SiLC - Sign Language in the foreign Language Classroom

Was ist notwendig, damit bimodal-bilinguale Schüler*innen eine Fremdsprache erfolgreich lernen können?

Das Beherrschen einer Fremdsprache, z.B. Englisch, eröffnet globale Möglichkeiten der Partizipation und Bildung und ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Auch für bimodal-bilinguale Schüler*innen, d.h. Schüler*innen, die laut- bzw. schrift- und gebärdensprachlich kommunizieren, ist das Erlernen einer Fremdsprache hinsichtlich des Erlangens eines Schulabschlusses obligatorisch. Meist handelt es sich dabei um das Unterrichtsfach Englisch. Für bimodal-bilinguale Schüler*innen und deren Lehrkräfte ist der Fremdsprachenunterricht jedoch mit enormen Herausforderungen verbunden, da bestehende fachdidaktische Konzepte aus dem lautsprachlichen Bereich nicht ohne Weiteres auf die Situation bimodal-bilingual Lernender übertragen werden können. Es bedarf einer besonderen Betrachtung der kommunikativen, sozialen und auch kulturellen Bedürfnisse.

Deutschlandweit fehlt es an einer speziellen Ausbildung für Lehrkräfte, die bimodal-bilinguale Schüler*innen in einer Fremdsprache unterrichten sollen. Vorliegende Berichte aus der Praxis deuten auf eine große Diversität hinsichtlich der Umsetzung des Fremdsprachenunterrichts hin, jedoch gibt es bislang keine umfassenden Forschungsergebnisse, die eine empirische Basis für didaktische Entscheidungen in der Praxis sowie Impulse für die Ausbildung von Lehrkräften liefern.

 

 Dieser Forschungslücke widmet sich die SiLC-Forschungsgruppe mit folgenden Schwerpunkten:

 

(1) Erhebung des bundesweiten Istzustandes des Fremdsprachenunterrichts

(2) Erfassung der Lernenden- und Lehrendenerfahrung im Fremdsprachenunterricht (Motivation, Bedarfe)

(3) Untersuchung sprachübergreifender Aktivierung und Verarbeitung von ASL und Englisch bei DGS- und Deutsch-kompetenten Personen

(4)  Analyse von Code-Switching im Fremdsprachenunterricht

(5) Englischunterricht in der Inklusion

(6) Sammlung von Best-Practice-Beispielen

(7) Erstellung von Unterrichtsmaterialien

(8) Netzwerkarbeit mit Akteur*innen aus Wissenschaft und Praxis

 

 

SiLC Netzwerktreffen

 

Zweimal jährlich veranstalten wir das Netzwerktreffen "Fremdsprachenunterricht mit gebärdensprachlich-orientierten Schüler*innen" für Akteur*innen aus Wissenschaft und Schulpraxis. Dabei gibt es stets einen themenbezogenen Impulsvortrag und anschließend Raum und Zeit für Diskussionen und einen angeregten Austausch. 

 

Überblick über die bisherigen Netzwerktreffen und die Themen der Impulsvorträge: 

 

09.03.2021 - Erfahrungsbericht über das Lernen von ASL und Englisch im High School Year (Fabian Pufhan) 

15.09.2021 - Einblicke in die Ergebnisse der Masterarbeit zum Thema: Englischunterricht mit ASL Gebärden im Förderschwerpunkt HK (Ines Fister, Henriette Juche)

 

Das nächste bundesweite Netzwerktreffen "Fremdsprachenunterricht mit gebärdensprachlich-orientierten Schüler*innen" findet am 16.03.2022 digital via Zoom statt. 

Anmeldungen gern per Mail an: silc-forschungsgruppe@uni-koeln.de 

 

 

Mitglieder der Forschungsgruppe

 

 

 

 

 

H3 Kontakt zum Thema

Kristin Schlenzig
Kristin Schlenzig
Sonderschullehrerin im Hochschuldienst
Projekt SiLC Homepage zum Projekt SiLC

Raum 404

Klosterstr. 79b
Brieffach: 8
50931 Köln

Telefon 0221-470-2128
Fax
E-Mail k.schlenzig@uni-koeln.de
Sprechstunde Mittwoch 14:00 - 15:00 Uhr


Kontakt V-Card

 

       Melanie Kellner 

                                  Mail: melanie.kellner@mailbox.org