Über Educasts
Educasts (Kurzform für „educational podcasts") sind kurze audiovisuelle Lernressourcen zu einem abgeschlossenen Thema, die der Wissensvermittlung dienen. Sie entstehen vollständig in PowerPoint: Die Folien werden gestaltet, ein gesprochener Audiokommentar wird aufgenommen, und daraus ergibt sich ein kompaktes Lehrvideo, das Studierende und Lehrende eigenständig produzieren können — ohne dass eine spezielle Videoschnitt-Software notwendig ist.
Das Format eignet sich besonders gut, um Inhalte didaktisch reduziert und verständlich für andere aufzubereiten. Educasts können dabei in ganz unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden: als Ergänzung zu Seminarinhalten, als Lernressource für andere Studierende oder als alternatives Prüfungsformat innerhalb einer Lehrveranstaltung.
Aktueller Stand: Eine überarbeitete PowerPoint-Vorlage (Educast-Template) wird derzeit gemeinsam mit Studierenden evaluiert. Die finale Vorlage wird im dritten Quartal 2026 an dieser Stelle zum Download bereitgestellt.
Die wesentlichen Bestandteile eines Educasts
Damit aus einer Foliensammlung ein gelungener Educast wird, sollten einige inhaltliche und gestalterische Grundprinzipien beachtet werden:
Ein klar abgegrenztes Thema
Ein Educast behandelt ein einzelnes, in sich abgeschlossenes Thema – keine vollständige Vorlesung und keinen Themenkomplex. Die inhaltliche Reduktion auf das Wesentliche ist dabei selbst eine zentrale Kompetenz, die durch die Erstellung eines Educasts geschult wird.
Durchdachte visuelle Gestaltung
Inhalte werden nicht nur in Textform, sondern grafisch aufbereitet dargestellt: durch Diagramme, Organigramme, Animationen oder passende Bildmaterialien. Eine gute Foliengestaltung unterstützt das Verständnis, statt nur Text vorzulesen.
Ein gesprochener Audiokommentar
Die Folien werden durch einen eingesprochenen Kommentar erläutert. Dieser kann direkt in PowerPoint, über das Opencast Studio Plugin in ILIAS oder im automatisierten OBRS-Studio des Netzwerk Medien aufgenommen werden – je nachdem, welche technische Ausstattung zur Verfügung steht.
Korrekte Quellenangaben
Verwendete Bilder und Materialien werden mit Quellenangabe ausgewiesen. Dies betrifft insbesondere frei lizenzierte Bilder (z. B. CC-Lizenzen), die nach der TULLU-Regel (Titel, Urheber, Lizenz, Lizenz-URL, Ursprungsort) gekennzeichnet werden sollten.
Gute Beispiele aus den Seminaren
Die folgenden Educasts sind in Seminaren des Netzwerk Medien entstanden. Sie zeigen, wie unterschiedlich das Format inhaltlich eingesetzt werden kann – von filmwissenschaftlichen Themen bis zu aktuellen geschichtspolitischen Debatten.
Die Gesichter des Horrors
Charlotte Schuhmacher (Lehramt)
Eine Einführung in die Subgenres des Horrorfilms. In chronologischer Reihenfolge werden Entwicklungen im Horrorfilmgenre und die daraus entstehenden Subgenres vorgestellt. Der Educast bietet eine Grundlage, um sich weiter mit den filmtechnischen Merkmalen der einzelnen Subgenres zu befassen, und bezieht sich dabei auf den englischsprachigen Raum.
Making America's History (like Trump wants it)
Isabell Jäger (Master Public History)
Wessen Geschichte wird erzählt – und wer entscheidet das? Der Educast analysiert, wie die Trump-Administration mit der Executive Order „Restoring Truth and Sanity to American History" direkt in US-amerikanische Bildungsinstitutionen eingreift, und diskutiert, was das für Public History und demokratische Geschichtserzählung bedeutet.
Fragen?
Bei Fragen zur Erstellung eines eigenen Educasts wenden Sie sich an den E-Learning-Support des Netzwerk Medien: e-learning@hf.uni-koeln.de