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13.05.2026

Kunst & Kunsttheorie

Gastvortrag: Fatma Kargin-Zahn (Lüneburg): Rollenbildung. Eine konzeptuelle Skizze ästhetisch-performativer Bildungsprozesse (AT)

Vor dem Hintergrund der transformatorischen Ästhetik und am Beispiel der Installation „House“ (Doug Aitken) beschreibe ich die Erfahrung künstlerischer Installationen als responsiv-performative Prozesse (Rollenbildung), in denen die Betrachter:innensubjekte und die Installation in ihrer situativen, wechselseitigen Hervorbringung in den Blick genommen werden. Anknüpfend daran und in Anlehnung an eine spezifische Aufführungslogik wird eine ästhetisch-performative Bildungstheorie skizziert, in der vor allem die situativen Neuorientierungen der Subjekte, ihre ordnungskontingente Wahrnehmung und Konstruktion von Wirklichkeit, Selbst und Welt als bildungsrelevant betrachtet werden.

Fatma Kargin-Zahn verwaltet seit Oktober 2025 die Professur Kunst und ihre Didaktik an der Leuphana Universität, wo sie zuvor als Dozentin und Fachkoordinatorin tätig war. Von 2020 bis 2024 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW tätig und hatte diverse Lehraufträge in Deutschland und in der Schweiz. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel »Rollenbildung. Zu responsiv-performativen Dimensionen der Erfahrung künstlerischer Installationen« ist im Februar 2026 im transcript Verlag erschienen.