Historische Bildungsforschung

 

H3 Kontakt zum Thema

M.A. Rafaela Schmid
M.A. Rafaela Schmid
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Raum 0.310

Gronewaldstr. 2
Brieffach: 3
50931 Köln

Telefon 0221-470-4697
Fax 0221-470-7753
E-Mail rafaela.schmid@uni-koeln.de
Sprechstunde Nach Vereinbarung. Ehemaliges DFG-Projekt "Besatzungskinder in Nachkriegsdeutschland: Bildungs- und Differenzerfahrungen" http://besatzungskinder.uni-koeln.de/


Kontakt V-Card

 

Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen

  • Psychoanalyse
  • Kinder des Zweiten Weltkrieges (Schwerpunkt: Nachkriegsdeutschland)
  • Biografieforschung
  • Subjekttheorie
  • Geschlechterforschung

 

Lehre

SoSe 2019: Über die 'Vaterlosigkeit' von 'Besatzungskindern'

WS 2018/2019: 'Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft' - eine Relektüre

WS 2016/2017: 'Besatzungskinder' im Fokus erziehungswissenschaftlicher Biografieforschung

 

Kurzvita

2007-2012: Studium der Sozialen Arbeit (Bachelor) an der Hochschule Rhein-Main

2011-2012: Studentische Hilfskraft in der Lehre bei Prof. Dr. Heidrun Schulze an der Hochschule  Rhein-Main

2012-2015: Studium der Erziehungswissenschaft (2-Fach Master) an der Universität zu Köln Schwerpunkte: Allgemeine Erziehungswissenschaft und Bildung und Förderung in der frühen Kindheit

2014-2015: Wissenschaftliche Hilfskraft (WHF) bei Prof. Dr. Elke Kleinau, Professur für Historische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Gender History an der Universität zu Köln

2015-2018: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt ‚Besatzungskinder‘ in Nachkriegsdeutschland. Bildungs- und Differenzerfahrungen unter der Leitung von Prof. Dr. Elke Kleinau, http://besatzungskinder.uni-koeln.de/

Seit 2016: Promotion an der Universität zu Köln, Arbeitstitel "Zum Verhältnis von 'Besatzungskindern' und ihren abwesenden Vätern aus psychoanalytischer Perspektive", Betreuung Prof. Dr. Elke Kleinau

Seit Oktober 2018: Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Elke Kleinau, Professur für Historische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Gender History an der Universität zu Köln

Anknüpfend an meine Arbeit im DFG-Projekt über sogenannte ‚Besatzungskinder‘ möchte ich in meiner Dissertation das Verhältnis zwischen ‚Besatzungskindern‘ und ihren abwesenden Vätern dezidiert zum Forschungsgegenstand machen. Dabei rücke ich besonders die Annahme, dass die Abwesenheit des Vaters bei den Kindern zu ‚Identitätskrisen‘ bis ins hohe Alter geführt habe, in den Fokus meiner Betrachtungen. Diese Mutmaßung folgt einer spezifischen (patriarchalen) Interpretation psychoanalytischer sowie entwicklungspsychologischer Modelle und Konzepte, die den Vater als unerlässlich für eine ‚gesunde‘ Entwicklung des Kindes erachten. Da spätestens durch feministisch-psychoanalytische Interpretationen frühkindlicher Identifikationen andere Lesarten dieses Verhältnisses existieren, möchte ich in meiner Arbeit, das Verhältnis zwischen ‚Besatzungskindern‘ und abwesenden Vätern aus dieser Perspektive beleuchten. Dabei strebe ich eine Reformulierung des Verhältnisses an, in der die ‚Besatzungskinder‘ sowie ihre psychische Verfassung nicht ausschließlich in Abhängigkeit zu ihren abwesenden Vätern konzipiert werden.

 

Veranstalterin

Workshop „Kindheitsgeschichte(n) - Grenzen mit-und überdenken" im Januar 2019 an der Universität Hildesheim (zusammen mit Dr.Wiebke Hiemesch, Universität Hildesheim)

Workshopbericht von Eva Reuter (Universität Hildesheim)

https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8217

 

Workshop „Kindheitsgeschichte(n) - dezentrierte Perspektiven, de- und rekonstruktive Lesarten" im Oktober 2017 an der UzK (zusammen mit Dr. Wiebke Hiemesch, Universität Hildesheim)

Workshopbericht von Leonie Fischer & Christoph Piske

https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7568

 

Veröffentlichungen

Kleinau, Elke & Schmid, Rafaela (2019): ‚OccupationChildren‘ in Germany after World War II - Problems and Coping Strategies, in:Children & Society, Jg. 33, Heft 3, S. 239-252. https://doi.org/10.1111/chso.12323 (peer reviewed)

Kleinau, Elke & Schmid, Rafaela (2016): „Ichbin nicht ehemaliges Besatzungskind, sondern ich bin es immer noch". Brüche undInkonsistenzen in Erzählungen von ‚professionellen Zeitzeug_innen, in: BIOS,Zeitschrift für Oral-History, Biographieforschung und Lebenslaufanalyse, Jg.29, Heft 1, S. 241-252. (Erst 2018 erschienen!) 

Schmid, Rafaela & Kleinau, Elke (2018): "Ich fühlte mich nicht so als Schweizer Kind" - Migration und Geschlecht in der lebensgeschichtlichen Erzählung eines Schwarzen deutschen 'Besatzungskindes', in: Breitenbach,Eva/Rieske, Thomas Viola & Toppe, Sabine (Hrsg.): Migration, Geschlecht und Religion. Praktiken der Differenzierung. Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Leverkusen: Verlag Barbara Budrich, S. 93-107. 

Kleinau, Elke & Schmid, Rafaela (2017): Schwarze deutsche ‚Besatzungskinder‘ im Diskurs der Nachkriegszeit - schulische und berufliche Integration als Eckpfeiler der (sozial)pädagogischen Debatte, in: Journal Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr 41, S. 48-53.

Kleinau, Elke & Schmid, Rafaela (2016): Aufwachsen ohne Eltern - ein Risikofaktor für Besatzungskinder? in: Elke Kleinau & Ingvill C. Mochmann (Hrsg.): Kinder des Zweiten Weltkrieges. Stigmatisierung, Ausgrenzung und Bewältigungsstrategien, Frankfurt a.M. und New York: Campus Verlag, S.187-205.

Tagungsbericht 'Kindheit im Zweiten Weltkrieg. Eine Vergleichende Perspektive' vom 12. bis 14. November 2015 in der Universitätsbibliothek Leipzig. In: Journal Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 37, S.96-98. (Zusammen mit Daniela Reinhardt)  

 

Vorträge

Schwarze deutsche 'Besatzungskinder' im Diskurs der Nachkriegszeit - schulische und berufliche Integration als Eckpfeiler der (sozial)pädagogischen Debatte: Zusammen mit Elke Kleinau auf der Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW (Essen, 27.10.2017).

'Besatzungskinder' - Vaterlosigkeit als Erklärungsmuster 'unvollständiger Identität': Workshop "Kindheitsgeschichte(n)" (Köln, 06.10.2017).

Das 'fremde' Kind - 'Besatzungskinder' im pädagogischen Diskurs der Nachkriegszeit: Zusammen mit Elke Kleinau auf der Jahrestagung der Kommission für Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DGfE (Berlin, 27.09.2017).

"Ich fühlte mich nicht so als Schweizer Kind" - Migration, Ethnie und Geschlecht in der lebensgeschichtlichen Erzählung eines Schwarzen deutschen 'Besatzungskindes': Zusammen mit Elke Kleinau auf der Jahrestagung der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der DGfE (Bochum, 01.04.2017).

Brüche und Inkonsistenzen in Erzählungen von 'professionellen' Zeitzeug_innen; erweiterte Fassung: Zusammen mit Elke Kleinau auf der Jahrestagung der Kommission für Qualitative Bildungs- und Biographieforschung in Kooperation mit der Sektion der Historischen Bildungsforschung der DGfE (Dortmund, 15.10.2016).

Brüche und Inkonsistenzen in Erzählungen von 'professionellen' Zeitzeug_innen: Zusammen mit Elke Kleinau auf der 12. Arbeitstagung "Gender Studies in der Historischen Pädagogik" (Halle, 24.06.2016).

Children born of Occupation in Post-war Germany. Experiences in Education and Differentiation - First results and open questions: Zusammen mit Elke Kleinau beim Internationaler Expertenworkshop "Children born of war in a comparative perspective" in der Cologne Business School (Köln, 04.04.2016).

Bildungsbiografien von Besatzungskindern: Zusammen mit Elke Kleinau auf der Tagung "Besatzungskinder und Wehrmachtskinder - Auf der Suche nach Identität und Resilienz" im GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (Köln, 08.05.2015).

 

Mitgliedschaften

Assoziiertes Mitglied der DGfE (Sektionen ‚AllgemeineErziehungswissenschaft‘ und Sektion ‚Frauen-und Geschlechterforschung in derErziehungswissenschaft‘)

Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW

Mitglied der Graduiertenschule der HumanwissenschaftlichenFakultät der Universität zu Köln