Fachdidaktik des Unterrichtsfaches Pädagogik

Aktuelle Projekte im Arbeitsbereich 'Unterrichtsfach Pädagogik'

 

Teilprojekt DiSK-Forum innerhalb des Forschungsvorhabens Digitalstrategie Lehrer*innenbildung Köln: Kompetenzen nachhaltig entwickeln (DiSK) im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Alexander Martin

Projektbeschreibung: Das Projekt „Digitalstrategie Lehrer*innenbildung Köln: Kompetenzen nachhaltig entwickeln“ (DiSK) ist im Themenbereich „Digitalisierung in der Lehrer*innenbildung“ verortet und verknüpft die Schwerpunkte „Digitalisierungsbezogene Kompetenzen von Lehrpersonen“ sowie „Lernkontexte in der Lehrer*innenbildung“. DiSK verfolgt das übergeordnete Ziel der Modellierung, Umsetzung und flächendeckenden sowie nachhaltigen Verankerung von innovativen Lehr-Lernformaten zur Schulung digitalisierungsbezogener Kompetenzen angehender Lehrer*innen, damit diese ihren zukünftigen Schüler*innen konzeptorientiert Orientierungs-, Reflexions- und Handlungsfähigkeiten für die zunehmend digital geprägte Gesellschaft erfolgreich vermitteln können.
Dabei verfolgt DiSK vier untergeordnete Ziele:
1) Es soll ein umfassendes Kompetenzmodell für Lehrer*innen spezifiziert und in ein Set innovativer Lehr-Lernformate in Form eines modularen Baukastensystems übersetzt werden, welches den Aufbau digitalisierungsbezogener Kompetenzen sowie den Praxistransfer optimal unterstützt.
2) Es wird ein umfangreiches Evaluationskonzept für die Bewertung der durchgeführten, innovativen Lehr-Lernformate entwickelt und es werden Instrumente konstruiert, die den anvisierten kumulativen Kompetenzaufbau von (angehenden) Lehrer*innen objektiv, reliabel und valide zu erfassen erlauben.
3) Zur nachhaltigen curricularen Verankerung der Kompetenzkonzeption und der Lehr-Lernformate wird die Implementation eines „Studium digital“ an der UzK forciert.
4) Um dabei die Zusammenarbeit von Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften im Gegenstandsgebiet effektiv zu koordinieren, wird eine fakultäts- und fächerübergreifende Community of Practice aufgebaut, in deren Zentrum das neue „DiSK-Forum“ inklusive eines Foresight-Teams stehen.

Projektdauer: 2020 - 2023

Projektfinanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Interessen und Orientierungen von Schüler*innen als Ausgangspunkt einer gestaltungsorientierten Materialentwicklung für den Pädagogikunterricht in der Sekundarstufe I (PU-Sek. I)

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Alexander Martin, Dr.‘ Sabrina Förster, Christina Münster 

Projektdauer: März - September 2021

Projektbeschreibung: Das Unterrichtsfach Pädagogik kann bereits seit vielen Jahren von Schulen im Sekundarstufen I Bereich angeboten werden. Mit der jüngsten Erlasslage (2019) hat sich in Nordrhein-Westfalen die formale Stellung des Unterrichtsfaches Pädagogik in der Sekundarstufe I gewissermaßen verfestigt und ausgeweitet. Diese Vorgaben bewegen sich im Umfeld der generellen pädagogischen Professionalisierungs- und Aufwertungsbestrebungen, die sich in Deutschland seit den 2010er Jahren mit stetiger Zunahme vollziehen. Angesichts der steuerungspolitischen Maßnahmen ist anzunehmen, dass sich das Fach in beiden Sekundarstufen ausweitet. In ersten empirischen Feldüberblicken bestätigen sich diesen Einschätzungen. Parallel zu diesen Entwicklungen stehen für die Sekundarstufe I begleitende fachliche und fachdidaktische Erfordernisse auf der Ebene von Curricula und Materialien noch aus bzw. befinden sich in Anfangs- und Aufbauprozessen. Zudem ist das Verhältnis bzw. die Aufgabenteilung von Sekundarstufen I und II Pädagogikunterricht weitestgehend unbeleuchtet. In dieser Bedarfslage ist das Forschungsprojekt PU-Sek I. verortet und wendet sich einem evidenzbasierten ‚Lückenschluss‘ von Angeboten des Pädagogikunterrichts in der Sekundarstufe I und Begleitbedarfen aus der Perspektive von Schüler*innen und Lehrkräften zu. Letztere werden im Rahmen eines multimethodischen Forschungsdesigns empirisch ermittelt und markieren die Grundlage einer gestaltungsorientierten Materialentwicklung, -erprobung und -anpassung, sodass diese ab dem Schuljahr 2021/22 zur Verfügung stehen.

 

Kompetenzen dagogischen Denkens von Schüler*innen im Schulfach Erziehungswissenschaft erfassen (KompäD-EW)

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Alexander Martin, Dr.‘ Sabrina Förster

Projektbeschreibung: Das Projekt KompäD-EW nimmt die pädagogische Urteils- und Entscheidungsfähigkeit von Schüler*innen der Sekundarstufe I und II an Gymnasien und Gesamtschulen in den Blick, die das Schulfach Erziehungswissenschaft gewählt haben, das in den Lehrplänen der Bundesländer unter zum Teil anderen Bezeichnungen firmiert und oftmals auch als Unterrichtsfach Pädagogik bezeichnet wird. In der Regel handelt es sich um ein Fach, das im Wahlpflichtbereich der Sekundarstufe I und II gewählt werden kann.
Mit dem Schuljahr 2020/21 und in weiteren geplanten Taktungen erfährt das Unterrichtsfach Pädagogik in verschiedenen Bundesländern eine Ausweitung oder Neueinführung im Kanon der Schulfächer und in verschiedenen Schulformen. 
Zentrale mit dem Fach verbundene bildungspolitische Zielsetzungen sind einerseits die Annahme, dass die Auseinandersetzung mit Bildungs- und Erziehungsprozessen und die damit angestrebte pädagogische Kompetenz ein wichtiger Teil allgemeiner Bildung sind, die dazu beitragen soll, Schüler*innen auf kompetentes und verantwortungsbewusstes Handeln in pädagogischen Situationen vorzubereiten. Andererseits soll das Fach aus einer funktionalen Perspektive auch eine Auseinandersetzung mit den Berufsfeldern des Bildungs- und Sozialwesens (sowie den Werdegängen, die dorthin führen) ermöglichen, das angesichts zunehmender Professionalisierungsbestrebungen jetzt und in Zukunft einen hohen Bedarf an Fachkräften aufweisen wird.
Aufgrund der als bewegt zu bezeichnenden Geschichte des vergleichsweise noch jungen Faches und trotz seiner quantitativen Bedeutung im Schulwesen, finden sich bisher nur vereinzelte empirische fachdidaktische Vorarbeiten, die sich mit dem Fach, seinen Zielsetzungen, Wirkungen und seinem Stellenwert für das Bildungssystem auseinandersetzen, was derzeit eine Verortung des Faches innerhalb fachdidaktischer Forschungsdiskurse noch erschwert.
Dieser Forschungslücke wendet sich das Projekt KompäD-EW zu, das vom Arbeitsbereich der Fachdidaktik des Unterrichtsfaches Pädagogik an der Universität zu Köln verantwortet wird.
Das Projekt verfolgt zwei weit gefasste und miteinander verbundene Ziel- und Fragestellungen:
1.    Die mit der Einführung von Bildungsstandards und (kompetenzorientierten) Bildungs- und Lehrplänen verbundenen normativen Zielsetzungen bedürfen solider Kompetenzmodelle, deren Kompetenzen sich reliabel und valide erfassen lassen, um der Ausbildungs- und Unterrichtspraxis und -administration tragfähiges und steuerungsrelevantes Wissen zur Verfügung stellen zu können. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen deshalb die Entwicklung und Validierung eines ausdifferenzierten Kompetenzstruktur- und Kompetenzniveaumodells zum pädagogischen Denken von Schüler*innen des Schulfaches Erziehungswissenschaft sowie die Nutzbarmachung der Arbeiten für die unterrichtliche Praxis und die Ausbildungspraxis und -administration in der ersten, zweiten und dritten Phase der Lehrer*innenausbildung. Ein wichtiger Arbeitsschritt besteht dabei in der empirischen Ermittlung von Anforderungen an pädagogisches Denken von Schüler*innen des Schulfaches Erziehungswissenschaft über Expert*innenbefragungen.
2.    Die Einbindung einschlägiger Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis, Verbandsarbeit und Rechtswesen soll darüber hinaus genutzt werden, um aus der Sicht von Expert*innen, die in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen direkt oder indirekt mit Grundlagen, Ergebnissen und Konsequenzen pädagogischen Handelns sowie von Erziehung und Bildung konfrontiert sind, Einschätzungen zum Stellenwert und Leistungsvermögen einer schulfachlichen Auseinandersetzung mit Erziehungs- und Bildungsprozessen zu ermitteln und Hinweise zur perspektivischen bildungspolitischen Ausgestaltung des Faches zu erhalten. Kurz gefasst soll die Frage beleuchtet werden, ob die Auseinandersetzung mit pädagogischen Perspektiven, wie z. B. Werteerziehung und sozialer Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft aus der Sicht von Expert*innen ‚Sinn macht‘, welche Gründe dafür ins Feld geführt werden und wie und mit welchen Fokussen eine bildsame Auseinandersetzung mit pädagogischen Themen und Inhalten im Schulfach Erziehungswissenschaft erfolgen sollte.
Eines der Transferziele des Projektes besteht darin, auf Basis der Befunde insgesamt und der Expert*inneneinschätzungen Lehr- und Lernmaterialien für den Einsatz im Schulfach Erziehungswissenschaft zu entwickeln.

Projektdauer: April 2020 - laufend

Projektfinanzierung: Fördermittel des Prorektorats für Gleichstellung und Diversität der Universität zu Köln

Projektpublikationen:

  • Martin, A. & Förster, S. (2021). Die Erfassung von Kompetenzen pädagogischen Denkens von Schüler*innen im Schulfach Erziehungswissenschaft - "KompäD-EW" als eine empirische Herangehensweise. Impulsvortrag im Rahmen des Kolloquiums "Fachdidaktische und erziehungswissenschaftliche Beiträge im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen in der Fachdidaktik Pädagogik" an der WWU Münster. Januar 2021, aufgrund der Corona-Krise via Videokonferenzplattform.

Betreute Abschlussarbeiten im Rahmen von KompäD-EW:

  • Konopka, K. (2020). Verbreitungs- und Angebotsmuster des Unterrichtsfaches Pädagogik im allgemeinbildenden Schulsystem NRWs und weiteren Bundesländern. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.
  • Toumi, I. (2021). Was im Pädagogikunterricht wirklich wichtig ist - ein systematisches Literaturreview. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.
  • Malek, M. (2021, in Vorbereitung). Pädagogische Handlungsfähigkeit von Schüler*innen des Unterrichtsfaches Pädagogik in der Einführungs- und Qualifikationsphase I + II – Selbsteinschätzungen auf dem Prüfstand. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.
  • Rittel, J. (2021). Verbreitungs- und Angebotsmuster des Unterrichtsfaches Pädagogik im allgemeinbildenden Schulsystem NRWs - eine systematische Untersuchung von Netzdarstellungen. Unveröffentlichte Masterarbeit. Universität zu Köln.

Korrespondenzadresse: KompaeD-EW[at]uni-koeln.de

 

Untersuchung von Bedingungen für eine erfolgreiche Implementation von Tablets im Unterricht unter besonderer Berücksichtigung schulfachlicher und standortspezifischer Faktoren (TimU)

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Alexander Martin, Dr.‘ Sabrina Förster

Projektdauer: Februar 2020 - laufend

Projektfinanzierung: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers

Projektpublikationen:

  • Förster, S. & Martin, A. (2021). Wie gelingt die Implementation von Tablets aus Schüler*innen-, Lehrer*innen-, Eltern- und Schulleitungsperspektive? – Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse aus einem deutschen Schulbegleitfoschungsprojekt. Vortrag auf der Sektionstagung der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB). Thema "Einstiege, Umstiege, Aufstiege – Was wissen wir über die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften?", Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Februar 2021 (Tagung ursprünglich für September 2020 geplant), Österreich: Linz.
  • Förster, S. & Martin, A. (2020). Vorstellung von Projektergebnissen zum Forschungsvorhaben Bedingungen für eine erfolgreiche Implementation von Tablets im Unterricht unter besonderer Berücksichtigung schulfachlicher und standortspezifischer Faktoren (TimU), 2. Erhebungszeitpunkt Juli 2020, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, September 2020, via Videokonferenzplattform.
  • Martin, A. & Förster, S. (2020). Vorstellung erster Projektergebnisse zum Forschungsvorhaben Bedingungen für eine erfolgreiche Implementation von Tablets im Unterricht unter besonderer Berücksichtigung schulfachlicher und standortspezifischer Faktoren (TimU), Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, Juni 2020, aufgrund der Corona-Krise via Videokonferenzplattform.

Betreute Abschlussarbeiten im Rahmen von TimU:

  • Achammami, N. (2020). Einstellungen und Überzeugungen zum Tableteinsatz im Unterricht - Schulbegleitforschung unter der Perspektive medienbezogener Schulentwicklungsprozesse. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.
  • Balthasar, F. & Michael, J. (2021, in Vorbereitung). Ein Vergleich der Einschätzung des Lehrpersonals und der Schülerschaft über den Einfluss der Nutzung von Tablets im Unterricht in Bezug auf die Lehr- Lernumgebung, Lernaufgaben und Lernaktivität. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.
  • Kasap, S. (2020). Einstellungen und Überzeugungen zum Tableteinsatz im Unterricht - Schulbegleitforschung unter der Perspektive von Medienbildung bzw. Medienerziehung. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.
  • Strick, H. (2020). Einstellungen und Überzeugungen zum Tableteinsatz im Unterricht - Schulbegleitforschung unter der Perspektive von Mediendidaktik. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.

 

Fachliche Bildung digital - Untersuchung von Umsetzungsbedingungen und Unterstützungsbedarfen bei der Vermittlung von Medienkompetenz gemäß dem Medienkompetenzrahmen NRW in nordrhein-westfälischen Schulen unter besonderer Berücksichtigung des Schulfaches Erziehungswissenschaft (FaBidi)

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Alexander Martin, Dr.‘ Sabrina Förster

Projektbeschreibung: Im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen sollen im Projekt FaBidi (Laufzeit 2020-2021) empirisch fundierte Aussagen darüber getroffen werden, welche künftigen Unterstützungsangebote zur Arbeit mit dem Medienkompetenzrahmen NRW aus der Sicht von Schulleitungen und Lehrkräften aller Schulformen und -stufen gewünscht werden.
Unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Alexander Martin und Dr. Sabrina Förster (Universität zu Köln) und in Kooperation mit Prof. Dr. Birgit Eickelmann und Prof. Dr. Bardo Herzig (Universität Paderborn) stehen folgende Fragen im Mittelpunkt des Projektes:
1.   Was gelingt aus Sicht von Schulleitungen und Lehrkräften im Zuge der Umsetzung des Medienkompetenzrahmens NRW gut und was wird als besonders herausfordernd eingestuft?
2.   Welche bisherigen Begleitangebote werden von Schulleitungen und Lehrkräften genutzt und welche weiteren Angebote zur Unterstützung sind gewünscht, um mit dem Medienkompetenzrahmen NRW erfolgreich arbeiten zu können?
3.   Bestehen aus Sicht von Schulleitungen und Lehrkräften fachspezifische Unterschiede bei der Arbeit mit dem Medienkompetenzrahmen NRW? Wenn ja, welche?
Zur Beantwortung dieser Fragen werden zwischen September und November 2020 vollständig anonymisierte Einschätzungen von ca. 100 Schulleitungen und ca. 350 Lehrkräften an 100 Schulen in NRW umfassend über qualitative (Interviews)und quantitative (Onlinebefragung) Daten erfasst.
Der Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf der Perspektive, welche konkreten Unterstützungsbedarfe für ein erfolgreiches Lehren und Lernen mit digitalen Medien gesehen werden und ob und inwiefern sich die verschiedenen Fächergruppen im digitalisierungsbezogenen Aneignungsprozess voneinander unterscheiden. Exemplarisch soll darüber hinaus vertiefend das Schulfach Erziehungswissenschaft als ein Fach, dem im Wahlpflichtbereich der gymnasialen Oberstufe ein großer Stellenwert zukommt, in den Blick genommen werden, um Hinweise zur Arbeit mit dem Medienkompetenzrahmen NRW in der Sekundarstufe II zu erhalten.

Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Birgit Eickelmann (Schulpädagogik, Universität Paderborn), Prof. Dr. Bardo Herzig (Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik, Universität Paderborn

Projektdauer: Januar 2020 - laufend

Projektfinanzierung: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB NRW)

Betreute Abschlussarbeiten im Rahmen von FaBidi:

  • Hackenberg, J. (2021). Medienkompetenzvermittlung im Schulfach Erziehungswissenschaft - Vertiefende Analysen zum Projekt Fachliche Bildung digital (FaBidi). Unveröffentlichte Masterarbeit. Universität zu Köln.
  • Siminski, A. (2021). Medienkompetenzvermittlung im fachdidaktischen Vergleich. Vertiefende Analysen zur gesellschaftswissenschaftlichen Fächergruppe unter besonderer Berücksichtigung des Schulfaches Erziehungswissenschaft. Unveröffentlichte Masterarbeit. Universität zu Köln.

Korrespondenzadresse: FaBidi-Kontakt[at]uni-koeln.de

 

Digitalisierung im Kontext von Lernenden, Lehrenden und Lehr-Lernumgebungen - Entwicklung eines Modells zur Beschreibung von digitalisierten Lehr-Lernumgebungen und ihre Gestaltung durch Lehrende (DiLLu)

Projektleitung: Dr.‘ Sabrina Förster (Universität zu Köln), Dr.‘ Julia Suckut (Universität zu Köln)

Projektbeschreibung: Das Projekt zielt auf die grundlegende Identifikation von expliziten Handlungsempfehlungen zur Gestaltung digitalisierter Lehr-Lernumgebungen in Schule und Hochschule ab. Dazu wird ein Modell zur Typisierung digitalisierter Lehr-Lernumgebungen entwickelt, womit ein bedeutsamer Beitrag zur Professionalisierung der Lehrer*innenbildung geleistet wird. Als Basis hierfür werden zunächst bildungspolitische Strategiepapiere und Rahmen- bzw. Kompetenzmodelle systematisch und umfänglich darauf analysiert. Fokus der Analysen sind die in diesen Papieren und Modellen beschriebenen Facetten digitaler Kompetenz, die Lernende in Lehr-Lernumgebungen erwerben sollen bzw. über die Lehrende verfügen sollten, sowie die darin implizit enthaltenen Anforderungen an die Gestaltung digitalisierter Lehr-Lernumgebungen.
Mit der Erweiterung von DiLLu durch das im Wintersemester 2020/2021 startende Projekt „Nutzung und Potenzial digitaler Medien in hochschulischen Lehr-Lernumgebungen (DiLLu@uni)“ wird Hochschulpraxis im Kontext der Lehrer*innenbildung auf systematische und empirische Weise ‚unter die Lupe‘ genommen. Es werden gezielt interdisziplinär angelegte Lehrveranstaltungen im Lehramt an der Universität zu Köln auf ihre digitalen Formate (z.B. Lehrangebote, Lehrnutzung, Lernarrangements, Lehr-Lernprodukte von Studierenden) anhand des empirisch entwickelten Modells zur Beschreibung digitalisierter Lehr-Lernumgebungen untersucht. Damit wird eine nähere Untersuchung des Einflusses des Einsatzes digitaler Medien in der hochschulischen Lehre auf die Entwicklung digitaler Kompetenz der Lernenden angestrebt sowie die Beschreibung angemessener Kompetenzentwicklungen auf Seiten sowohl Lernender als auch Lehrender im Kontext digitalisierter Lehre. Implikationen bezogen auf konkrete Gestaltungsmöglichkeiten in (Hoch-)Schulunterricht und explizite Handlungsempfehlungen im Umgang mit digitalen Medien im Unterricht bzw. in Lehre folgen aus den Projektergebnissen.

Kooperationspartner*innen: Lars Emmerichs (#biodigilab; Institut für Biologiedidaktik), Dr.' Silke Marchand (Hochschuldozentin & Junior-Fellowship für Innovationen in der Hochschullehre des Stifterverbandes 2019), Viktoriya Olari (Hochschuldozentin & Mitarbeiterin innerhalb der Roberta Initiative, Codingschule junior gGmbH), Tobias Hübner (Hochschuldozent, praktizierende Lehrkraft, medienistik, Codingschule junior gGmbH, Kompetenzteam Stadt Düsseldorf), Tobias Hasenberg (ZuS – Social Lab)

Projektdauer: August 2019 - laufend

Projektpublikationen:

  • Förster S. & Suckut, J. (2021). Welche digitalen Kompetenzen sind für Hochschullehrende in der Lehrer*innenbildung relevant? – Eine digitalisierungsbezogene Beschreibung von hochschulischen Lehr-Lernumgebungen. Vortrag auf der Sektionstagung der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB). Thema "Einstiege, Umstiege, Aufstiege – Was wissen wir über die Professionalisierungsprozesse von Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften?", Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Februar 2021 (Tagung ursprünglich für September 2020 geplant), Österreich: Linz.
  • Suckut, J. & Förster S. (2021). Entwicklung einer Kategorisierung zur handlungsnahen Beschreibung digitalisierter Lehr-Lernumgebungen. In C. Maurer, K. Rincke & M. Hemmer (Hrsg.), Fachliche Bildung und digitale Transformation - Fachdidaktische Forschung und Diskurse (S. 127-130). Universität Regensburg: GFD.
  • Förster S. & Suckut, J. (2020). Digitale Kompetenzmodelle für Lehrende auf dem Prüfstand – ein Typisierungsversuch für konkrete Gestaltungsmöglichkeiten von Lehr-Lernumgebungen. Vortrag auf der 5. Hildesheimer CeLeB-Tagung "Bildung in der digitalen Welt: Welche Kompetenzen benötigen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Dozierende in der Lehrkräftebildung?", Hildesheim, Dezember 2020. DOI: 10.13140/RG.2.2.20272.99843.
  • Suckut, J. & Förster S. (2020a). Ein Kategoriensystem zur digitalisierungsbezogenen Beschreibung von schulischen und hochschulischen Lehr-Lernumgebungen. In K. Kaspar, M. Becker-Mrotzek, S. Hofhues, J. König & D. Schmeinck (Hrsg.), Bildung, Schule und Digitalisierung (S. 433-438). Münster & New York: Waxmann.
  • Suckut, J. & Förster, S. (2020b). Ein Kategoriensystem zur digitalisierungsbezogenen Beschreibung von schulischen und hochschulischen Lehr-Lernumgebungen. Vortrag im Rahmen der Tagung der Kölner Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung: "Bildung, Schule und Digitalisierung". Universität zu Köln, Oktober 2020 (coronabedingt abgesagt), Köln.
  • Suckut, J. & Förster, S. (2020c). Entwicklung einer Kategorisierung zur handlungsnahen Beschreibung digitalisierter Lehr-Lernumgebungen. Vortrag im Rahmen der Tagung Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD): "Fachliche Bildung und digitale Transformation - Fachdidaktische Forschung und Diskurse". Universität Regensburg, September 2020, Regensburg.

Betreute Abschlussarbeiten im Rahmen von DiLLu:

  • Schelkes, C. (2020). Ein Vergleich der Länder Deutschland und Schweden hinsichtlich der Vorgaben zur Entwicklung von Medienkompetenz bei Schüler*innen und der damit verbundenen Anforderungen an die Gestaltung von schulischen Lehr-Lernumgebungen. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.
  • Zöller, I. (2020). Der Einsatz digitaler Medien in schulischen Lehr-Lernumgebungen im Bereich der MINT-Fächer - ein systematisches Literaturreview. Unveröffentlichte Bachelorarbeit. Universität zu Köln.

Korrespondenzadresse: DiLLu-Kontakt[at]uni-koeln.de