Forschungsschwerpunkte der Professuren

Allgemeine Psychologie I | Allgemeine Psychologie II | Differentielle Psychologie und Diagnostik | Klinische Psychologie und Psychotherapie | Klinische Psychologie und empirisch-quantitative Tiefenpsychologie | Kognitive Neuropsychologie | Organisations- und Wirtschaftspsychologie | Entwicklungspsychologie | Pädagogische Psychologie | Psychologische Methodenlehre und Experimentelle Psychologie | Sozial- und Medienpsychologie | Sozialpsychologie | Social and Economic Cognition I | Social and Economic Cognition II | Sozialpsychologie: Social Cognition | Politische Psychologie

 

Allgemeine Psychologie I, Prof‘in Dr. Hilde Haider

Implizite Lernprozesse

Der Fokus unseres Lehrstuhls liegt in der Erforschung des Erwerbs und der Nutzung unbewusster Wissensstrukturen. Unsere gegenwärtigen Interessenschwerpunkte beziehen sich dabei auf:

(a) Die Modulspezifität impliziter Lernprozesse. Dies betrifft insbesondere die Dissoziation von perzeptuellen (visuellen, räumlichen) und motorischen Komponenten impliziten Sequenzwissens. (b) Die Trennung von enkapsulierten, modulspezifischen Assoziationen einerseits und der Ausbildung intermodularer Vorhersagemodelle hinsichtlich einer Handlung und ihrer Effekte andererseits. (c) Die Mechanismen bewusster Gewahrwerdung impliziten Sequenzwissens. (d) Die Weiterentwicklung von Methoden, welche implizite und explizite Prozesse vor dem Hintergrund aktueller Bewusstseinskonzepte trennen sowie die Entwicklung von Wissenstests, die für die Erfassung modulspezifischen Wissens geeignet sind.

Erwerb mathematischer Konzepte

Ein mathematisches Konzept zu beherrschen erfordert die Integration von prozeduralem und konzeptuellem Wissen. Unser Interesse besteht darin, die iterative Ausbildung dieser beiden Wissenskomponenten von frühen, konkreten Anwendungskompetenzen hin zu abstrakten, flexiblen Wissensstrukturen genauer zu verstehen und den Zeitpunkt ihrer Integration näher einzugrenzen.

Vor diesem Hintergrund entwickeln wir Methoden, die geeignet sind, prozedurales und konzeptuelles Wissen separat in verschiedenen Altersgruppen abzubilden. Gleichermaßen möchten wir die erworbenen Erkenntnisse für die Generierung und Evaluation entwicklungsgerechter Lehrkonzepte einsetzen.

Weitere Informationen unter http://www.hf.uni-koeln.de/31543

 

Allgemeine Psychologie II, Prof. Dr. Christian Unkelbach

Informationen unter http://www.hf.uni-koeln.de/31582

 

Differentielle Psychologie und Diagnostik, Prof’in Dr. Jutta Stahl

Menschliches Verhalten erfordert kontinuierliche Überwachung, inwieweit die ausgeführten Handlungen bzw. die getroffenen Entscheidungen für den jeweiligen Kontext angemessen sind. Fehlerhaftes Verhalten kann gegebenenfalls schwerwiegende Konsequenzen für die Person oder ihre Umwelt haben. Daher kann schnelles Entscheiden oder schnelles Entdecken von Fehlern existentiell sein, um unverzüglich geeignete Korrekturen vornehmen zu können.

In unserer Arbeitsgruppe untersuchen wir mit neusten neurowissenschaftlichen Methoden menschliche Denkprozesse, die eine effiziente Kontrolle von Handlungen bzw. Entscheidungen ermöglichen. Uns beschäftigen sowohl die grundlegenden Verarbeitungsmechanismen, als auch darin zu beobachtende Unterschiede zwischen Personen, welche mit Persönlichkeitseigenschaften oder neurologischen Störungsbildern erklärt werden können. Weiterhin prüfen wir, ob und wie eine Verbesserung der Handlungskontrolle erreicht werden kann und wie sich kontextabhängige Entscheidungen (z.B. im moralischen Kontext) auf diese neuronalen Aktivierungsmuster auswirken. Zur Beantwortung unserer Forschungsfragen ist eine ständige Weiterentwicklung der Messmethoden erforderlich, was einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit darstellt.

Weitere Informationen unter http://www.hf.uni-koeln.de/34066

 

Klinische Psychologie und Psychotherapie, Prof. Dr. Alexander Gerlach

Informationen unter http://www.hf.uni-koeln.de/30331

 

Klinische Psychologie und empirisch-quantitative Tiefenpsychologie, Jun.-Prof. Dr. Johannes C. Ehrenthal

Wir stehen für eine moderne und integrative psychodynamische Psychotherapie, die den Anspruch hat, übergeordnete Behandlungsprinzipien zu verstehen, messbar zu machen, und durch die individuelle Entwicklung therapeutischer Kompetenzen die Effektivität von Psychotherapie zu steigern.

Die Professur hat neben der allgemeinen Psychotherapieforschung vier Forschungsschwerpunkte:

  • Diagnostik und Behandlung struktureller Störungen der Persönlichkeitsfunktion
  • Diagnostik und Behandlung komplexer Traumafolgestörungen
  • Anwendung der Bindungstheorie in klinischer Psychologie, Psychotherapie und Psychosomatik
  • Kompetenzentwicklung in der Psychotherapie

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.hf.uni-koeln.de/41478

 

Kognitive Neuropsychologie, Prof'in Dr. Simone Vossel

Wie wählt das menschliche Gehirn aus der Fülle an eintreffenden Reizen diejenigen Reize aus, die aktuell relevant sind? Welche Rolle spielen Erwartungen für diese Auswahlprozesse und wie werden Erwartungen über Reize oder motorische Reaktionen gebildet und aktualisiert? Mithilfe von Verhaltensstudien und Modellierung von Reaktionszeiten, funktioneller Bildgebung, Neurostimulation und neuropsychologischen Studien an Patient:innen mit Schädigungen des Gehirns versuchen wir diese Fragen zu beantworten.

Weitere Informationen zu den Forschungsaktivitäten finden Sie unter https://www.hf.uni-koeln.de/38342

 

Organisations- und Wirtschaftspsychologie, Prof. Dr. Hans-Georg Wolff

Die Forschungsschwerpunkte der Professur für Organisations- und Wirtschaftspsychologie liegen auf sozialen Beziehungen in Organisationen, insbesondere Kosten und Nutzen von beruflichem Networkingverhalten ("Vitamin B"), sowie Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit und der Frage wie sich kognitive Prozesse im Verlauf solcher Projekte ändern.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.hf.uni-koeln.de/35954

 

Entwicklungspsychologie, Prof’in Dr. Birgit Träuble

Informationen zu Projekten und Forschung am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie finden Sie hier .    

 

Pädagogische Psychologie, Prof’in Dr. Ellen Aschermann

Informationen zu Projekten und Forschung am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie finden Sie hier .    

 

Psychologische Methodenlehre und Experimentelle Psychologie, Prof. Dr. Christoph Stahl

Wie entwickeln wir Vorlieben und Abneigungen? Wie funktioniert Lernen und Gedächtnis? Die Forschung der Abteilung für psychologische Methodenlehre und experimentelle Psychologie beschäftigt sich mit grundlegenden Gedächtnis-, Lern-, und Bewertungsprozessen.

Eine Beschreibung der Forschungsschwerpunkte und eine Übersicht der Publikationen der Abteilung finden Sie unter http://methexp.uni-koeln.de/?page_id=136

 

Sozial- und Medienpsychologie, Prof. Dr. Kai Kaspar

Alles liegt im Auge des Betrachters! Die Wahrnehmung unserer Umwelt mit den Augen – aber auch mit anderen sensorischen Systemen – ist allen weiteren kognitiven Prozessen vorgeschaltet oder interagiert mit diesen in raffinierter Weise. So können z.B. Medieninhalte ihre Wirkung nur entfalten, wenn diese sensorisch verarbeitet werden; Urteile über Personen basieren stark auf unserer sensorischen Wahrnehmung unserer Mitmenschen; Handlungsplanung und -ausführung erfordert eine genaue sensorische Analyse der Umwelt und der potentiellen Handlungsräume; und Bewertungen von Objekten werden multimodal beeinflusst.

Entsprechend liegt der Forschungsschwerpunkt der Professur „Sozial- und Medienpsychologie“ auf den verschiedensten Interaktionsformen basaler sensorischer Wahrnehmung und höheren kognitiven Funktionen im Kontext der Sozial- und Medienpsychologie. Dabei wird eine interdisziplinäre Ausrichtung vertreten, sowohl thematisch-kontextuell als auch methodisch. Insbesondere allgemeinpsychologische, gesundheitspsychologische sowie neurowissenschaftliche Ansätze prägen viele der Forschungsarbeiten.

Weitere Informationen über abgeschlossene und laufende Projekt finden Sie unter: http://kai-kaspar.jimdo.com/

 

Sozialpsychologie

Das Verhalten von Menschen wird sowohl durch innere Faktoren wie Werte, Vorlieben und Eigenschaften als auch durch externe Faktoren wie bspw. andere Personen und Informationen in der Umwelt beeinflusst. Menschen müssen dabei ständig Urteile fällen, wie bspw. ob eine Person vertrauenswürdig ist, und Entscheidungen treffen, bspw. darüber welche von verschiedenen Alternativen gewählt wird oder ob man einer anderen Person helfen möchte.

Die Abteilung Sozialpsychologie erforscht wie Menschen Urteile und Entscheidungen in sozialen und ökonomischen Kontexten bilden und welche systematischen Fehler dabei auftreten. Schwerpunkte bestehen dabei (u.a.) (1) in der Untersuchung des Zusammenspiels bewusster und unbewusster Prozesse. Unter Nutzung neuronaler Netze wird bspw. die Entstehung von Intuitionen nachgebildet. Des Weiteren wird (2) untersucht in welcher Weise soziale Faktoren wie Stereotype und Vorurteile diese Prozesse beeinflussen. Weitere Forschungsschwerpunkte sind (3) die Untersuchung von Vertrauen, Prosozialität und Kooperation mit einem besonderen Fokus auf kulturübergreifende Interaktionen und (4) Wissenschaftstheorie, Methodologie und Open Science.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Social and Economic Cognition I, Prof'in Dr. Anne Gast

Informationen zu den Forschungsaktivitäten der Professur finden Sie hier.

 

Social and Economic Cognition II, Prof. Dr. Sascha Topolinski

Die Arbeitsgruppe Social and Economic Cognition II untersucht die (un)bewussten Determinanten spontaner Präferenzen. Zum einen untersuchen wir, wie psycholinguistische Eigenschaften von Sprache, beispielsweise die Reihenfolge von Konsonanten oder die bloße Aussprechbarkeit von Wörtern, affektive, soziale und ökonomische Einstellungen erzeugt. So verstehen wir das delikate Zusammenspiel zwischen Sprache, motorischen Funktionen und Emotion und warum man bestimmte Personenamen, Markennamen oder auch Passwörter bevorzugt. Zum anderen untersuchen wir die Interaktion zwischen mentalen Größen (z.B. Zahlen, Helligkeit) mit räumlichen Positionen (groß und hell ist rechts, klein und dunkel ist links).

Des Weiteren interessieren wir uns für intuitive Denk- und Problemlöseprozesse, Einsicht (Aha-Erlebnisse), Ästhetik und Humor.

Grundlage unserer Forschungsmethode ist die soziale Kognition, in der theoriengeleitet rigorose experimentelle Manipulationen mit dem Ziel maximaler Dekonfundierung von Prozessen durchgeführt werden. Wir präregistrieren unsere Hauptstudien und gewährleisten maximale statistische Stimulus- und Probandenpower. Für unsere Effekte gilt p < 0.001.

 

Sozialpsychologie: Social Cognition

Informationen zu den Forschungsaktivitäten an der Juniorprofessur für Sozialpsychologie: Social Cognition finden Sie hier.

 

Politische Psychologie

Informationen zu den Forschungsaktivitäten in der Politischen Psychologie finden Sie hier.