Willkommen auf den Webseiten des Instituts für Europäische Musikethnologie!

Das Institut - vormals Institut für Musikalische Volkskunde - ist eine eigenständige Forschungseinrichtung, die gleichzeitig verknüpft ist mit dem Institut für Musikpädagogik. Diese in Deutschland einzigartige Konstellation bietet Studierenden ergänzend zur zukunftsträchtigen Ausbildung als Musikpädagoge eine theoretische Vertiefung in Themen der Europäischen Musikethnologie und Popularmusik. Abschlussarbeiten sowie anschließende Dissertationen in diesen Bereichen sind möglich und ausdrücklich erwünscht. Das Institut gibt eine eigene Zeitschrift „ad marginem“ und gemeinsam mit dem Institut für Musikpädagogik die Buchreihe „Musik-Kontexte-Perspektiven“ heraus.

Steven Feld (University of New Mexico): Die Klangliche Vermessung der Welt

                                               Montag, 01. Juli 2019

- Öffentlicher Gastvortrag "Birds, Bells, & Carhorns: From Anthropology of Sound to Acoustemology“
          12:00 bis 13:30 Uhr
          Hörsaal 214, Humanwissenschaftliche Fakultät, Gronewaldstr. 2, Block B, 1. OG, 50931 Köln
- Film screening (in Anwesenheit des Regisseurs) "Voices of the Rainforest" (2019)
          18:00 bis 20:00 Uhr
          Filmkunstkino Palette, 18-20 Uhr, Lübecker Str. 15, 50668 Köln

Der berühmte Klanganthropologe Steven Feld hält auf Einladung des Instituts für Europäische Musikethnologie einen Gastvortrag an der Uni Köln zu seinen Feldforschungen, für die er in den letzten 45 Jahren von den Ziegenglocken Sardiniens bis zu den Gesängen der Urwaldvögel in der Südsee die verschiedensten klanglichen Phänomene aufgenommen und erforscht hat. Entstanden ist so eine beeindruckende klangliche Vermessung der Welt. In seinem englischsprachigen Vortrag geht Feld auch auf das Verschwinden von Klängen in einer industrialisierten und globalisierten Welt ein.

Steven Feld ist Senior Scholar an der School for Advanced Research in Santa Fe (New Mexico / USA). In den 1970ern entwickelte und prägte er den Begriff der Anthropologie des Klangs. Von 1975 bis 2000 widmete er sich im Speziellen der Klanganthropologie in der Regenwaldregion Bosavi in Papua-Neuguinea und untersuchte die Zusammenhänge von Umgebungsgeräuschen, Vogelrufen, Weinen, Poetik und Gesang. Basierend auf dieser und weiteren Forschungen in Westafrika und Südeuropa erweiterte Feld den Rahmen der Anthropologie des Klangs in den frühen neunziger Jahren auf die Akustemologie, ein Begriff, der sich aus der Verbindung von Akustik und Erkenntnistheorie zusammensetzt, um den Klang als eine Art des Wissens zu bezeichnen. 

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