Forschung

 

Learning Cultures in kindergartens in international comparison (Russia / Germany): Social figurations and dynamics between children, teacher and the environment (2017-2020)

Research cooperation between Moscow City University and the University of Cologne

Aim: An empirically based development of pedagogical theory, exploratory case study. Preparation of further cooperation in research.

In times of a globalisation of ideas, aims and results in kindergartens (OECD – PISA study for kindergartens) the question arises: Are there – according to Vygotsky – historically formed cultural processes and learning cultures in kindergartens? How are they created and how important are traditions, values and horizons which structure the interactions between teacher and children and material environments? The meaning emerging in each situation is dynamic, fluid, and complex, so the first and most important tool of my research are video-analysis of interactions. The aim is to understand the processes of enculturation and of creating learning cultures by teacher, children (and maybe parents).

Outline of the study

  1. Observation in kindergartens in Moscow between 27. March 2017 - 8. June 2017 with videotaping.
  2. Group discussion with kindergarten teachers and educational management of the kindergartens I have observed (each kindergarten separately).
  3. Discussion of pedagogical theories, educational research and preliminary results with Prof. Dr. Igor Shiyan and his team and with scientists from other universities in Moscow.
  4. Two Visits to Moscow in 2018 to discuss further steps of cooperation and present first results in Conferences.

Method: Ethnographical research with phenomenological analysis and also analysis of the objects and surroundings of these learning cultures including the ”standards“ and theories.

Results of the comparative study (Moscow, Cologne) will be presented at an international conference about learning cultures in kindergartens at the University of Cologne (2019) with Prof. Dr. Igor Shiyan from Moscow City University et al.

Förderung durch die Universität zu  Köln.
 

Wissenschaftliche Begleitstudie zum Modellprojekt. schreib.mal.spiel

Prof. Dr. Ursula Stenger, wiss. Mitarbeiter: Simon Streiffels

Die wissenschaftliche Studie ist als qualitativ-responsiv ausgerichtete Evaluation des Modellprojekts des Malorts e.V. angelegt, welches nach Arno Stern mit Kindern aus benachbarten Grundschulen arbeitet, welche aufgrund von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten von Lehrkräften ausgewählt wurden. Demnach werden zunächst Handlungs- und Entwicklungsprozesse im Mal- und Schreib-Ort beforscht, um genauer zu verstehen, wie, durch welche Faktoren, Bedingungen und Interaktionsformen unterstützt, Kinder in konzentrierte Phasen kommen, wie sie die Konzentration auch über länger Zeit halten können, ob und wenn ja auf welche Weise daraus Fähigkeiten und Strategien entstehen, die ihnen insgesamt ein aufmerksameres, konzentrierteres Handeln ermöglichen. Hierbei werden schriftliche, teilnehmende Beobachtungen dokumentiert sowie die Dokumentation und Analyse von Bildfolgen ausgewählter Kinder genutzt.

Volumen: 90.000€
Finanziert von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Laufzeit: April 2016-März 2019

 

»Aktueller Forschungsstand frühkindliche ästhetische/kulturelle Bildung« (Expertise)

Prof. Dr. Ursula Stenger, Lina Kirsch

Expertise zu theoretischen Grundlagen und empirischen Forschungen zur Frage frühkindlicher ästhetischer und kultureller Bildung in Deutschland und im internationalen Vergleich. Ausgehend vom Forschungsstand sollen neue Forschungsbedarfe zu diesen Themen identifiziert werden. Dabei sind Praxistransfermöglichkeiten wissenschaftlicher Erkenntnisse zu berücksichtigen.

Gesamtvolumen: 9.640€
Finanziert durch die Robert Bosch Stiftung

Laufzeit: 1.10.2018 – 31.3.2019

 

»RaumQualitäten« – Eine Topographie des pädagogischen Raums in Kindertageseinrichtungen

Verbundprojekt: Prof. Dr. Ursula Stenger und Prof. Dr. Claus Stieve, TH Köln

Mit dem Funktionswandel von Kindertagesstätten zu expliziten Bildungseinrichtungen haben auch deren Räume eine konzeptionell weitreichende Transformation erfahren. Sie wurden zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Debatte um die Bildungsqualität von Kindertageseinrichtungen.
Anregende Lernumgebungen gelten als notwendige Voraussetzung für gute Bildung und Betreuung. Demgegenüber gibt es bislang nur wenig empirische Erkenntnisse zur tatsächlichen Wirkung aktueller frühpädagogischer Räume auf Kinder und zu konkreten
Prozessen ihrer Raumaneignung.
Mit dem Ziel, eine qualitative Bestimmung des anregenden Raumes zu entwickeln, widmet sich das topographisch orientierte Forschungsprojekt RaumQualitäten diesem Forschungsdesiderat und erforscht aus einer phänomenologischen Perspektive heraus die konkreten Intentionen und Gestaltungen pädagogischer Räume im Verhältnis zur Raumaneignung von Kindern. Innerhalb verschiedener aktueller Qualitätskonzepte verortet, fokussiert das Forschungsprojekt den prozessualen Charakter von Qualität: Wie werden geschaffene räumliche Strukturen wirksam? Zu welchem differenten Handeln regen Räume und Dinge an? Wie lassen sich aus einer Analyse des pädagogischen Raums pädagogische Raumqualitäten bestimmen?

Gesamtvolumen: 467.851 €
Vorbehaltlich der Prüfung einer weiteren Prüfinstanz ist der Antrag zur Bewilligung vorgesehen (BMBF)
Laufzeit: 1.1.2019 – 31.12.2021
 

 

Theoretische Zugänge zur Pädagogik der frühen Kindheit. Eine kritische Vergewisserung.

Prof. Dr. Ursula Stenger gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Stieve (TH Köln)

Es geht somit um die Befragung von theoretischen Begründungsfiguren sowie um das Erproben unterschiedlicher Zugänge zur frühen Kindheit und zur Gegenstandsfrage ihrer Pädagogik. Wie konstituieren Institutionalisierungen, Bezugstheorien, Praktiken und Begriffe jeweils ein Gegenstandsfeld? Welche Phänomene treten besonders hervor? Wie lässt sich dieses jeweilige Gegenstandsfeld kritisch analysieren und wie lassen sich aus dieser Befragung Ansätze zu einem gegenstandstheoretischen Diskurs und eine Verständigung über Kernbegriffe in der Pädagogik der frühen Kindheit gewinnen?

Erst aus der Reflexion auf die Frage, was der Gegenstand einer Pädagogik der frühen Kindheit sein kann, ergeben sich Forschungsperspektiven und Reflexionsmöglichkeiten für Prozesse der Qualitätsentwicklung des Feldes, da ohne eine Richtungsbestimmung Forschung beliebig und richtungslos bleibt.
Die Publikation ist Ergebnis der 1–2 mal jährlich durch Stenger/Stieve organisierten Theorie-AG (der Kommission Pädagogik der frühen Kindheit, der DGFE)

Laufzeit: 2010–2018

 

 

Abgeschlossene Projekte (Auswahl):

 

Forschungs- und Evaluationsprojekt zur Durchlässigkeit im Bildungssystem.

(gemeinsam mit Prof. Jo Jerg, EH Ludwigsburg)

Anerkennung von Ausbildungszeiten an Fachschulen für Sozialpädagogik (Erzieherinnenausbildung) für Bachelor Studiengänge Frühkindliche Bildung und Erziehung.

Ziele: Schaffung einer empirischen Datenbasis für die Anerkennungvon Ausbildungszeiten, Vergleich der Formen von Durchlässigkeit an baden-württembergischen Hochschulen.

Methode: Quantitative Befragung der Hochschulen zum Thema, Qualitative Erhebung: Interviews mit Studierenden zur Bewältigung der Studienanforderungen, Interviews mit HochschulllehrerInnen zum Thema.

Volumen: 90.000€
Finanzierung:
Kultusministerium Baden-Württemberg und Robert Bosch Stiftung
Laufzeit:  2010–2013

 

Bildungs- und Lernprozesse in Gruppen. Eine Studie mit dem Kinderhaus Violetta in Ludwigsburg

Ziel: Erforschung des Zusammenhangs von Lernkultur, Lernprozessen von Einzelnen und Gruppen wie auch der Dokumentationsform von Lernprozessen.

Methode: Videographische Beobachtungen, Befragungen.

Volumen: 9.000€
Finanzierung:
PH Ludwigsburg
Laufzeit: 2010–2011

 

Frühe Formen und Prozesse kultureller Bildung (2001–2007)

Ziel: Videographische Erforschung der Krippe als Bildungsort: Pädagogische und soziale Dimensionen kultureller Bildung einzelner Kinder.

Methode und Anliegen: Ethnographisch ausgerichtete Langzeitstudie mit der Beobachtung ausgewählter Kinder vom Eintritt in die Krippe mit 10 Monaten bis zu ihrem Wechsel in den Kindergarten mit ca. 3 Jahren.

Ziel der Studie war es, Bildungsmedien und Ausdrucksformen des Kinderlebens, wie auch Dimensionen von Bildungsprozessen zu verstehen und aufzuweisen. Wie sehen Lernwege aus, in denen Kinder kulturelle Werkzeuge nutzen lernen und Sinnhorizonte eröffnet werden können? Welche Rolle spielt dabei die Qualität der Beziehung? Die Auswertung der Videos, Interviews und Dokumente erfolgt in Form einer thematischen Fallstudie mit Hilfe der phänomenologischen Methode. Ein weiteres Anliegen war es ein Konzept zu entwickeln, das kindliche Bildungsprozesse in ihrer Motivation und Vielfalt sichtbar werden lässt, um daraus Schlüsse für die Aufgaben der Erziehenden und Lehrenden, sowie für deren Aus- und Weiterbildung zu ziehen.

Eigenfinanziert durch: Universität Würzburg
Laufzeit: September 2001–Januar 2004

 

Mitglied der Steuergruppe des Projekts: Elementare Didaktik der Pädagogik der frühen Kindheit

Ziel: Bestandsaufnahme elementarpädagogischer Handlungskonzepte und ihrer Didaktik/Methodik Entwicklung pädagogischer Handreichungen zurDidaktik und Methodik für frühpädagogische Studiengänge an Hochschulen.

Methode: Erstellung und Einholung von Expertisen, Erarbeitung eines Konzepts für ein Print- und ein Onlineprodukt in der Projektgruppe.

Volumen: 10.000€
Finanzierung: Robert Bosch Stiftung. Projekt Profis in Kitas.
Laufzeit: 2009–2011