EmotionAl |Emotionen und Mimik im Alltag|

 

 


Projektlaufzeit: seit 04/2018

Projektlaufzeit: seit 2014

 

Projektleiterinnen: Dr. Kristina JonasLisa Gerhards, M.A.

 

Projektteam: Gerhards, L., Werker, S., Stypa, V., Schmidt, K., Schrebb, M., Claus, T., Möckel, H., Oppenberg, S. & Jonas, K.

 

Kontakt: fazialis-emotional@uni-koeln.de

 

Verwandte Projekte:

 

 Orofazial Kids | Orofaziale Übungen im Alltag

 

Überblick:

Projektbeschreibung

Kooperationspartner*innen

Publikationen und Vorträge

Studentische Arbeiten

 

Projektbeschreibung:

Ziel des Kooperationsprojektes „EmotionAl | Emotionen und Mimik im Alltag |", kurz EmotionAl, ist die Entwicklung eines alltagsnahen Eigenübungsprogramms für Menschen mit Fazialisparese, welches Betroffene als zusätzliches Training parallel zur regulären Sprachtherapie nutzen können. Aufgrund des multimodalen Charakters des Eigenübungsprogramms (Text, Bild, Audio u.a.) und einer verbesserten Praktikabilität ist die Entwicklung eines Onlinekurses zur Nutzung über PC/Tablet geplant.

Bisherige Standards der Therapie bei Fazialisparesen sind mundmotorische Übungen, welche nach verbaler Instruktion ggf. unterstützt mit Bildmaterial durchgeführt werden (Okreu & Beckers, 2013). Evidenzen zur Wirksamkeit und Praktikabilität dieser therapeutischen Herangehensweise sind bisher spärlich (Teixeira, Valbuza, & Prado, 2011). Darüber hinaus zeigt die klinische Praxis, dass diese Art der Übungsgestaltung von Patient*innen oftmals als eintönig und alltagsfern empfunden wird sowie Sinn und Zweck der Übungen nicht transparent erscheinen.


Ein Aspekt, der zum Üben beiträgt und längst Einzug in die Therapie anderer neurologischer Beeinträchtigungen gefunden hat, ist die Integration alltagsnaher Übungsinhalte (Götze, Pössl, & Ziegler, 2005; van Vliet, Sheridan, Kerwin, & Fentem, 1995). Mit dem Ziel, ein alltagsnahes Übungsmaterial für Fazialisparesen zu entwickeln, wurden die standardmäßig eingesetzten mimischen bzw. mundmotorischen Übungen im Rahmen des hier vorgestellten Kooperationsprojektes in einen situativen Kontext gebettet. Es wurden kurze Geschichten bzw. Szenarien konzipiert, die alltägliche Situationen beschreiben. So wurden Patient*innen mit Situationen konfrontiert, die bestimmte Emotionen hervorrufen und mimische Bewegungen evozieren sollen (z.B. Lippen breitziehen als Ausdruck von Freude). Dadurch sollen sowohl die Motivation als auch der Spaßfaktor gesteigert werden, um einen positiven Effekt auf die Übungsfrequenz und die subjektive Leistungsverbesserung zu erreichen.

 

 

Kooperationspartner*innen: 

  • Dr. Becker PhysioGym Nümbrecht in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
    Therapieleitung: Thomas Claus
    Leitung der Sprachtherapie: Simon Oppenberg

 

Publikationen und Vorträge:

Poster Presentations

  • Gerhards, L., Stypa, V., Schmidt, K., Schrebb, M., Claus, T., Möckel, H., Oppenberg, S. & Jonas, K. (2019, Oktober). Entwicklung eines multimodalen Eigenübungsprogramms für die Therapie fazialer Paresen. 19. Jahrestagung der Gesellschaft für Aphasieforschung und -behandlung (GAB), 31.10. - 02.11.2019, Leipzig (1. Platz GAB Posterpreis)
Studentische Arbeiten:
  • Schmidt, K. & Stypa, V. (2016). Alltagsnahes Training für Menschen mit Fazialisparese - Eine Piloststudie zur Entwicklung und Evaluation eines Eigenübungsprogramms [unveröffentlichte Bachelorarbeit]. Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Universität zu Köln.
  • Gerhards, L. (2015). Eigenübungsprogramm Fazialisparese - Pilotstudie zum Einsatz alltagsnaher Szenarien zur Verbesserung der fazio-oralen Beweglichkeit [unveröffentlichte Bachelorarbeit]. Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Universität zu Köln.
  • Schrebb, M. (2015). Die Entwicklung eines Eigenübungsprogramms für Menschen mit fazialen Paresen [unveröffentlichte Bachelorarbeit]. Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Universität zu Köln.