Team

Verantwortliche Leitung: Anna Pohl


Konzeptuelle Weiterentwicklung der Behandlung:

Timo Slotta:

Ein besonderes Interesse für Krankheitsängste entwickelte ich schon während der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten. Hier habe ich die wissenschaftlichen und therapeutischen Lehren von Paul Salkoviskis kennen und schätzen gelernt. Seither beschäftige ich mich mit der Optimierung von Expositionstherapien. Dabei möchte ich Patient*innen darin unterstützen, stärkende Erfahrungen im Umgang mit bedrohlichen Gedanken und Gefühlen aktiv herzustellen. Besonders wichtig ist mir in meiner therapeutischen Arbeit, dass Patient*innen als Expert*innen für Ihre Problematik und ihr Leben selbstständig Lösungswege finden und freie Entscheidungen treffen können.

Constanze Rohrmeier:

Mir macht die konzeptuelle Arbeit Freude, weil sie die Qualität meiner Therapien sichert und lebenslanges Lernen und Weiterentwicklung wichtige Werte für mich sind. Als Therapeutin ist es mir sehr wichtig, die individuellen Lebenserfahrungen und Lebensbedingungen gut zu verstehen, um eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufzubauen. Zeitgleich empfinde ich die strukturierte Nutzung wissenschaftlich belegter Behandlungsmethoden als zentral für erfolgreiche Behandlungen. Bei der Krankheitsangststörung kommen häufig Symptome aus verschiedenen Störungsbereichen zum Tragen. Die mit dieser Komplexität verbundene Herausforderung finde ich sehr spannend.

Lana Gawron:

Als besonderes relevant für die Behandlung von Patient*innen erachte ich die Übertragung der im therapeutischen Setting erworbenen Erkenntnisse auf alltägliche Situationen. Bei der Therapie von Angststörungen kann ich die Betroffenen sehr aktiv bei der Anwendung neuer Verhaltensweisen, z.B. bei Konfrontationsübungen, unterstützen. Auch bei der Behandlung von Krankheitsangst kommen unterschiedliche Formen dieser Konfrontationsübungen zum Einsatz. Dieses sehr intensive Üben finde ich spannend und herausfordernd. Bei der Weiterentwicklung des Manuals liegt mir deswegen die Auswahl und Gestaltung guter und ansprechender Übungsmaterialen besonders am Herzen.

Anna Pohl:

Bei der Weiterentwicklung der Behandlung ist mir wichtig, die Erfahrungen und Rückmeldungen der von uns behandelten Patient*Innen zu nutzen und Elemente aus verschiedenen wissenschaftlich anerkannten Therapiemethoden zu integrieren. In der Behandlung möchte ich mit Patient*innen die Problembereiche so gut zu erfassen, dass die daraus abgeleiteten Lösungsstrategien für alle Beteiligten nachvollziehbar und transparent sind. Auch wenn Therapien schwierige und emotional belastende Phasen beinhalten, sollen Patient*Innen ein Gefühl dafür entwickeln, was sie bereits geschafft haben und beim Ausprobieren neuer Wege an sich glauben. Das nötige Quäntchen Humor darf dabei nicht fehlen.

Forschung:

Carolin Wolters:

In meiner Zeit als Studentin habe ich mich wissenschaftlich mit Krankheitsängsten beschäftigt und kann dieses Forschungsthema glücklicher Weise in meiner Promotionszeit weiter ausbauen. Ich beschäftige mich intensiv mit dem Einfluss von Erwartungen auf die Wahrnehmung von Körperempfindungen bei Krankheitsangst. Außerdem entwickele ich Studien, die untersuchen, wie der Umgang mit Körperempfindungen die Körperwahrnehmung und die Symptombelastung beeinflusst.

Timo Slotta:

In meiner Forschung interessiere ich mich vor allem für Zusammenhänge zwischen einzelnen Symptomen auf körperlicher, gedanklicher, emotionaler und Handlungsebene. Ich beschäftige mich mit Netzwerkmodellen, anhand derer sich bspw. abbilden lässt, welche Symptome mit vielen anderen Symptomen verbunden, also besonders zentral sind. Anderen Netzwerktheoretikern wie Denny Borsboom oder Eiko Fried folgend glaube ich, dass solchen zentralen Symptomen auch in Hinblick auf wirksame Interventionen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Alexander Gerlach:

Über meine gesamte wissenschaftliche Laufbahn habe ich mich mit der Entstehung und Aufrechterhaltung verschiedener Ängste befasst. Das Zusammenspiel zwischen Körperreaktionen, deren Wahrnehmung und ihrer psychischen Verarbeitung ist ein zentrales Forschungsinteresse von mir. Dabei beschäftige ich mich intensiv damit, die Erfassungsmethoden für Körperwahrnehmung zu verbessern und erweitern.

Anna Pohl:

Die Genauigkeit und Art und Weise, mit der Personen unter verschiedenen Umständen ihren Körper wahrnehmen zu untersuchen ist zentral in meiner Forschung. Studien zur Methodenverbesserung, Einflussfaktoren und Trainierbarkeit von Körperwahrnehmung helfen das Wissen über Krankheitsangststörungen und andere psychische Störungen zu erweitern und langfristig Behandlungen verbessern.