StrateGe - Evaluation strategieorientierter Genusförderung im Schulalter

Verantwortlich

PD Dr. Tanja Ulrich

Zeitraum

01.10.2018-30.09.2024

Förderung

Beschreibung

Hintergrund: Die korrekte Verwendung von Artikeln stellt viele Kinder, die mit einer Spracherwerbsstörung und/oder im Kontext von Mehrsprachigkeit aufwachsen, vor eine schwer lösbare Entwicklungsaufgabe. Die unscheinbaren Wörtchen "der", "die", "das" tauchen jedoch in nahezu jedem Satz auf, den wir sprechen und schreiben. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle beim Erwerb grammatischer, narrativer und schriftsprachlicher Kompetenzen und haben daher einen großen Einfluss auf den Bildungserfolg von Kindern. Statt möglichst viele Artikel-Nomen-Zuordnungen mühevoll zu trainieren, zielt die strategieorientierte Genusförderung StrateGe - Strategien zum Genuslernen auf eine Aktivierung der kindlichen Selbstlernfähigkeit in einer Kleingruppe. Im Rahmen von nur acht Therapieeinheiten entdecken, erforschen und erproben die Kinder Artikel in ihrer Alltagssprache. Ergänzt wird das Programm durch indirekte Maßnahmen in Bezug auf das kindliche Umfeld in Familie und Schule. Ziel: Entwicklung und Evaluation eines strategieorientierten Therapiekonzeptes Methode: In einem ersten Schritt wurde eine Bedarfsanalyse (Vergleich des Ist- und Soll-Zustands) in Hinblick auf ein Genusförderkonzept für Schüler*innen mit sprachlichem Unterstützungsbedarf durchgeführt. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die Schüler*innen gehäuft Schwierigkeiten im Genuserwerb aufweisen und die Genusförderung, wie sie aktuell durchgeführt wird, nicht dem Soll-Zustand entspricht. Es herrscht also ein Bedarf für die (Weiter-)Entwicklung und Evaluation von wirksamen Genusförderkonzepten. Ausgehend von mehreren Pilotstudien und den Ergebnissen der Bedarfsanalyse wurde das Genusförderkonzept StrateGe weiterentwickelt. Die Effektivität der strategieorientierten Genusförderung wird nun im Rahmen einer kontrollierten und randomisierten Interventionsstudie überprüft.

Description

Background: The correct use of articles presents many children growing up with a language acquisition disorder in and/or the context of multilingualism with a developmental task that is difficult to solve. However, the inconspicuous little words der, die, das (the) appear in almost every sentence we speak and write. They also play an important role in the acquisition of grammatical, narrative, and written language skills, and therefore have a major influence on children's educational success. Instead of painstakingly training as many article-noun associations as possible, the strategy-oriented treatment of grammatical gender marking StrateGe - Strategies for Learning Grammatical Gender aims at activating children's self-learning abilities in a small group. Within the framework of only eight therapy units, the children discover, explore and try out articles in their everyday language. The programme is supplemented by indirect methods relating to the child's environment in the family and school. Aim: Development and evaluation of a strategy-oriented therapy programme. Method: In a first step, a needs assessment (comparison of the current and target state) was carried out to investigate the treatment of grammatical gender marking for pupils with special communication needs. The results indicate that the pupils often show difficulties in the acquisition of grammatical gender and that the treatment as it is currently implemented does not correspond to the target state. Therefore, a need exists for (further) development and evaluation of treatment programmes. Based on several pilot studies and the results of the needs assessment, the treatment of grammatical gender marking StrateGe was further developed. The effectiveness of the strategy-oriented treatment is to be subsequently tested in a controlled and randomized intervention study.