Im Vortrag werden unterschiedliche Modi des Performens mit generativer AI aus dem Kontext von Theater/Performance vorgestellt und diskutiert. Im Fokus stehen die Beschreibung und Reflexion der entstehenden Beziehungen von menschlichen Agierenden und technischen Operationen. Es wird herausgearbeitet, dass erstens im Performen mit generativer AI eine dialogische, techno-humane Ko-Operativität nahegelegt und trainiert wird. Diese mache, so die Interpretation der identifizierten Verfasstheit, ein Verständnis von menschlicher Wahrnehmung, Befindlichkeit und Denken, mithin Existenz, im Sinne von mehr-als-menschlichen Aktivitätsbündeln unabdingbar. Zweitens werden Theorie und Praxis eines Performens mit KI vorgestellt, die statt der Ko-Operativität ein Modell des technologischen und humanen Anders-Seins behaupten und performen und dabei auf techno-humane Ent-/Bindungen zielen. „Performing AI“ konstituiert sich, so die These des Vortrags, als Ko-Existenz und Zusammenspiel der beiden Modi, mit denen techno-humane Episoden mit KI permanent zwischen Bindungen und Ent-/Bindungen changieren und darin ihre gouvernementale Macht entfalten.