Adaptives Lehren und Lernen in der Grundschule (ALL-GS)
In von Vielfalt und Heterogenität geprägten Grundschulklassen ist Unterricht durch die Notwendigkeit gekennzeichnet, Lernangebote kontinuierlich an unterschiedliche Voraussetzungen, Bedürfnisse und Entwicklungslagen der Schüler:innen anzupassen. Adaptiver Unterricht wird dabei nicht nur als Mittel zur Differenzierung verstanden, sondern als grundlegendes Prinzip inklusiver Bildung, das die Anerkennung individueller Lernwege und die Ermöglichung von Teilhabe für alle Kinder in den Mittelpunkt stellt.
Das Forschungsnetzwerk ALL-GS widmet sich der Aufgabe, das Konzept der unterrichtlichen Adaptivität sowie der adaptiven Lehrkompetenz systematisch zu klären, weiterzuentwickeln und für die Forschung wie auch für die Praxis fruchtbar zu machen. In einem interdisziplinären Verbund von Wissenschaftler:innen verschiedener Universitäten werden bestehende theoretische Ansätze, empirische Befunde und unterrichtspraktische Perspektiven gebündelt und kritisch reflektiert. Ziel ist es, zu einer präziseren Konzeptualisierung adaptiven Unterrichts im inklusiven Grundschulkontext beizutragen.
Nachdem in einem ersten Netzwerktreffen bereits der Begriff der Adaptivität konkretisiert und eingregrenzt werden konnte, arbeiten wir nun an einem Modell für adaptives Lehren und Lernen in der Grundschule. Dieses wurde auch im Rahmen der Grundschulforschungstagung in Köln im September 2026 in einer Special Interest Group vorgestellt. Die daraus gewonnenen Anregungen nehmen wir mit in unser nächstes Netzwerktreffen, welches im Oktober 2026 in Wuppertal stattfindet.