten und zu erproben, welche strukturellen und inhaltlichen Bedingungen für einen altersgerechten und pädagogisch sinnvollen Umgang mit digitalen Medien im Kita-Alltag erforderlich sind. Im Mittelpunkt steht dabei die Sensibilisierung der Fachkräfte für die reflexive Auseinandersetzung mit Fragen rund um digitale Medien. Fachkräfte und Eltern sollen in ihrer Handlungssicherheit gestärkt und vorhandene Ressourcen und Ansätze zur Medienbildung sollen aktiviert und aufgegriffen werden. Grundlage hierfür bilden die Reflexion der persönlichen und institutionellen Haltung zu digitalen Medien in der frühkindlichen Bildung und die Sensibilisierung für Chancen und Herausforderungen  digitaler Medien, um auf dieser Basis reflektierte Handlungsansätze in der pädagogischen Arbeit (weiter) zu entwickeln. Neue Verantwortungsfragen, wie die Reflexion digitaler Ungleichheiten, Datenschutz- und Kinderschutzanforderungen im Kontext der Nutzung digitaler Medien in Familie und Kita sind daher ebenso Bestandteil des Projektes, wie Fragen der Sicherung fachlicher Standards und der Verankerung medienpädagogischer Konzepte im Kita-Alltag.
Neben der Umsetzung konkreter medienpädagogischer Angebote für Kinder im Einrichtungsalltag, der Stärkung des Wissens um die Anwendung von Geräten sowie des technischen Verständnisses der Fachkräfte stehen die sinnvolle inhaltliche Verknüpfung von Medienerziehung mit allen maßgeblichen Bereichen frühkindlicher Bildung und die Stärkung der (bildungs-) partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Einrichtungen mit Eltern auch im Bereich der familialen Medienerziehung im Fokus des Projektes.
Das Projekt wird durch das Team um Prof. Dr. Nadia Kutscher an der Universität zu Köln wissenschaftlich begleitet. Dabei steht die Ermittlung struktureller Gelingensbedingungen für den pädagogischen Alltag in der Kindertageseinrichtung und Unterstützungsbedarfe und -formen seitens der Eltern gleichermaßen im Fokus. Im Projektverlauf sind folgende Erhebungen vorgesehen:
1.    Befragung der Einrichtungsleitungen, Fachkräfte und Eltern in Form von Fragebogenerhebungen jeweils zu Beginn und zum Ende des Projektes,
2.    fokussierte teilnehmende Beobachtungen in den Einrichtungen an ausgewählten Standorten und
3.    Gruppendiskussionen am Ende der Projektphase.
Um einen Transfer der Forschungsergebnisse in die Fachpraxis bereits während der Projektlaufzeit sicherzustellen, stellt das Team der Universität zu Köln Zwischenergebnisse der einzelnen Erhebungsschritte in den standortübergreifenden Qualifizierungsworkshops vor. Sofern die Ergebnisse Veränderungsbedarfe aufzeigen, können diese so bereits im Projektverlauf berücksichtigt werden.

 

 

Abgeschlossene Projekte

Forschungsprojekt zu familialen Nutzungspraktiken im KontextDigitaler Medien (in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, 2015): Kinder.Bilder. Rechte. Persönlichkeitsrechte von Kindern im Kontext der digitalenMediennutzung in der Familie

Wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts "Digitale Elternarbeit mit Eltern unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter". Kooperationsprojekt mit dem Bereich Hilfen zur Erziehung des Jugendamts der Stadt Stuttgart (2017-2018)

Forschungsprojekt "Nutzung digitaler Medien durch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" (in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, 2015)

Expertise "Teilhabe und soziale Kompetenz durch die Nutzung von digitalen Medien: Herausforderungen für die Kinder- und Jugendpolitik". Expertise für den 10. Kinder- und Jugendbericht des Landes Nordrhein-Westfalen (im Auftrag des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, 2014)

Expertise "Politische Netzaktivitäten Jugendlicher" (im Auftrag des Forschungsverbunds DJI/TU Dortmund, 2012/2013)

Forschungsprojekt "Schulfähigkeit und Befähigung" (zusammen mit Prof. Dr. Sabine Andresen/Goethe-Universität Frankfurt am Main, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, 2010-2012)

Wirkungsevaluation des HOME-Projekts Mönchengladbach (in Kooperation mit kom.sd, im Auftrag der Stadt Mönchengladbach, Sozialdezernat, 2011-2013)

Wissenschaftliche Begleitung des Umstrukturierungsprozesses der Kindertagesstätten im Bistum Münster (gefördert durch das Bistum Münster, 2010/2011)

NutzerInnenbefragung der jüngeren NutzerInnen von Onlineberatung auf kids-hotline (in Kooperation mit kom.sd, gefördert durch kids-hotline/Ein Netz für Kinder, 2011)

Expertise: Explorative Evaluation des Pilotprojekts Naturwissenschaftlich-technische Bildung in Kindertageseinrichtungen in Oelde (in Kooperation mit kom.sd, gefördert durch das Landesjugendamt/Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 2010)

Wissenschaftliche Beratung der Weiterentwicklung der Bildungsvereinbarung NRW zu „Empfehlungen zur Bildungsförderung für Kinder von 0-10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“ (im Auftrag des MGFFI NRW, 2008-2010)

Fortbildung für ErzieherInnen zur Kinderschutzfachkraft – Konzeptentwicklung und Durchführung (zusammen mit Verena Klomann, M.A., im Auftrag des Jugendamts Kreis Düren, 2009)

Expertise „Förderung der Medienkompetenz sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher“ (gefördert durch die Landesanstalt für Medien NRW, 2008/2009)

Programmevaluation des Projekts BOJE (Beratung und Orientierung für Junge Eltern in Aachen-Ost – zusammen mit Prof. Dr. Barbara Krause und Prof. Dr. Andreas Reiners, KatHO NRW; im Rahmen des Sonderprogramms „Bildung, Beschäftigung und Teilhabe vor Ort“ - Förderprogramme „Xenos“ und Soziale Stadt, 2008)

Koordination der wissenschaftlichen Begleitung der Bundesinitiative „Jugend ans Netz“: Mediensozialisation  von Jugendlichen, soziale Ungleichheit und informelle Bildung, formative und summative Evaluation des Projekts (zusammen mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Uwe Otto, Universität Bielefeld, gefördert durch das BMFSFJ, 2002-2006)