Methods of Education and Social Research with Specific Consideration of Gender Studies / Sociology
Department of Educational and Social Sciences
Selected Publications
Selbstbestimmung und koloniales Erbe. Lehren aus Südafrika für das Selbstbestimmungsgesetz
Thamar Klein
2025
Der Beitrag ist erschienen in:
afrika süd dossier: Wege der Selbstbestimmung: Queere Stimmen aus Afrika
Mit Exklusion manövrieren: Bildungsbiographien muslimisch situierter Student*innen
Susanne Völker, Elif Rojin Senpalit, Jihane Mhamdi
2025
Der Beitrag ist erschienen in:
BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen, 2-2023, S. 251-270. DOI: https://doi.org/10.3224/bios.v36i2.05.
'Inhabiting the entanglement of that time with our own' (Saidiya Hartman) - Diffraktion, Intersektionalität und die Ökologien Schwarzer Praktiken.
Stephan Trinkaus / Susanne Völker
2023
Abstract:
In diesem Beitrag wird der Versuch unternommen, anhand des Konzepts der Diffraktion die (neomaterialistischen) Arbeiten Donna Haraways und Karen Barads mit bestimmten Ansätzen der Black Studies in Kontakt zu bringen. Im Mittelpunkt stehen hier Texte von Saidiya Hartman und Christina Sharpe, die auf dem afterlife of slavery und der Grundlegung modernen Wissens und moderner Politik als antiblackness insistieren. Angestrebt ist ein nicht-integratives, wechselseitiges Beachten divergenter (Theorie-)Praktiken, um partielle Kollaborationen zu ermöglichen.
Key words: Diffraktion, Divergenz, Afterlife of slavery, Neuer Materialismus, Black Studies
The article was published in:
Mefebue, B. & Bührmann, A. & Grenz, S. (Hrsg.): Handbuch Intersektionalitätsforschung. Wiesbaden: Springer. 1-15. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-26613-4
(Kompost)Bleiben in/mit den zerstörerischen Spuren und zuinierten Böden des Anthropozäns.
Lisa Krall gemeinsam mit der Kompostistischen Internationalen
2023
Auf den Spuren (in)humaner ökozidaler und kolonialrassistischer Gewalt und Extraktion, zu verschiedenen bedrohten Räumen und Zeiten, unter der Erde, im Schlamm und an verschiedenen Abgründen winden sich die nachfolgenden Zeilen, Dialoge, Illustrationen und Spielsequenzen zu verschiedenen (Kon)Figurationen von Leben und Sterben in den Ruinen und ruinierten Böden des Anthropozäns.
Menschliche und mehr-als-menschliche Gefährt*innen vereinen und trennen sich in diesen verschieden privilegierten und marginalisierten Stimmen, um das festgetretene Fundament eines westlich-weißen Exzeptionalismus zu kompostieren und weder ignorant fortzufahren, noch zu enden, sondern in den zerstörten Landschaften (un/ruhig) zu bleiben.
The article was published in:
INSERT. Artistic Practices as Cultural Inquiries, Ausgabe 4, dis/sense in der Anthropozänkritik.
Neue Geschichten erzählen mit Epigenetik. Über das Irritationspotenzial einer Naturwissenschaft.
Lisa Krall
2023
Abstract:
Das biomedizinische Feld der Epigenetik genießt viel Aufmerksamkeit. Vor allem der Einfluss von körperäußeren Einflussfaktoren wie Erfahrungen und Ernährungsweisen auf körperliche Veränderungen oder Erkrankungen, die zum Teil über mehrere Generationen hinweg auftreten, wecken das Interesse zahlreicher Fachkreise. In diesem Artikel zeige ich das (Irritations-)Potenzial des Teilbereichs der Umweltepigenetik auf, das sich einerseits öffnet und komplexere Erklärungsweisen zulässt, andererseits in binären Gegenüberstellungen verharrt. Genau diese Ambivalenzen sind es, die feministische und postkoloniale wissenschaftskritische Begleitungen des Feldes notwendig machen und zugleich neue Geschichten ermöglichen – jenseits heteronormativer Geschlechterordnung und -rollen. Welche anderen Figuren – beispielsweise von Müttern – im Feld auch zu finden sind, arbeite ich mit Hilfe des theoretischen und methodologischen Einsatzes von Karen Barad heraus.
The article was published in:
Epigenetik als Intra-aktion
Lisa Krall (Hg.)
2022
Diffraktives Lesen umweltepigenetischer Studien mit Karen Barads agentiellem Realismus
Die Epigenetik verspricht, Wechselwirkungen von Gen und Umwelt klären zu können. Differenzen sind dabei ein zentrales Moment, das jedoch ständig in Bewegung ist, wie Lisa Krall zeigt. Anhand von umweltepigenetischen Studien analysiert sie mit einem innovativen Vorgehen, inwiefern stabil geglaubte Einteilungen brüchig werden. Mit Hilfe eines diffraktiven Lesens (Karan Barad) ergeben sich unerwartete Perspektiven und Anordnungen:
Neben klassischen Interaktionen werden auch Intra-aktionen aufgedeckt. Diese verweisen darauf, dass Differenzsetzungen situativ sind und andere Geschichten und Figurationen jenseits hegemonialer Einteilungen und Anrufungen eröffnen.
https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-6433-1/epigenetik-als-intra-aktion
Leben in mehr als menschlichen Relationen
Susanne Völker
2022
The article was published in:
Mehr als menschliche Intraaktionen. Sorge und Ethik in "smarten" Welten.
Susanne Völker, Lisa Handel, Jakob Ginster
2022
Extract:
Mit der Digitalisierung von Infrastrukturen und Versorgungssystemen sind weitreichende gesellschaftliche Transformationsprozesse verbunden. Auf der Phänomenebene verändern sich gewohnte gesellschaftliche Institutionalisierungen, Arbeitsteilungen geraten unter Verhandlungsdruck, werden rekonfiguriert, werfen Fragen auf: Was ist und soll auch weiterhin menschliche Arbeit sein? Was ist technologisch substanziell unterstützbar oder ersetzbar, was ist gar besser und anders leistbar durch KI-Technologien und -Akteur*innen? In welchen verschobenen An- und Aberkennungsverhältnissen wird menschliche, Menschen assistierende, anders-als-menschliche Arbeit jeweils hervorgebracht? Verschieben sich Vergeschlechtlichungen von Sorgeverhältnissen und Berufsprofilen, etwa wenn sich Vorstellungen von einer sorgenden, medizinisch assistierenden, Zuwendung gebenden Altenpflege hin zu einem digital durchdrungenen, attraktiven Erwerbsarbeitsfeld technologisch versierter Pflegekräfte verändern (sollen) (vgl. auch Weber 2020)?
The article was published in:

Queerfeministische Kompostierungen des Anthropozäns. Ökologien, RaumZeiten, VerAntworten.
Lisa Krall gemeinsam mit der Rheinischen Sektion der Kompostistischen Internationalen (eds.)
2022
Kompost ist zugleich eine Ontologie und eine Art und Weise des Wissens, der Wissensproduktion, die gemeinsam das vermeintlich Gegebene ‚der Welt‘ auseinanderdröseln, um daraus vielzählige Welten hervorzubringen. Alles ist und bedeutet gleichzeitig, ereignet, affiziert, transformiert sich: Wissen kompostiert Welt kompostiert Wissen. Kompost unterläuft Trennungen von Ästhetik, Ethik, Epistemologie und Ontologie, wie sie für das westliche Denken charakteristisch sind. Ausschließung, Einschließung, Gewalt, race, class, gender müssen kompostiert werden, müssen ver/antwortet, gehalten, anders gedacht und anders erzählt, Privilegien zersetzt und verlernt werden. Hierbei nehmen radikal nichtbinäre, pluriversale, relationale, queerfeministische Ökologien onto-epistemologische Gestalt an, die Relationalitäten, Responseabilities und Sorge sowie RaumZeiten und Materien/Materialisierungen verschränkt mit-denken, gerade ohne über sie zu verfügen.

Verhandlungen von sozialer Mobilität und Biografie in postmigrantischen Gesellschaften.
Susanne Völker
2021
Abstract:
Ausgangspunkt der Sichtung von Theoretisierungen, Befunden und Erfahrungen zum Zusammenhang von sozialer Mobilität und biografischen Konstruktionen ist die These, dass sich mit der Prekarisierung und der Transnationalisierung von Lebensführungen in westeuropäischen Gesellschaften die Konzepte von sozialer Mobilität und Biografie substanziell verschieben. Im Beitrag werden aktuelle Forschungen zu transnationalen Biografien und Fluchtmigration aufgegriffen, um Impulse aus den raumzeitlichen Konstellationen der postmigrantischen Gesellschaft für den Zusammenhang von sozialer Mobilität und Biografie aufzunehmen. Schauplatz aktueller Verhandlungen um soziale Mobilität ist auch die Universität, an der heterogen situierte Studierende mit ihren Fragestellungen universitäre Methodenausbildung herausfordern und neu ausrichten.
Key words: Soziale Mobilität, Biografieforschung, Postmigrantische Gesellschaft
The article was published in:
GENDER - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 13 (3). Leverkusen: Barbara Budrich. 59-73. DOI: https://doi.org/10.3224/gender.v13i3.05

Eribon Revisited - Perspektiven der Gender und Queer Studies
Karolin Kalmbach / Elke Kleinau / Susanne Völker (eds.)
2020
Indiesem ersten Band der Reihe Revisited – Perspektiven der Gender und Queer Studies werden die Werke Rückkehr nach Reims und Gesellschaft als Urteil von Didier Eribon als Ausgangspunkt für Diskussionen um soziale Ungleichheit und Bildungsprozesse genommen. Forscher*innen aus den Erziehungs- und Sozialwissenschaften, den Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften führen die Auseinandersetzung mit Eribons Texten mit unterschiedlichen theoretischen und methodischen Zugängen und fragendanach, wie sie sich zu anderen maßgebenden Texten der sozialen Ungleichheits- und Bildungsforschung verhalten. Was haben die Texte Eribons hier zu bieten? Was eröffnen sie? Was scheint zu verschwinden? Was ließe sich anders relationieren? Als inter- und transdisziplinäres, kollaboratives Projekt führt dieser Band Beiträge von Autor*innen zusammen, die mit geschlechterhistorischen, rassismuskritischen, de/postkolonialen, gender- und queertheoretischen sowie intersektionalenAnsätzen arbeiten und diese in unterschiedlichen Konstellationen miteinander ins Gespräch bringen.
Mit Beiträgen von Gudrun Hentges, Karolin Kalmbach, Elke Kleinau, Bettina Kleiner, Christian Lömke, Julia Reuter, Thomas Viola Rieske, Dirk Schulz, Andrea Seier, Vanessa E. Thompson, Stephan Trinkaus und Susanne Völker.
https://www.springer.com/gp/book/9783658305604
'Cutting together/apart' - Impulses from Karen Barad's Feminist Materialism for a Relational Sociology.
Susanne Völker
2019
Abstract:
The most pressing questions for how the world, with its range of phenomena, can be shared in a fair and egalitarian manner, how differences can be made possible while not being essentialized and exploited, in short: how alterity can be practiced as entanglement/relatedness, is currently discussed by authors, whose – still heterogeneous – approaches refer to a so called ‘New Materialism’. In this contribution the works of one of the representatives of this approach, the queer-feminist science theorist and physicist Karen Barad, are taken as a starting point to discuss, what kind of impulses her theory project of ethico-onto-epistemo-logy and her methodology of agential realism has to offer to a practice oriented sociology. Barad’s theoretical-methodological considerations provide connection points for two concepts which are very influential in sociology: for Pierre Bourdieu’s praxeology and Judith Butler’s queer-theoretical considerations concerning socio-ontological precariousness of (human) life. In addition to these entanglements, Barad’s concepts – as argued here – enable theoretical and methodological shifts of these practice oriented sociological and performativity-theoretical approaches regarding their understanding of sociality and anthropocentric anchoring.
Schlüsselwörter: New materialism, praxeology, decentralization, agential realism, practice, materiality, precarity, performativity, ethics
The article was published in:
Kissmann, U. & van Loon, J. (Hrsg.): Discussing New Materialism: Methodological Implications for the Study of Materialities. Wiesbaden: Springer. 87-106. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-22300-7_5

Feminist critiques of capitalism
Brigitte Aulenbacher / Birgit Riegraf / Susanne Völker (eds.)
2018
This book offers an introduction to three research areas of feminist critiques of capitalism: The first area uncovers capitalism as relations of domination. It shows the critiques that are unfolding regarding the significance of economics, the neglect of the concerns of life and the relationship with nature. The second area is concerned with possibilities of development towards a just society and how these are intimately linked with an analysis of relations of inequality and differentiation. This is picked up on regarding welfare state developments, and with a global perspective. The third area considers capitalist societies from the perspective of their day-to-day creation, their dynamics and their indeterminations. Alongside current processes of precarization, changing constellations and practices of conducts of life and possibilities of critical intervention are being contemplated.
As part of the publication of this volume, on 13 July 2015 a panel and audience discussion with the authors, facilitated by Karolin Kalmbach, was held.
https://www.dampfboot-verlag.de/shop/artikel/feministische-kapitalismuskritik

Verantwortung und Un/Verfügbarkeit (Responsibility and elusiveness/availability). Impulses and approaches of a (neo)materialist feminism
Corinna Bath / Hanna Meißner / Stephan Trinkaus / Susanne Völker (eds.)
2017
The world is being challenged – ecological, economic and social exploitation and crises, as well as resurfacing critical approaches (including approaches critical of capitalism) demand us to consider the question of how we are currently, and in the future, going to be able to inhabit it. This volume is an invitation to discuss possibilities of agency, the granting of elusiveness/difference and the holding on to an intervening (scientific) practice in the context of new approaches of a feminist materialism.
https://www.dampfboot-verlag.de/shop/artikel/verantwortung-und-un-verfuegbarkeit

Precarizations. Work, care and politics
Susanne Völker / Michèle Amacker (eds.)
2015
The concept of precarization allows us to renegotiate epistemological questions, e.g. about the “social“ and possibilities of agency, as well as empirical phenomena, going beyond a description of the status quo. Divided into four different thematic foci, the diversity of precarious/precarizing dynamics will be examined from different theoretical perspectives. How are the politics of precarization connected to further constellations of social divisions? Which effects does the crisis of current care relations have on the precarization of living conditions? Which new social inclusions are being created? How shall we understand the relationship between society, community and political under the conditions of precarization?

Gender interferences. Forms of knowledge, ways of subjectification, materializations.
Corinna Bath / Hanna Meißner / Stephan Trinkaus / Susanne Völker (eds.)
2013
This volume forms the start of an interdisciplinary book series that understands gender as a paradigmatic field, in which processes of constitution of socio-material phenomena can be analyzed and understood. Using the concept of interference from feminist science studies, the editors suggest rethinking the relations of matter and discourse, technology and social, body and knowledge. Thus, and this is what this volume wants to explore, disciplinary patterns of interference emerge, in which the unexpected can become visible and the seemingly self-evident may disappear.
In four essays the editors explore the concept of gender interferences from the perspectives of technological science studies, praxeological sociology, philosophy of science and social theory, and media and cultural studies. The volume opens with a guest contribution by Karen Barad.
http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-10904-0

Gender in Bewegung (Gender in movement). Current areas of conflict for Gender and Queer Studies
Elke Kleinau / Dirk Schulz / Susanne Völker (eds.)
2013
Gender and queer studies have proven to be an innovative knowledge and practice complex. They have generated new perspectives and contributed to the inter- and transdisciplinary (re-)formulation of the production of knowledge, research perspectives and problematizations. In theory and in practice, in public as well as in academic spheres, new challenges and areas of conflict emerge, which are being reflected upon in this volume. (Trans-)formations regarding societies and relations of inequalities, body, education, media and history are being examined in the contributions, as well as questions of equal opportunities, equality and diversity.
http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2269-0/gender-in-bewegung/
