Department Heilpädagogik und Rehabilitation

Nachrichten aus dem Bereich Department Heilpädagogik :

Am 13. Januar 2017 hat Dr. Harry Fuchs von der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation einen hervoragend Vortrag zum Bundenteilhabegesetzt gehalten. Rund 110 Besucherinnen und Besucher haben den Weg in diese gelungene Veranstaltung, initiert von Prof.´in Dr. Mathilde Niehaus und Prof. Dr. Robert Bering, gefunden.
Einladungsposter zum Vortrag von Dr. Fuchsgroßer Raum mit Zuhörenden und Dr. Fuchs


Ein Workshopangebot im Rahmen des Masterstudiums im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung.
Die Reflexion des Praxissemesters durch die Studierenden und die Evaluation der bisherigen Kohorten haben verschiedenste Erkenntnisse hervorgebracht, mit denen sich der Arbeitsbe-reich Geistigbehindertenpädagogik auch zukünftig auseinandersetzen muss.

Ein spezifischer Handlungsbedarf wurde für den Bereich der Unterstützten Kommunikation identifiziert, da die Erfahrungen im Praxisfeld Schule den Studierenden die Relevanz dieses Themenfeldes und zudem den Bedarf an individueller Handlungsfähigkeit deutlich machten.

Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung von 20 Stunden, die zweimal angeboten wurde, stand zum Einen die Vermittlung theoretischer Grundlagen der Unterstützten Kommunikati-on mit Menschen mit geistiger Behinderung im Vordergrund, zum Anderen die (Einsatz-) Möglichkeiten Unterstützter Kommunikation an der Förderschule mit dem Förderschwer-punkt Geistige Entwicklung. Diese wurden von der erfahrenen Sonderpädagogin Verena Donajski angeboten und von den Studierenden handlungsorientiert und praxisnah erprobt.


Anschauung und Erprobung der UK Materialien
Anschauung und Erprobung standen im Mittelpunkt der Workshops


Der letzte Workshop fand in der Vorweihnachtszeit statt, so dass diese thematisch berücksichtigt wurde.


Oh Tannenbaum mit Gebärden
„Oh Tannenbaum" mit lautsprachunterstützenden Gebärden

Die Studierenden bewerteten die Veranstaltungen durchweg positiv, besonders hervorge-hoben wurden dabei der Praxisbezug, die alltagsnahe und realitätsbezogene Vermittlung und die Möglichkeit, Material zu erproben:
„Ich fand es super, dass wir alles ausprobieren konnten und Frau Donajski wirklich offen auf all unsere Fragen reagiert hat!"
„...eigentlich müsste das verpflichtend sein..."
„Ich fand es nach meinen Erfahrungen im Praxissemester total hilfreich, dass jemand aus der Praxis uns mit Problemen aus der Praxis konfrontiert hat."
„Vor allem das Gebärdenlernen hat Spaß gemacht und ich will mich jetzt selber drum küm-mern, da noch mehr zu lernen."


Kontakt: Dr. Caren Keeley - ckeeley@uni-koeln.de


Das Vorhaben hat das Ziel, den Studierenden zu ermöglichen, ihre Expertise sowohl in wissenschaftlich fundierter Praxis als auch praxisorientierter Wissenschaft zu erwerben und eine Identität der im späteren Berufskontext der Der Einsatz von ePortfolios in der Lehre und in Prüfungen erlaubt eine individuelle Lernbegleitung und Reflexion der Studierenden. Hauptbestandteil eines ePortfolios ist die Sammlung von Arbeitsergebnissen, die mit Anmerkungen von Lehrenden, Hilfskräften und Kommilitonen, Feedback-Möglichkeiten und persönlichen Reflexionen verbunden werden können. Die Lernenden tragen mithilfe der Lernplattform ILIAS im Verlauf ihres Studiums einen Materialkorpus zusammen, der ihre Entwicklung widerspiegelt. Dies ermöglicht den Studierenden sowohl Lehrveranstaltungen miteinander, als auch diese mit Praktikumserfahrungen außerhalb der Hochschule in Beziehung zu setzen und im Zusammenhang mit ihren persönlichen Zielen zu reflektieren.

Zur technischen Unterstützung im BA Studiengang Sprachtherapie wurden die Dozierenden bzw. Tutorinnen in 2 fortgeschrittenen Workshops zu E-Learning gecoacht und zusammen mit Frau Weber vom CompetenceCenter E-Learning die ILIAS-Grundlage geschaffen (s. Abb. 1). Die Studierenden erhielten die Möglichkeit des wöchentlichen online-Chats über das ILIAS-System mit einer der Tutorinnen, sowie Tutorien und eigens erarbeitete Handouts zur Verwendung von ILIAS.
Ilias Oberfläche

Abb. 1: Startseite des ePortfolio-ILIAS-Kurses zum Basismodul 8


Es erfolgte eine erste Implementierung der Methode im Basismodul (BM 8) des BA Sprachtherapie zu Qualitätsmanagement, Beratung, Didaktik und Forschungsmethoden. Die 23 Studierenden des dritten Semesters waren aufgefordert, ein eigenes "Fallbeispiel" aus der sprachtherapeutischen Praxis mit anonymisierten Hintergrunddaten und einer ausgefüllten standardisierten Sprachdiagnostik mit in den Kurs Therapiedidaktik zu bringen, woran dann über 2 Semester und in weiteren Seminaren sowie durch eine Modulabschlussprüfung (MAP) als Portfolio die erlernten theoretisch-wissenschaftlichen Inhalte an einem "Fall" praktisch angewendet werden können. Hierbei wurden theoretische Inhalte von den Studierenden als ILIAS-Test (mit Antwortpräsentation) für die anderen Komilitonen gestaltet und ein Glossar erstellt. Zuerst erfolgte die Auswertung der Diagnostik in der Kleingruppe, was als ILIAS-Übung eingereicht werden konnte. Des Weiteren wurde theoretisch ein Anamnesefragebogen für den Einsatz in der Arbeit mit Patienten erarbeitet und in einer Kleingruppe im Rollenspiel ausprobiert, gefilmt, verschriftlicht, hochgeladen, und mit den? Dozierenden reflektiert (s. Abb 2).Von Studierenden selbst gefilmte Anamnese-Situation
Abb. 2: Von Studierenden selbst gefilmte Anamnese-Situation (Rollenspiel)


Die verschriftlichten Anamnesen wurden im Peer-review reflektiert und anschließend überarbeitet. Nach einer Grobziel-Erstellung für 10 Therapieeinheiten ist ein weiteres Ergebnis die gemeinsame Entwicklung und Gestaltung einer detaillierten Therapieeinheit nach sprachtherapiedidaktischen Vorgaben, die im Sommersemester 2017 mit neuen Inhalten aus den Kursen Beratung/Therapeutenverhalten und Qualitätsmanagement weiterentwickelt wird.
Somit konnte es konsequent umgesetzt werden, Lerninhalte aus einzelnen Kursen zu lösen und übergreifend an einem praktischen Beispiel ineinanderfließen zu lassen, um den Studierenden einen noch größeren Praxisbezug in ihrem Studium zu ermöglichen.
Feedback: "Ich finde die Verbindung von den Lehrinhalten mit dem eLearning sehr gut. Die Erarbeitung der Inhalte hat Spaß gemacht, da es im Gegensatz zu anderen Seminaren eine gute Abwechslung war."
"Durch die Auseinandersetzung eines konkreten Falls in einer Kleingruppe, welcher sich durch den ganzen Kurs zieht, kann man viele Unsicherheiten noch gemeinsam diskutieren und nimmt viel mit."



Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem Einsatz des ePortfolios im aktuellen Semester wurden bereits die Umsetzung der Methode in festen Lehraktivitäten ab Studienjahr 2017/18 konzipiert.



Projektkoordination und -mitarbeit: Dr. Sandra Neumann, Dr. Anna Stielow, Carola de Beer M.Sc., Tutorinnen: Julia Grosse & Miriam Macher  

Das Projekt ermöglicht Studierenden einen Zugang zu einer Standardsoftware zur Verhaltensbeobachtung und deren statistischer  Auswertung.  Durch  den  Einsatz  der  Beobachtungssoftware INTERACT  bieten  sich  bei  der  Ausbildung  der  Studierenden  im  Lehramt für sonderpädagogische Förderung neue Möglichkeiten innovativer Lehr- und Lernerfahrungen. So dient die Software der Veranschaulichung von diagnostischen  Prinzipien zu Verhaltensbeobachtung (z.B. Event sampling).

Desweiteren kann die Software zur Qualitätssicherung im Skills Lab angewandt werden - zur Verbesserung der Diagnostikkompetenz der Studierenden und als Unterstützungstool für die Beratung im Skills Lab angewandt werden.

Bisher wurde die Software Interact den Studierenden in der Entwicklungspsychologie und in den Veranstaltungen zur Diagnostik mit Bezug zum 1. Förderschwerpunkt vorgestellt. In GM4.1 diente sie der Veranschaulichung des Prinzips des Event Codings.

Die Rückmeldung der Studierenden auf die Frage ob das Beispiel der Verhaltenssoftware Interact geholfen habe Event sampling besser zu verstehen beantworteten z.B. in einem Seminar 19/20 Teilnehmern eindeutig mit JA und 20/20 konnten sich vorstellen die Verhaltensbeobachtungssoftware beim Schreiben einer empirischen Bachelorarbeit zum Thema Verhaltensbeobachtung zu nutzen.

Im Rahmen des Skillslabpraktikums wurde Interactzwei Studierende arbeiten am Computer auch schon zur Auswertung von Beobachtungsdaten eingesetzt. Zudem gibt es Studierende die eine empirische Bachelorarbeit unter Einsatz von Interact schreiben werden.

Kontakt: Eva.Fraedrich@uni-koeln.de


Studentin von PC am SchreibtischIm Rahmen des forschungsorientierten Master-Verbundstudiengang Versorgungswissenschaft findet im Sommersemester die Lehrveranstaltung „Anwendung einer qualitativen Methode" des Basismoduls „Methodenvertiefung" statt.


Die Studierende durchlaufen in dem qualitativen Methodenseminar alle Schritte des Forschungsprozesses - Entwicklung einer versorgungsrelevanten Forschungsfrage, Entwicklung eines Interviewleitfadens, Durchführung von Einzelinterviews, Transkription der Daten, Auswertung der Daten beispielsweise nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring oder Grounded Theory nach Anselm Strauss.

In der qualitativen Sozialforschung hat sich unter anderem aus qualitätssichernden Gründen das Arbeiten mit einer sogenannten Analysesoftware etabliert. Mit Hilfe der Software kann das Datenmaterial klassifiziert werden, es bestehen zudem die Möglichkeiten einer Interco-der-Übrereinstimmungsanalyse, weiterer Ähnlichkeitsanalysen sowie häufigkeitsbasierter deskriptiver Analysen.

Des Weiteren ermöglicht die Analysesoftware eine transparente Darstellung der einzelnen Auswertungsschritte, das gemeinsame Arbeiten an einem Fall (z.B. Einzelinterview, Fokusgruppe) als auch die Zusammenführung mehrerer Fälle.

Im Rahmen der QVM-Projekte 2016 des Department Heilpädagogik konnten 10 Lizenzen der Analysesoftware Max QDA erworben werden. Diese konnten bereits von der 1. Generation des Master-Verbundstudiengangs Versorgungswissenschaft genutzt werden.
Kontakt: ute.karbach@uni-koeln.de

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen hat im Juli 2106 die umfassende Broschüre "Sonderpädagogische Förderschwerpunkte in NRW. Ein Blick aus der Wissenschaft in die Praxis" veröffentlicht.
Sie gibt grundlegende Informationen zu den einzelnen Förderschwerpunkten und steht allen Schulen in NRW zur Verfügung.

Aus unserem Department haben Prof. Dr. Jens Boenisch, Gino Casale, Prof. Dr. Barbara Fornefeld, Prof. Dr. Thomas Hennemann, Prof. Dr. Thomas Kaul und Prof. Dr. Hans-Joachim Motsch an diesem gelungenen Projekt mitgewirkt.

Sie erhalten die Broschüre hier online.

Bald ist es soweit und die ersten Studierenden reichen Ihre Abschlussarbeiten im Prüfungsamt Heilpädagogik ein. Dann können sie einige Wochen später ihr Bachelorzeugnis in den Händen halten.
Zum Wintersemester 2016/2017 haben sie sich bereits auf Master Studiengänge in Köln und anderswo beworben. Zum Abschluss des gemeinsamen Weges, des allerersten Jahrgangs im B.A. Frühförderung, fand am 13. September eine kleine Abschlussfeier statt.


Absolventenfeier B.A. Fruehfoerderung


Titelseite des Postionspapier zur Imklusion des Department Heilpädagogik