Diagnostische Ansätze zur Identifikation Kognitiver Kommunikationstörungen nach Erworbener Hirnschädigung (DiaKoKos)

Verantwortlich

Dr. Kristina Jonas

Zeitraum

01.04.2018-31.12.2022

Förderung

Mitwirkung für Studierende in Form von Forschungspraktika und Qualifikationsarbeiten möglich. Inhaltliche Beteiligung sowie finanzielle Unterstützung durch die Fachgesellschaften 'Gesellschaft für Aphasieforschung und -behandlung' (GAB) e.V. und Bundesverband für Klinische Linguistik (BKL) e.V. sowie finanzielle Unterstützung des Departments für Heilpädagogik und Rehabilitation, Universität zu Köln

Beschreibung

Bei Kognitiven Kommunikationsstörungen handelt es sich um sprachlich-kommunikative Auffälligkeiten, deren Symptome aus einer Störung des komplexen Interaktionsverhältnisses kognitiver, emotionaler, linguistischer, physischer, behavioraler und psychosozialer Faktoren resultieren (American Speech-Language-Hearing Association (ASHA), 2005; MacDonald 2017; Togher et al., 2014). Auffälligkeiten zeigen sich entsprechend in sprachlich-kommunikativ komplexeren Anforderungsbereichen, wie etwa im Bereich der Sozio-Pragmatik, im Diskursverhalten oder der semantischen Feindifferenzierung. Das Störungsbild der Kognitiven Kommunikationsstörungen ist in der sprachtherapeutischen Versorgung in Deutschland bislang jedoch noch nicht ausreichend etabliert: So existiert aktuell kein standardisiertes Diagnostikverfahren, das eine zuverlässige Identifikation von kognitiven Kommunikationsstörungen ermöglicht (Büttner & Glindemann, 2019). Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung von standardisierten Diagnostikverfahren zur reliablen Identifikation und Schweregradbestimmung von Symptomen kognitiver Kommunikationsstörungen. Weiterhin sollen grundlagentheoretische Fragestellungen zum Bedingungsgefüge, insbesondere dem Zusammenhang sozial-kognitiver Fähigkeiten mit kommunikativer Kompetenz bei Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen untersucht werden.

Description

Cognitive communication disorders (CCDs) result from a disruption of the complex interaction of cognitive, emotional, linguistic, physical, behavioral, and psychosocial factors (American Speech-Language-Hearing Association (ASHA), 2005; MacDonald 2017; Togher et al., 2014). Accordingly, impairments become evident in more complex communication settings, such as in the area of socio-pragmatics, discourse, or higher-level semantics. However, the construct of cognitive communication disorders has not yet been sufficiently established in German speech language therapy: currently no standardized diagnostic procedure that enables a reliable diagnosis of cognitive communication disorders is available (Büttner & Glindemann, 2019). Aim of the project is the development and testing of standardized diagnostic procedures for the reliable identification and severity assessment of subtle cognitive communication disorders. Furthermore, research questions about the causality of CCDs, in particular the relationship between social cognition and communication competence in people with acquired brain injury, are investigated.