Sozial benachteiligte Jugendliche in pädagogischen Maßnahmen am Übergang Schule-Beruf. Sozialisationserfahrungen, biographische Fähigkeiten und Kompetenzen und Nachhaltigkeit von schulpädagogischen Maßnahmen.
Verantwortlich
Prof.'in Dr. Jutta Ecarius Jecarius[uk]uni-koeln.de
Zeitraum
01.01.2010-31.12.2013
Beschreibung
In diesem Forschungsprojekt wurden 40 Jugendliche mit geringen Chancen auf einen Ausbildungsplatz bzw. Schulabschluss untersucht, die an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilgenommen haben. Befragt wurden sie zwei Jahre nach Beendigung der Maßnahmen, um die Nachhaltigkeit dieser zu untersuchen. Ziel des Forschungsvorhabens war auf Basis qualitativer Verfahren zu untersuchen, warum Jugendliche am Übergang Schule-Beruf trotz Unterstützungsmaßnahme scheitern oder warum sie erfolgreich sind. Damit rückt das nachträgliche Lernen von bedeutsamen Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmustern für die Bewältigung der Anforder-ungen in Ausbildung und Beruf sowie eine selbstverantwortliche Lebens- und Lerngestaltung in den Vordergrund. Gerade berufsfördernde Maßnah-men verfolgen das Konzept, die biographischen Fähigkeiten von Jugend-lichen (z.B. individuelle Förderung, sozialpädagogische Unterstützung, Prax-isbezüge, Konfliktbewältigung, Kooperationen) zu stärken, um ihnen aus ih-rer sozialen Benachteiligung zu helfen. Als Untersuchungsfeld wurden zwei berufsfördernde Einrichtungen (SchuB und FAuB) vergleichend in einer Re-gion (Bundesland Hessen) ausgewählt. (siehe: Ecarius, Jutta (2014): Biogra-phische Risiken und schulpädagogische Maßnahmen. In: Ahrens, Daniela (Hrsg.): Zwischen Reformeifer und Ernüchterung. Übergänge in beruflichen Lebensläufen. Wiesbaden, Springer VS Fachmedien. S. 75-94; Ecarius, Jutta (2015): Gewalterfahrungen, Misstrauen und Vertrauen. Jugendliche zwi-schen Gewalttätigkeit und Opfer von Gewalt. (peer-reviewed) In: Der päda-gogische Blick, Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis in pädagogischen Be-rufen. 22. Jg. Heft 2, Weinheim: Beltz Juventa, S. 69-78)