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Unsere Forschungsschwerpunkte sind:

  • Bewegung und Körperlichkeit als Schnittstelle zur Entwicklung und Bildung von Kindern mit individuellen Förderbedarf;
  • Untersuchung der Beteiligungskultur von Kindern mit risikoreichen Hintergrund und die entwicklungsförderliche Wirkung von (Spiel)Räumen;
  •  Feldforschung und Transferforschung: Konzeptionen von bewegungs- und körperbezogenen Zugängen an der Schnittstelle frühpädagogischer und schulischer Handlungsfeldern;
  • Bewegungsraum als Forschungsraum;
  • Wahrnehmung - Bewegung - als ästhetische Erfahrungsräume.

Dabei steht übergeordnet die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie über die Arbeit mit  Körperlichkeit und Bewegung Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt werden können.

 

Nachfolgeprojekt mutig+ Inklusive Diagnostik 2026

Dr.in Stephanie Bahr und Jennifer Langen

(wird zurzeit überarbeitet)

Nachfolgeprojekt mutig+ Inklusive Frühförderung 2025

Dr.in Stephanie Bahr und Jennifer Langen

Im Nachfolgeprojekt „MuTig + - Inklusive Frühförderung 2025“ wird es darum gehen, Inklusion im Rahmen der Frühförderung mit den Erkenntnissen aus den beiden Vorläuferprojekten MuTig-Projektes (Multidisziplinäre Transition in Grundschule gestalten; 2019 – 2022) in einem eigens dazu gegründeten multidisziplinären Stammteam zu definieren und zu praktizieren. Projektleitung Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung (Christa Grüber-Stankowski). Wissenschaftlich begleitet wird es vom Arbeitsbereich „Bewegungsentwicklung und Psychomotorik“ sowie vom FIBS, AN-Institut der Deutschen Sporthochschule Köln, mit dem Schwerpunkt in der Begleitung „Partizipativer Prozesse“.

Ziel des Projektes ist es in multidisziplinäres Stammteam (als Modell) mit ca. 6-8 Frühförder:innen herauszuarbeiten:

  • welche Veränderungen in Diagnostik, Förderung, Beratung und Therapie notwendig und wie sie umzusetzen sind, wenn Frühförderung sich neu am Grundkonzept der Inklusion orientiert und damit weg von der defizitären Sicht hin zu den Systemen, in denen das Kind lebt und sich entwickelt sowie
  • welche inklusiven Strukturen zu entwickeln sind, in Zusammenarbeit insbesondere mit Kita und Schule, und wie der Lebensraum so gestaltet werden kann, dass er dem Kind ermöglicht, seine Entwicklungsschritte machen zu können.

 

Dissertationsvorhaben/Dissertationsprojekte

Marlen Dambach

Arbeitstitel: Leibbeziehung in der postnatalen Matreszenz

Problemstellung: Im Zeitraum der Matreszenz kommt es zu erheblichen Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen. Vor allem der körperliche Wandel vollzieht sich in dieser Zeit schnell, geht mit gesellschaftlichen und internalisiert subjektiven Normansprüchen einher und kann als Stressor gesehen werden, der zu psychischen Veränderungen und Verunsicherungen führen kann. Dieser Wandel steht in Wechselwirkung mit der intrapersonellen Beziehungsgestaltungen. Die sich reziprok verhaltenden Veränderungen können einen stark erschütternden Blick auf das eigene Körperbild, das Selbstbild, den Selbstwert bis hin zur Identität und dem Verhalten zur Folge haben.

Die Umgestaltungen auf körperlich, psychischer und intrapersoneller Ebene lassen sich unter dem Begriff der Leiblichkeit subsumiert. Durch die veränderte Selbstbeziehung ergibt sich daraus der Forschungsgegenstand der Leibbeziehung.

Zielsetzung: In dieser Arbeit sollen die sich zeigenden Phänomene der Leibbeziehungsgestaltung, ausgelöst durch die reziporken Veränderungen der postnatalen Matreszenz, unter dem Begriff der Leiblichkeit in qualitativer Forschung explizit gemacht werden. Im besten Fall kommt es durch die situative Darstellung zu einer Konstellation eines allgemein anwendbaren Begriffs, unter dem weitere (interdisziplinärer) Forschungsvorhaben, ggf. auch quantitativer Art ausgeführt werden können.

 

Anne Katz

Arbeitstitel: Zur Bedeutung von Leiblichkeit für die Förderung entwicklungs- und gesundheitsbezogener Teilkompetenzen in der Lehrkräfteausbildung.

Das Dissertationsprojekt befasst sich mit der Frage, inwiefern ein bewusster, reflektierter Umgang mit Bewegungs- und Körpererfahrungen – unter Berücksichtigung der Doppeldeutigkeit des Erfahrungsbegriffs – der Entfremdung des eigenen Leibes begegnen und Lehramtsstudierende im Kontext von Professionalisierung darin unterstützen kann, Krisensituationen zu analysieren und in lösungsorientiertes Handeln umzusetzen.
Ein zentraler Ausgangspunkt hierbei sind Studien, die einerseits zeigen, dass Lehrkräfte grundsätzlich über ein hohes Maß an fachlichen Kompetenzen und persönlichem Engagement verfügen, andererseits liefert die Lehrkräftebelastungsforschung in Hinblick auf psychosoziale Belastungen besorgniserregende Ergebnisse (Kuhl et al. 2020). Insbesondere im Referendariat sinken Selbstwirksamkeitserwartung und die Fähigkeiten, überfachliche Kompetenzen einschätzen sowie bewusste Entscheidungen treffen zu können. „Das Gefühl der Bewältigungsmöglichkeit lässt nach und somit auch die Wahrnehmung für die eigene Person“ (Kosinar 2010). Die Annahme, der Mensch sei ein zur reflexiven Leiblichkeit fähiges Lebewesen - sei also „in der Lage mit sich selbst im Gespräch zu sein und das augenblickliche Befinden zu fühlen und zu wissen“ (Haas et al. 2014) – ist für fortführende Überlegungen grundlegend. Doch die entsprechenden Rahmenbedingungen, leibliche Regungen zu spüren, wahrzunehmen und ihnen Bedeutungen zuzuschreiben, sind im erwachsenen Alltag häufig nicht vorhanden (Haas et al. 2014; Seewald 2007).
Das qualitativ angelegte Forschungsdesign setzt auf Interviews mit Studierenden mit vielfältigen Bewegungs- und Körpererfahrungen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen können Implikationen für die Lehrkräfteausbildung und Professionalisierungsprozesse abgeleitet werden, inwiefern neben den bereits verankerten kognitiven Reflexionsräumen im Ausbildungsprozess auch (Bewegungs-)Räume des leiblichen Spürens eine Möglichkeit zur Selbstreflexion und Förderung entwicklungs- und gesundheitsbezogener Teilkompetenzen darstellen.