Deutungsmuster von Jugendlichen zu Schule & Sexualität (DeJuS)
Herzlich Willkommen auf der Webseite des Projekts „Deutungsmuster von Jugendlichen zu Schule & Sexualität“ (DeJuS)!
Das von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt rekonstruiert, wie Jugendliche schulische Sexualerziehung sowie Sexualität im Kontext Schule deuten – und welche Bezugsprobleme im Spannungsfeld von Schule, Jugend und Sexualität im Sprechen über Sexualität und Sexualerziehung hervorgebracht werden.
DeJuS setzt dabei bei einer Gegenwartslage an, in der Schule unter Bedingungen gesellschaftlicher Polarisierung, konfligierender Wertordnungen und digital geprägter Öffentlichkeiten zugleich als sexualbezogene Integrations- und Demokratiestütze adressiert wird, während Desinformation, Desintegrationsdynamiken und normative Verhärtungen des Sexuellen in schulische Aushandlungen hineinwirken. Sexualerziehung wird in dieser Lage nicht nur als Unterrichtsthema, sondern als Indikatorfeld öffentlicher Erziehungs- und Gesellschaftsverhältnisse sichtbar – auch vor dem Hintergrund kulturpolitischer Restriktionsbestrebungen, die in Teilen Europas sexualitätsbezogene Bildungsinhalte begrenzen oder delegitimieren.
Befragt werden Jugendliche der Sekundarstufe I von unterschiedlichen Schulformen, welche Herausforderungen sich sowohl im Kontext der offiziellen sexualerzieherischen Unterrichtsreihe stellen, aber auch grundlegend in Schule als sexuelle Sozialisationsinstanz als relevant und bearbeitungsbedürftig erscheinen.
Transferperspektiven werden in Kooperationen mit Schulen in Köln, dem Kölner Umland und kommunalen Partnern verfolgt. Erkenntnisse des Forschungsprojekts bilden die Grundlage für die Konzeption und die Umsetzung neuer sexualpädagogischer Unterrichtsreihen, die parallel zur Projektlaufzeit direkt in Schulen implementiert werden.