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Dr. Udo Kullik - Leiter des Zentrums Netzwerk Medien [[image kullik3.jpg align="right"]]

 

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++ Zielsetzung des Zentrums Alle medienbezogenen Einrichtungen wurden im Netzwerk Medien unter einem Dach zusammengefasst, um durch die entstehende Kompetenzbündelung das jeweilige Angebot in Lehre, Forschung und Dienstleistung zu optimieren. Das Zentrum soll u.a. die Lehre im Bereich Medienpädagogik und Mediendidaktik organisieren und die technische Kommunikationsinfrastruktur im Hause aufbauen bzw. optimieren und betreuen. Das im Rahmen der Neustrukturierung der Heilpädagogischen Fakultät im Jahr 2000 gegründete Zentrum verfolgt diesen Ansatz seit nunmehr fast sechs Jahren und hat dabei konsequent immer neue Angebote entwickelt. Medien sind ein wichtiger Schlüssel zu einer sonderpädagogisch angemessenen Didaktik. Während die konventionellen Medien in der Vergangenheit in diversen Veranstaltungen aller Fachrichtungen Berücksichtigung fanden, waren die neuen Medien –obwohl seit mehr als 10 Jahren schulische Realität- in den Studienordnungen der Lehrämter bisher nicht berücksichtigt. Seit 1990 wird eine informationstechnische Bildung für alle Schüler aller Schulformen verbindlich gefordert. In der Realität ist diese Forderung nicht umgesetzt worden. Weder in der Aus- noch in der Fortbildung werden dem Lehrpersonal bisher ausreichende Kenntnisse und Anwendungskonzepte in angemessenem Umfang vermittelt. Das Netzwerk Medien hat sich in diesem Bereich zum Ziel gesetzt durch ein medienpädagogisches und mediendidaktisches Gesamtkonzept diese Situation –zumindest für die Ausbildung- nachhaltig zu verbessern. Die Lernwerkstatt mit ihrem breiten Angebot an „konventionellen” Lern- und Fördermaterialien, die Filmproduktion mit ihren klassischen audiovisuellen Medien und schließlich der Bereich der interaktiven Medien bilden ein mediendidaktisches Netzwerk in dem neue übergreifende Mediennutzungsmöglichkeiten vorgestellt und eingeübt werden. Außerdem werden Fortbildungsveranstaltungen für Kollegen angeboten.

++ Allgemeine Informationen: Der Einsatz von Medien jeglicher Art spielte im Kontext von Heilpädagogik und Rehabilitationswissenschaften immer schon eine wichtige Rolle. Mit dem Aufkommen der Neuen Medien Mitte der 80er Jahre wurden an der Heilpädagogischen Fakultät verschiedene Forschungseinrichtungen gegründet um die Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologien für die Sonderschulen und den Reha-Bereich zu untersuchen. Es zeigte sich dabei vor allem, dass computerunterstützte Fördermaßnahmen im sonderpädagogischen Bereich von nachhaltiger Wirksamkeit sein können. Gleichzeitig zeichnete sich mit der zunehmenden Bedeutung des Internet seit Mitte der 90er Jahre ein informationstechnischer Grundbildungsbedarf auch für die Schüler der Sonderschulen ab, da diese Technologien mittlerweile in allen Ausbildungsberufen Einzug gehalten haben. Angehende Lehrer der Sonderpädagogik brauchen ein qualifiziertes Lehrangebot im Bereich Mediennutzung in der Sonderpädagogik , um diesen neuen Anforderungen begegnen zu können. Die in der Fakultät etablierten Forschungseinrichtungen haben dazu zahlreiche Untersuchungen durchgeführt und beispielhafte Lernsoftware entwickelt. Im Zuge der Neuordnung der Fakultät und der Einrichtung modularisierter BA/MA Studiengänge wurde die Fusion der o.g. Einrichtungen sowie die Institutionalisierung in Form eines Kompetenzzentrums auf Fakultätsebene beschlossen. Das Zentrum Netzwerk Medien und Lernkultur wurde durch Beschluss der Fakultät im Jahre 2000 eingerichtet. Zu seinen Aufgaben zählen im Wesentlichen die Bereitstellung eines Lehrangebotes zur Nutzung von Medien in der Sonderpädagogik, die Durchführung von Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet sowie die Entwicklung von sonderpädagogisch geeigneten Medien. Zur optimalen Abdeckung aller Bedarfe in der Fakultät ist das Zentrum in verschiedene Bereiche untergliedert:

++ Filmproduktion Der Bereich der Filmproduktion erschliesst den Studierenden die Nutzung der Video-Technik zu Unterrichtszwecken. Das Lehrveranstaltungsangebot erschliesst allen Studierenden die Möglichkeit, praktische Handlungsfertigkeiten im Gebrauch von audiovisuellen Medien zu erwerben. Der Schwerpunkt des Bereichs liegt aber in der Produktion von Lehr- und Dokumentationsfilmen. Diese Dienstleistung wird von allen Fakultäten der Universität zu Köln in Anspruch genommen.

++ Interaktive Medien Der Bereich Interaktive Medien stellt die Lehre in Bezug auf computerunterstütztes Lehren und Lernen sicher. Die neue Studienordnung im Lehramt Sonderpädagogik sieht erstmals verbindlich den Erwerb von Medienkompetenz im Bereich der neuen Medien im Rahmen von 2 SWS für alle Studierenden vor. Darüber hinaus wird die jahrelange Erfahrung der in die Fusion eingegangenen Forschungsstellen zur Entwicklung und Evaluation rehabilitativer Lern- und Fördersoftware genutzt. Neben dem neu entwickelten PC-gestützten Denktraining, wurden hier unter anderem Förder- Programme für schriftliche Rechenverfahren (Euro Mulli und Euro-Divi), zur Lese-Rechtschreibförderung (ALPHI, Wortwerkstatt) und eine multimediale Unterstützung eines Leselehrgangs für Geistigbehinderte (Lesen mit Lo) entwickelt. Zur Zeit werden eine Reihe von älteren Programmen mit einer neuen Oberfläche wieder aufgelegt.

++ Lernwerkstatt Der Bereich Lernwerkstatt bietet Studierenden und bereits an den Schulen aktiven Lehrern die Möglichkeit zum handelnden Umgang mit Lehr- und Lernmaterialien. Zahlreiche Workshops haben das Ziel, Theorie und Praxis im Studium zu verknüpfen. Dabei steht u.a. die Erprobung von Differenzierungs- und Individualisierungsmöglichkeiten mit Hilfe didaktischer Materialien im Mittelpunkt. Das Veranstaltungsangebot der Lernwerkstatt steht jedem offen. Ankündigungen zu aktuellen Veranstaltungen findet man im Webangebot des Netzwerk Medien.

++ PC-Service Im Bereich PC-Service wird das know how der Mitarbeiter des Netzwerks dazu genutzt, die Fakultät mit einem Intranet zu versorgen und die Kolleginnen und Kollegen im Falle von Störungen zu betreuen. Auch das Internetangebot der Fakultät wird hier bereit gestellt. Das Netzwerk Medien entwickelt u.a. Online-Veranstaltungen bzw. stellt die Infrastruktur dafür zur Verfügung. Spezifische Intranetangebote wie Mailinglisteninterfaces Online-Scheinformulare, Online-Störungsmeldungen, Downloadbereiche für Skripte und Folien erhöhen die Nutzungshäufigkeit sowie die Akzeptanz neuer Medien bei den Studierenden und den Lehrenden. Dadurch wird ein praktischer Beitrag zur Optimierung der Studiendauer geleistet. Alle vier Bereiche arbeiten in Forschung und Lehre eng miteinander verzahnt, um den Studierenden und den Lehrenden eine angemessene Plattform zur Nutzung von Medien zur Verfügung zu stellen.