CoRe-Net: Kölner Kompetenznetzwerk aus Praxis und Forschung

Verantwortlich

Prof. Dr. Holger Pfaff holger.pfaff[uk]uk-koeln.de

Weiter verantwortlich

Dr. Nadine Scholten nadine.scholten[uk]uk-koeln.de

Zeitraum

01.05.2020-30.04.2023

Förderung

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Beteiligte Institutionen: Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft, Universität zu Köln Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Uniklinik Köln Institut für Soziologie und Sozialpsychologie, Universität zu Köln Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Köln Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Uniklinik Köln PMV forschungsgruppe, Universität zu Köln Seminar für Allgemeine BWL und Management im Gesundheitswesen, Universität zu Köln Zentrum für Palliativmedizin, Uniklinik Köln Zentrum für Versorgungsforschung Köln, Universität zu Köln

Beschreibung

CoRe-Net (Cologne Care Research and Development Network) ist ein interdisziplinäres, lernendes Netzwerk für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten in Köln. Das Kompetenznetzwerk startete am 01. Mai 2020 in die zweite Förderphase. Die Belastung öffentlicher Ressourcen durch die steigende Zahl vulnerabler Patient war Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens. Da vulnerable Patient häufig mit Versorgungs- und Schnittstellenproblemen konfrontiert sind, die zu einer geringen Qualität der Versorgung und hohen Kosten führen, besteht hier ein verstärkter Unterstützungsbedarf. Ziel der zweiten Förderphase des Forschungsvorhabens ist der Ausbau und die Verfestigung eines stabilen Netzwerkes aus Versorgungsforschung und Versorgungspraxis, die Entwicklung kommunaler Versorgungsberichte, der weitere Ausbau der CoRe-Net Datenbank und die Durchführung von drei konkret miteinander zusammenhängenden Forschungsprojekten (LYOL-C, MenDis-CHD und OrgValue), für welche CoRe-Net die Koordination und Infrastruktur stellt. Langfristig strebt das Netzwerk die Schaffung von Wissensvoraussetzungen an, die eine Umgestaltung von Versorgungsprozessen und -strukturen hin zu mehr Patientenzentrierung bei gleichzeitigem Kostenbewusstsein – Value-Based Healthcare – möglich machen. Dabei liegt der Fokus auf der Versorgungsentwicklung nach dem Konzept der lernenden Organisationen. Die CoRe-Net Projekte: LYOL-C II verfolgt das Ziel, die Versorgung im Krankenhaus patientInnenzentrierter zu gestalten, um langfristig den Nutzen für PatientInnen im letzten Lebensjahr zu erhöhen. Hierfür wird eine Intervention auf einzelnen Stationen getestet – und im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung und prospektiven Patientstudie evaluiert -, die dabei helfen soll, die Versorgung dieser besonders vulnerablen Patientgruppe und ihrer Angehörigen zu verbessern. MenDis-CHD II verfolgt in zwei Teilschritten die Konzeption und Testung einer praxisnahen Intervention, welche darauf abzielt, die Diagnose und Behandlung von psychischen und kognitiven Störungen bei PatientInnen mit koronarer Herzkrankheit auf Ebene von HausärztInnen in Richtung höherer Leitlinientreue bezüglich einer Mitbetrachtung psychischer komorbidität zu verbessern. Zusätzlich erfolgt eine Nachuntersuchung der bereits untersuchten Patient aus der ersten Förderphase. OrgValue II verfolgt das Ziel, den Entwicklungsprozess der Interventionen in den Sub-Projekten (LYOL-C und MenDis-CHD) durch eine Kombination partizipativer Ansätze und einer Evaluation (Methode der Folgenabschätzung) zu vervollständigen und damit Evidenz und praktische Einblicke zu schaffen, die den Implementierungs-prozess unterstützen.