Professur Stenger

Forschung

 

Wissenschaftliche Begleitstudie zum Modellprojekt. schreib.mal.spiel

Prof. Dr. Ursula Stenger, wiss. Mitarbeiter: Simon Streiffels

Die wissenschaftliche Studie ist als qualitativ-responsiv ausgerichtete Evaluation des Modellprojekts des Malorts e.V. angelegt, welches nach Arno Stern mit Kindern aus benachbarten Grundschulen arbeitet, welche aufgrund von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten von Lehrkräften ausgewählt wurden. Demnach werden zunächst Handlungs- und Entwicklungsprozesse im Mal- und Schreib-Ort beforscht, um genauer zu verstehen, wie, durch welche Faktoren, Bedingungen und Interaktionsformen unterstützt, Kinder in konzentrierte Phasen kommen, wie sie die Konzentration auch über länger Zeit halten können, ob und wenn ja auf welche Weise daraus Fähigkeiten und Strategien entstehen, die ihnen insgesamt ein aufmerksameres, konzentrierteres Handeln ermöglichen. Hierbei werden schriftliche, teilnehmende Beobachtungen dokumentiert sowie die Dokumentation und Analyse von Bildfolgen ausgewählter Kinder genutzt.

Volumen: 90.000€
Finanziert von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW
Laufzeit: April 2016-März 2019

 

Theoretische Zugänge zur Pädagogik der frühen Kindheit. Eine kritische Vergewisserung.

Prof. Dr. Ursula Stenger gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Stieve (TH Köln)

Es geht somit um die Befragung von theoretischen Begründungsfiguren sowie um das Erproben unterschiedlicher Zugänge zur frühen Kindheit und zur Gegenstandsfrage ihrer Pädagogik. Wie konstituieren Institutionalisierungen, Bezugstheorien, Praktiken und Begriffe jeweils ein Gegenstandsfeld? Welche Phänomene treten besonders hervor? Wie lässt sich dieses jeweilige Gegenstandsfeld kritisch analysieren und wie lassen sich aus dieser Befragung Ansätze zu einem gegenstandstheoretischen Diskurs und eine Verständigung über Kernbegriffe in der Pädagogik der frühen Kindheit gewinnen?

Erst aus der Reflexion auf die Frage, was der Gegenstand einer Pädagogik der frühen Kindheit sein kann, ergeben sich Forschungsperspektiven und Reflexionsmöglichkeiten für Prozesse der Qualitätsentwicklung des Feldes, da ohne eine Richtungsbestimmung Forschung beliebig und richtungslos bleibt.
Die Publikation ist Ergebnis der 1–2 mal jährlich durch Stenger/Stieve organisierten Theorie-AG (der Kommission Pädagogik der frühen Kindheit, der DGFE)

Laufzeit: 2010–2018

 

 

Abgeschlossene Projekte (Auswahl):

 

Forschungs- und Evaluationsprojekt zur Durchlässigkeit im Bildungssystem.

(gemeinsam mit Prof. Jo Jerg, EH Ludwigsburg)

Anerkennung von Ausbildungszeiten an Fachschulen für Sozialpädagogik (Erzieherinnenausbildung) für Bachelor Studiengänge Frühkindliche Bildung und Erziehung.

Ziele: Schaffung einer empirischen Datenbasis für die Anerkennungvon Ausbildungszeiten, Vergleich der Formen von Durchlässigkeit an baden-württembergischen Hochschulen.

Methode: Quantitative Befragung der Hochschulen zum Thema, Qualitative Erhebung: Interviews mit Studierenden zur Bewältigung der Studienanforderungen, Interviews mit HochschulllehrerInnen zum Thema.

Volumen: 90.000€
Finanzierung:
Kultusministerium Baden-Württemberg und Robert Bosch Stiftung
Laufzeit:  2010–2013

 

Bildungs- und Lernprozesse in Gruppen. Eine Studie mit dem Kinderhaus Violetta in Ludwigsburg

Ziel: Erforschung des Zusammenhangs von Lernkultur, Lernprozessen von Einzelnen und Gruppen wie auch der Dokumentationsform von Lernprozessen.

Methode: Videographische Beobachtungen, Befragungen.

Volumen: 9.000€
Finanzierung:
PH Ludwigsburg
Laufzeit: 2010–2011

 

Frühe Formen und Prozesse kultureller Bildung (2001–2007)

Ziel: Videographische Erforschung der Krippe als Bildungsort: Pädagogische und soziale Dimensionen kultureller Bildung einzelner Kinder.

Methode und Anliegen: Ethnographisch ausgerichtete Langzeitstudie mit der Beobachtung ausgewählter Kinder vom Eintritt in die Krippe mit 10 Monaten bis zu ihrem Wechsel in den Kindergarten mit ca. 3 Jahren.

Ziel der Studie war es, Bildungsmedien und Ausdrucksformen des Kinderlebens, wie auch Dimensionen von Bildungsprozessen zu verstehen und aufzuweisen. Wie sehen Lernwege aus, in denen Kinder kulturelle Werkzeuge nutzen lernen und Sinnhorizonte eröffnet werden können? Welche Rolle spielt dabei die Qualität der Beziehung? Die Auswertung der Videos, Interviews und Dokumente erfolgt in Form einer thematischen Fallstudie mit Hilfe der phänomenologischen Methode. Ein weiteres Anliegen war es ein Konzept zu entwickeln, das kindliche Bildungsprozesse in ihrer Motivation und Vielfalt sichtbar werden lässt, um daraus Schlüsse für die Aufgaben der Erziehenden und Lehrenden, sowie für deren Aus- und Weiterbildung zu ziehen.

Eigenfinanziert durch: Universität Würzburg
Laufzeit: September 2001–Januar 2004

 

Mitglied der Steuergruppe des Projekts: Elementare Didaktik der Pädagogik der frühen Kindheit

Ziel: Bestandsaufnahme elementarpädagogischer Handlungskonzepte und ihrer Didaktik/Methodik Entwicklung pädagogischer Handreichungen zurDidaktik und Methodik für frühpädagogische Studiengänge an Hochschulen.

Methode: Erstellung und Einholung von Expertisen, Erarbeitung eines Konzepts für ein Print- und ein Onlineprodukt in der Projektgruppe.

Volumen: 10.000€
Finanzierung: Robert Bosch Stiftung. Projekt Profis in Kitas.
Laufzeit: 2009–2011