Herzlich Willkommen zum
Tag der Verfahrensvielfalt 2026
Am Samstag, den 18. Juli 2026, findet an der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit der Psychologie Fachschaften Konferenz und Verbänden des Gesprächskreis II der Psychotherapieverbände der 1. Tag der Verfahrensvielfalt für Studierende der Psychologie statt, zu dem wir Euch und Sie herzlich einladen möchten!
Es erwarten Euch und Sie Diskussionen, Live-Demonstrationen und praxisorientierte Workshops mit Vertreter*innen unterschiedlicher psychotherapeutischer Verfahren und Methoden aus vier klassischen Grundorientierungen:
Psychodynamische Grundorientierung (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie)
Verhaltenstherapeutische Grundorientierung
Systemische Grundorientierung
Humanistische Grundorientierung (Gesprächspsychotherapie/Personzentriert-Experienzielle Psychotherapie, Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse, Existenzanalyse/Logotherapie)
Wann? Samstag, der 18. Juli 2025
Wo? Universität zu Köln
Für wen? Studierende der Psychologie im MSc-Studium mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie
Wo kann ich mich anmelden?
Bitte klickt / klicken Sie für eine verbindliche Anmeldung auf den nachfolgenden Link: https://pretix.eu/kpeqt/verfahrensvielfalt2026/
Vorläufiges Programm
| Zeit | Inhalt |
| 09:15 Uhr | Begrüßung |
| 09:30 Uhr | Live-Demonstationen und Diskussion |
| 11:30 Uhr | Pause |
| 12:00 Uhr | 5 parallele Workshops I |
| 13:30 Uhr | Mittagspause |
| 14:15 Uhr | 5 parallele Workshops II |
| 15:45 Uhr | Pause |
| 16:00 Uhr | 5 parallele Workshops III |
| 17:30 Uhr | Pause |
| 17:45 Uhr | Abschlussdiskussion |
| 18:30 Uhr | Ende |
Was für Workshops erwarten Euch und Sie? (Themen können sich bis zur Veranstaltung noch ändern)
Psychodynamische Grundorientierung (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie)
Ressourcenaktivierende psychodynamische Interventionstechniken (Maria Balfer)
In den psychodynamischen Verfahren gibt es entgegen mancher Annahmen eine lange Tradition ressourcenbezogener Arbeit. Je mehr innere Ressourcen Menschen zur Verfügung stehen, desto besser sind sie in der Lage, schwierige Lebensphasen zu bewältigen und belastende Erfahrungen zu integrieren und das Arbeiten mit Ressourcen ist daher eine wichtige psychotherapeutische Kompetenz. Im Workshop erhalten Teilnehmende einen Einblick in ressourcenaktivierende psychodynamische Interventionstechniken. Hierzu werden konkrete Techniken vorgestellt und in Gruppenformaten selbständig durchgeführt und auch selbst erlebt.
Psychoanalyse - Look how far we‘ve come! Vom Trieb zur Beziehung. Ein Workshop zur intersubjektiven analytischen Psychotherapie (Eva Malakhau)
Analytische Psychotherapie hat sich im letzten Jahrhundert enorm weiterentwickelt und doch klebt das Stereotyp des schweigenden Psychoanalytikers an ihr, der Patient:innen lediglich unbewusste sexuelle Wünsche deutet. In diesem Workshop bekommen Teilnehmende einen Einblick in moderne analytische Psychotherapie, in der Analytiker:innen zum Gegenüber werden können und die therapeutische Beziehung im Fokus steht - über Rollenspiele soll dies lebendig und erfahrbar werden.
Im Hier und Jetzt - Ein Workshop zu psychodynamischer Gruppentherapie mit interpersonellem Fokus (Johann Schilling)
In psychodynamischen Therapien geht es am Ende doch immer nur um die Mutter, oder? Keineswegs! Moderne psychodynamische Gruppentherapie nimmt das Hier und Jetzt in den Blick: Mit Fokus auf den Interaktionen zwischen den Patient:innen, als Spiegel für die eigenen dysfunktionalen Beziehungsmuster und Raum für Veränderung. Dieser Workshop gibt einen Einblick in interpersonell orientierte psychodynamische Gruppentherapien und simuliert gemeinsam mit den Teilnehmenden eine Gruppensitzung, um die Theorie direkt erfahrbar zu machen.
Verhaltenstherapeutische Grundorientierung
Raus aus der Vermeidung – praktische Verhaltenstherapie bei sozialen Ängsten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Matthias Sperl)
Der Workshop vermittelt praxisnahe verhaltenstherapeutische Interventionen zur Behandlung sozialer Ängste, darunter Expositionstherapie sowie kognitive und imaginative Verfahren. Neben der Behandlung von Erwachsenen werden auch Besonderheiten in der Therapie von Kindern und Jugendlichen thematisiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung der Methoden sowie dem Umgang mit herausfordernden Therapiesituationen.
Mehr als Techniken – Beziehung, Emotion und Kontext in der modernen Verhaltenstherapie (Eva-Lotta Brakemeier)
Die moderne Verhaltenstherapie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend weiterentwickelt. Neben evidenzbasierten Techniken stehen heute zunehmend therapeutische Beziehung, Emotionsverarbeitung, biografische Lernerfahrungen sowie gesellschaftliche und soziale Kontexte im Fokus. Der Workshop vermittelt anhand praktischer Beispiele und konkreter Übungen ein erweitertes Verständnis moderner Verhaltenstherapie und zeigt, wie Interventionen individuell, emotionsfokussiert und kontextsensibel gestaltet werden können. Dabei wird auch diskutiert, welche Bedeutung psychische Belastungen in Zeiten multipler gesellschaftlicher Krisen für die psychotherapeutische Arbeit haben.
Systemische Grundorientierung
Die Kunst der systemischen Irritation - Warum eine gute Frage oft hilfreicher ist als eine fertige Antwort (Eva Wittkuhn)
Erkundungsfragen sind in der Systemischen Therapie wichtig Interventionen. Gemeinsam werden wir in praktische Übungen wichtige systemische Fragetechniken anwenden. Dabei erfahren wir die Wirkung, wie Fragen Klient*innen in die eigene Arbeit bringen können. Dazu ist der systemische Hintergrund: Warum frage ich genau auf diese Weise? Was ist die Haltung, die hinter meiner Frage steht? Wer wird mit der Frage eigentlich ins Arbeiten gebracht? Für wen sind die Fragen - für wen sind die Antworten? Und wer findet hier gerade den Weg aus der Situation? Damit entsteht ein erster Einblick für eine wichtige Wurzel der Systemischen Therapie, nämlich die Eigenorganisation der Klient*innen, die angeregt wird, um Entwicklung und Erweiterung zu finden.
Systemisch bewegt – Dynamiken und innere Lösungsbilder sichtbar machen mit Aufstellungsarbeit (Sara Königs)
Der Workshop vermittelt einen Einblick in die systemische Aufstellungsarbeit. Anhand praxisnaher Struktur- und Symbolaufstellungen wird gezeigt, wie räumliche Anordnungen und körperliche Resonanzen Muster und Dynamiken sichtbar und spürbar machen. Aufstellungen dienen dabei als Instrument zur Perspektivenerweiterung und zur Externalisierung innerer Lösungsbilder. Die Teilnehmenden erproben zentrale methodische Elemente, reflektieren den therapeutischen Nutzen und setzen sich zugleich kritisch mit Chancen, Grenzen und dem verantwortungsvollen Einsatz systemischer Aufstellungsarbeit auseinander.
Externalisierung - Das Problem von der Person entkoppeln (Leonie Friese)
Der Workshop stellt die systemische Intervention des Externalisierens vor. Hierbei wird sprachlich und imaginativ das Problem von der Person entkoppelt und exploriert. In einer Livedemonstration (gerne mit einem Thema von Workshopteilnehmenden, ansonsten als Rollenspiel mit einem Beispiel-Problem) wird diese Technik zunächst veranschaulicht und diskutiert. Dies soll anschließend in Kleingruppen selbst ausprobiert und reflektiert werden. Dieser Workshop bietet einen ersten Einblick in die Vielf alt systemischer Fragetechniken, Interventionen und Haltungen.
Humanistische Grundorientierung (Schwerpunkt Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse, Existenzanalyse/Logotherapie)
Transaktionsanalyse Wer bin ich in mir? Und wie zeige ich das in Begegnungen? (Karl-Heinz Schuldt)
Über Inputs, Fallvignetten und Übungen wird das Ich-Zustandsmodell der Transaktionsanalyse (TA) verständlich und erlebbar. Innere Konflikte (Struktur) können sichtbar werden (Funktion) und zeigen sich in professionellem und privatem Kontext (TA-Kommunikationsmodelle). Die Teilnehmenden sind eingeladen, selbst aktiv zu sein und die Entfaltung der humanistischen Grundlagen erlebnisorientiert und kognitiv zu erfahren und auf einer Metaebene zu diskutieren.
Körperpsychotherapie: Einführender Selbsterfahrungsworkshop (Manfred Thielen)
Die Körperpsychotherapie ist, historisch gesehen, das zweitälteste Psychotherapieverfahren, das bereits in den 30er Jahren von Wilhelm Reich in ihren Grundzügen entwickelt wurde. Sie hat eine tiefenpsychologische Tradition, sich aber seit den 60er Jahren Richtung Humanistische Psychotherapie entwickelt. In diesem Selbsterfahrungs-Workshop sollen wichtige Elemente wie die Dialektik von Beziehungs- und Körperarbeit, Arbeit mit der Atmung, Erdung, Körperwahrnehmung und Ausdruck sinnlich erfahrbar werden.
Humanistische Grundorientierung (Schwerpunkt Gesprächspsychotherapie/Personzentriert-Experienzielle Psychotherapie)
GPT/PCE: Zugänge zu individuellem Erleben – Emotions speak! Do you listen? (Daniel Sichert & Till Schultze-Gebhardt)
Die Gesprächspsychotherapie/Personzentriert-Experienzielle Psychotherapie (GPT/PCE) ist ein wissenschaftlich fundiertes Psychotherapieverfahren, in dem die Qualität der therapeutischen Beziehung handlungsleitend ist, um individuelle Entwicklungspotenziale freizusetzen, vertiefte Exploration anzuregen und produktive emotionale Verarbeitung zu fördern. Der Workshop bietet einen Überblick über das Verfahren, sowie Übungen zur therapeutischen Gesprächsführung auf Basis der personzentrierten Haltung.
GPT/PCE: Focusing – Dem Körper zuhören, um sich selbst besser zu verstehen (Till Schultze-Gebhardt)
Focusing setzt an inneren Klärungsprozessen an, wie sie bei vielen Menschen intuitiv geschehen und macht implizite, körperbezogene Erfahrung über erlernbare Schritte zugänglich. Es unterstützt Menschen besonders dort, wo Gefühle schwer fassbar sind oder das Denken in inneren Schleifen festhängt. Im Workshop sammelt Ihr erste persönliche Erfahrungen mit der Methode und erprobt einzelne Schritte des Focusing-Prozesses.
GPT/PCE: Emotionsfokussierte Therapie – Emotionen mit Emotionen verändern (Daniel Sichert)
Die Emotionsfokussierte Therapie (EFT) nach Leslie S. Greenberg zählt zur GPT/PCE und ist ebenfalls ein wissenschaftlich fundierter Ansatz. In der EFT werden emotionale Verarbeitungsschwierigkeiten als Kern psychischer Probleme betrachtet und Emotionen als Wegweiser zu Bedürfnissen und Motor für Veränderung genutzt. Im Workshop erhältst du einen Einblick in folgende Bereiche: Therapeutisches Arbeiten mit Emotionen, „Empathic attunement to affect” als Veränderungsprinzip & Wirksame Veränderungsprozesse in der Therapie.
Dozent*innen
Folgende Dozent*innen tragen dankenswerterweise mit Workshops oder Live-Demonstrationen zum Tag der Verfahrensvielfalt bei - ein paar Namen können bis zur Veranstaltung noch hinzukommen oder sich ändern:
Psychodynamische Grundorientierung (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie)
Maria Balfer (Dipl.-Psych., M.Sc., M.A., Psychologische Psychotherapeutin, Köln)
Johannes Ehrenthal (Jun.-Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Köln)
Eva Malakhau (M.Sc., Psychologische Psychotherapeutin, Köln)
Johann Schilling (M.Sc., Psychologischer Psychotherapeut, Köln)
Verhaltenstherapeutische Grundorientierung
Eva-Lotta Brakemeier (Prof. Dr. rer. nat., Dipl.-Psych., Psychologische Psychothereutin, Greifswald)
Matthias Sperl (Dr. rer. nat., M.Sc., Psychologischer Psychotherapeut, Siegen/Marburg)
Systemische Grundorientierungen
Leonie Friese (M.Sc., Psychologische Psychotherapeutin, Menden (Sauerland))
Sara Königs (Dr. rer. nat., M.Sc., Psychologische Psychotherapeutin, Bonn)
Eva Wittkuhn (M.Sc., Psychologische Psychotherapeutin, Bonn)
Humanistische Grundorientierung (Schwerpunkt Gestalttherapie, Körperpsychotherapie, Psychodrama, Transaktionsanalyse, Existenzanalyse/Logotherapie)
Manfred Thielen (Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Berlin)
Karl-Heinz Schuldt (Dipl.-Soz.Päd., Kinder- und Jugendlichentherapeut, Tübingen)
Humanistische Grundorientierung (Schwerpunkt Gesprächspsychotherapie/Personzentriert-Experienzielle Psychotherapie)
Till Schultze-Gebhardt (Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Köln)
Daniel Sichert (Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Düsseldorf)
Wer veranstaltet den Tag der Verfahrensvielfalt?
Der 1. Tag der Verfahrensvielfalt wird von der Professur für Klinische Psychologie und empirisch-qunatitative Tiefenpsychologie (Jun.-Prof. Dr. Johannes Ehrenthal) an der Universität zu Köln ausgerichtet, gemeinsam mit der Fachschaften Psychologie Konferenz, der Deutschen Gesellschaft für Psychologie und dem Gesprächskreis II der Psychotherapieverbände (GK II). Der GK II ist der größte Zusammenschluss von psychotherapeutischen Fach- und Berufsverbänden.