Auch wir von der Fachschaft Sprache sprechen uns gegen die geplanten finanziellen Kürzungen an der Humanwissenschaftlichen Fakultät aus:

Stellungnahme der Studierendenschaft der HumF zu den universitären Kürzungen

Ein grundsätzliches Problem betrifft die Transparenz: Das Dekanat der Humanwissenschaftlichen Fakultät hat in letzter Zeit mehrfach darauf hingewiesen, dass bereits seit ca. zwei Jahren die allgemeine Notwendigkeit von Kürzungen bekannt gewesen sei und die Departments entsprechend informiert und zur Aufstellung einer Planung angehalten gewesen wären. Dazu muss man entgegnen, dass bis vor Ende des letzten Jahres allerdings keine konkreten Zahlen für die Departments vorhanden waren auf deren Grundlage eine Kürzungsplanung hätte vollzogen werden können. Es war entsprechend nicht angemessen von den Departments zu erwarten, dass sie spekulativ Kürzungsszenarien entwickeln, ohne eine konkrete Grundlage oder Notwendigkeit für Einsparungsmaßnahmen in Aussicht zu haben.

Entsprechend ist auch der Verweis des Dekanats auf die gegebene Transparenz gegenüber der Studierendenschaft zu bewerten: Auch hier wird darauf verwiesen, dass Informationen bereits frühzeitig bekannt gewesen seien und über die entsprechenden Vertreter*innen an dieStudierendenschaft hätten getragen werden können. Hierzu ist zu entgegnen, dass in vergleichbarer Weise die Informationen bis zum Ende des letzten Jahres zu vage waren, um spekulativ die Studierendenschaft über anstehende Einsparungen zu informieren. Auch sehen wir die Departments- und Fakultätsleitung(en) in besonderer Verantwortung hinsichtlich der Diskussion um die Schließung von Studiengängen. Wenn Szenarien solche Maßnahmen beinhalten, muss auch auf direktem Wege mit den Studiengangsverantwortlichen und der entsprechenden Studierendenschaft kommuniziert werden und nicht nur auf die formalen Vertreter*innen verwiesen werden.

Bedeutung der HumF (-Studiengänge) und insbesondere der Heterogenität der Studiengänge

In Bezug auf die geplanten Kürzungen an der Universität zu Köln, beziehungsweise an der humanwissenschaftlichen Fakultät, die dazu angehalten ist, pro Jahr 1,5 Millionen Euro einzusparen, sehen sich viele der dort vertretenen Studiengänge - beispielsweise die Interkulturelle Bildung oder die Frühförderung - durch eine mögliche Abschaffung bedroht.

Schaut man sich den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskurs  in Deutschland an, der sich vor allem mit der verstärkten Einwanderung im Jahr 2015, weiter in ein stark rechtes Spektrum bewegt hat, so ist es durchaus angebracht hervorzuheben, dass aus unserer Sicht eben die Inhalte der von den Kürzungen bedrohten Studiengänge zum aktiven Erhalt einer demokratischen, lebendigen und vielfältigen Gesellschaft beitragen, die in der Lage ist, demographischen Veränderungen auf konstruktiver Weise zu begegnen und einfache Antworten für komplexe Sachverhalte kritisch zu reflektieren.

Das Dekanat soll eine grundsätzliche Haltung zur Ablehnung der Kürzungen zum Ausdruck bringen.

Wir wünschen uns außerdem vom Dekanat eine ebenfallsablehnende Haltung zu den Kürzungen. Wenn man die Vorbereitung für die 100 Jahrfeier im Internet nachverfolgt, wird die Vorstellung von geplanten Sparmaßnahmen in Millionenhöhe signifikant erschwert. Sicherlich ist es schön, eine hundert Jahre alte Universität zu haben, aber gibt es tatsächlich einen Grund zu feiern, wenn zahlreiche Dozierenden keine Verlängerung ihrer Verträge bekommen.Zudem hat eine Diskussion auf inhaltlicher Ebene aus Augen der Studierendenschaft nichtstattgefunden. Es wird stets auf struktureller und kapazitätswirksamer Ebene diskutiert, ohne die Inhalte der Lehrstühle und Studiengänge zu betrachten, welche von den Kürzungen bedroht sind. Auch hier wollen wir wiederum auf die gesellschaftliche Relevanz der Studiengänge, welche gestrichen werden könnten, verweisen.

Aus diesen Gründen wäre es wünschenswert, dass sich die Universitätsverwaltung mit dem Rektorat an das Land NRW wendet und die finanziellen Probleme transparent darlegt. Nur so können die drohenden Kürzungen möglicherweise verhindert und eine Vielfalt gewährleistet werden.

Fachschaft Ästhetische Erziehung, Fachschaft Lernen, Fachschaft Inklusion, Fachschaft Hören und Kommunikation, Fachschaft körperliche und motorische Entwicklung, Fachschaft Geistige Entwicklung, Fachschaft emotionale/soziale Entwicklung, Fachschaft Gebärdensprachdolmetschen, Fachschaft Sozialwissenschaften Lehramt, Fachschaft Interkulturelle Bildung/Erziehungswissenschaften/Rehabilitation, Fachschaft Unterrichtsfach Pädagogik, Fachschaft Erziehungswissenschaften Bachelor,Fachschaft Sprache, StAVV – Studierendenvertretung der humanwissenschaftlichen Fakultät

 

 

--- Fachschaftstreffen ---

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