DFG-Projekt "Peers und Partizipation von Jugendlichen im (pandemiebedingten) Wandel (PeerPartiJu)" (KO 4696/6-1) im Juni 2026 zur Fortsetzung von "PeerPartiCo" (KO 4696/3-1) bewilligt.
Publikationen aus den Projekten:
Köhler, S.-M. (2025): Zeitsensible Längsschnittforschung. In: Rieker, P./Zahradnik, F. (Hrsg.): Qualitative Längsschnittforschung. Erfahrungen – Herausforderungen – Reflexionen. Beltz/Juventa, 32-48.
Köhler, S.-M. (2023): Fernunterricht in pandemischen Zeiten aus Schüler*innensicht. In: Hummrich, M./Asbrand, B./Silkenbeumer, M. (Hg.): On Remote. ZSE 2/2023, 138-153.
Köhler, S.-M./Winkler, A. L. (2025): Caring for and Protecting each Other: Peers and Gender-related Participation in and outside School. Società Mutamento Politica, Pitti,I./Mengilli, Y. (eds., Special Issue): Gender in Youth Participation: Practices and Cultures, 16 (31), 47-58.
Köhler, S.-M-/Zschach, M. (2025): Young People’s Future Orientations in Relation to Disability and Experiences with Non-Participation. Time & Society, Köhler, S.M./Walther, A./Leccardi,C. (eds.),Special Section): Young People's Time Work. Vol. 34(3), pp. 334-354.
Köhler, S.-M./Bauer,A./ Silva de Souza, V. (2025): Methodische Fragestellungen zur Rekonstruktion der von Kindern und Jugendlichen produzierten Bildarrangements. In: Jahrbuch Dokumentarische Methode 7 (in Druck).
Köhler, S.-M./Mengilli, Y. (2024): „[hat] übrigens nichts mit meiner Schule zu tun, dass ich an Diversität und Ähnliches schon aus Afrika gewohnt war“ – Zur Relevanz transnationaler Mobilität für das Erleben von Schule. In: Tertium Comparationis, 2024 30, 1, 26-42
Köhler, S.-M./Winkler, A.L./Autenrieth, U. (2023): Geteilte digitale Erfahrungswelten der Peers in der Krise? In: Leineweber, C./de Witt, C. (Hrsg.): Digitale Erfahrungswelten im Diskurs. Hagen
Köhler, S.-M./Zschach, M. (2022): Zukunftsperspektiven von Jugendlichen auf ihr weiteres Leben unter Berücksichtigung der Covid-19-Pandemie. In: Zeitschrift Diskurs 4, 325-337
Mengilli, Y./Köhler, S.-M. (2022): Veränderte (digitale) Zeit-Räume der Peers? In: GISo. Zeitschrift für Sozialisationsforschung 6, 1-14
DFG-Projekt "Peers und Partizipation von Jugendlichen im (pandemiebedingten) Wandel (PeerPartiJu)" KO 4696/6-1 (2026 bewilligt)
- Material und Methode: narrative Interviews, Gruppendiskussionen, Bildarrangements, Längsschnitt, Dokumentarische Methode
- Sample: Fokus junge Jugendliche in diversen Lernsituationen und -schwierigkeiten.
An der Schnittstelle von Jugend-, Schul- und politischer Partizipationsforschung ist das Längsschnittprojekt „Peers und Partizipation von Jugendlichen im (pandemiebedingten) Wandel (PeerPartiJu)“ als Fortsetzung von PeerPartiCo angesiedelt. Im Fokus von PeerPartiJu stehen die Perspektiven und Sozialisationsverläufe derselben jungen Menschen, die insgesamt über einen Zeitverlauf von fünf Jahren beforscht werden. Ausgehend von einer praxeologischen Wissenssoziologie wird mit der Dokumentarischen Methode als zentrale Auswertungsstrategie anhand von Interviews, Gruppendiskussionen und Bildarrangements die längsschnittlich dynamische Bedeutung von Peerbeziehungen für das direkte Erleben der Pandemie sowie die nachträgliche und ggf. zukunftsbezogene Auseinandersetzung mit deren Auswirkungen eruiert. Für die begonnene Aufarbeitung der Covid-19-Pandemie wird somit ein notwendiger Forschungsbeitrag geleistet. Per rekonstruktiver Längsschnittperspektive wird darüber hinaus ein Desiderat an Befunden zu Verläufen einer latenten politischen Sozialisation von der frühen Jugend ausgehend bis hin zum Erstwahlalter aufgegriffen.
DFG-Projekt "Peerbeziehungen und Partizipation im Wandel anlässlich der Covid-19-Pandemie (PeerPartiCo)” KO 4696/3-1
- Material und Methode: narrative Interviews, Gruppendiskussionen, Längsschnitt, Dokumentarische Methode
- Sample: Fokus junge Jugendliche in diversen Lernsituationen und -schwierigkeiten.
Das Forschungsprojekt greift das Interdependenzverhältnis schulischer und außerschulischer Bildungskontexte auf, indem gender- und differenzsensibel die Bedeutung der Peers von 12- bis 14-Jährigen für den Umgang mit der Covid-19-Pandemie mit zwei Zielausrichtungen untersucht wird. Erstens zielt die Studie darauf ab, die Veränderungen der Beziehungen zu Gleichaltrigen und den damit verbundenen Unterstützungsmöglichkeiten zu untersuchen. Zweitens soll die Relevanz der Peers für die Veränderungen von (Nicht)Partizipation betrachtet werden. Diesbezüglich werden sowohl die Möglichkeiten der (Nicht)Teilhabe an schulischer Bildung als auch der politischen (Nicht)Partizipation im konkreten Bezug auf die Covid-19-Pandemie eruiert. Im Zentrum der Untersuchung stehen zum einen junge Jugendliche, die den schulischen Lern- und Leistungsanforderungen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf nachkommen oder mit einem anderen erhöhten Exklusionsrisiko konfrontiert sind. Somit wird ein Beitrag zur Betrachtung von Lebenslagen und -weisen junger Adoleszenter geleistet, die in Studien zu veränderten Kindheiten und Jugenden anlässlich der Covid-19-Pandemie vergleichsweise wenig berücksichtigt werden (vgl. Neumann 2020). Das Vorhaben bezieht sich vertiefend auf qualitative Daten (narrative Interviews und Gruppendiskussionen), die in enger Kooperation mit der AFS Demokratieförderung und Extremismusprävention des Deutschen Jugendinstituts (Außenstelle Halle/Saale) seit Anfang 2021 erhoben werden. Im Rahmen des Projektvorhabens ist die Erhebung des zweiten Datensatzes vorgesehen. Die Auswertungen beziehen sich auf beide Datensätze.