Prof.'in Dr. Nadia Kutscher nadia.kutscher[uk]uni-koeln.de
Zeitraum
01.03.2017-28.02.2019
Beschreibung
Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts "Digitale Medien in der frühkindlichen Bildung" in Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziale Arbeit Münster und Blickwechsel e.V. Ziel des Projektes ist es, herauszuarbeiten und zu erproben, welche strukturellen und inhaltlichen Bedingungen für einen altersgerechten und pädagogisch sinnvollen Umgang mit digitalen Medien im Kita-Alltag erforderlich sind. Im Mittelpunkt steht dabei die Sensibilisierung der Fachkräfte für die reflexive Auseinandersetzung mit Fragen rund um digitale Medien. Fachkräfte und Eltern sollen in ihrer Handlungssicherheit gestärkt und vorhandene Ressourcen und Ansätze zur Medienbildung sollen aktiviert und aufgegriffen werden. Grundlage hierfür bilden die Reflexion der persönlichen und institutionellen Haltung zu digitalen Medien in der frühkindlichen Bildung und die Sensibilisierung für Chancen und Herausforderungen digitaler Medien, um auf dieser Basis reflektierte Handlungsansätze in der pädagogischen Arbeit (weiter) zu entwickeln. Neue Verantwortungsfragen, wie die Reflexion digitaler Ungleichheiten, Datenschutz- und Kinderschutzanforderungen im Kontext der Nutzung digitaler Medien in Familie und Kita sind daher ebenso Bestandteil des Projektes, wie Fragen der Sicherung fachlicher Standards und der Verankerung medienpädagogischer Konzepte im Kita-Alltag. Neben der Umsetzung konkreter medienpädagogischer Angebote für Kinder im Einrichtungsalltag, der Stärkung des Wissens um die Anwendung von Geräten sowie des technischen Verständnisses der Fachkräfte stehen die sinnvolle inhaltliche Verknüpfung von Medienerziehung mit allen maßgeblichen Bereichen frühkindlicher Bildung und die Stärkung der (bildungs-) partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Einrichtungen mit Eltern auch im Bereich der familialen Medienerziehung im Fokus des Projektes. Das Projekt wird durch das Team um Prof. Dr. Nadia Kutscher an der Universität zu Köln wissenschaftlich begleitet. Dabei steht die Ermittlung struktureller Gelingensbedingungen für den pädagogischen Alltag in der Kindertageseinrichtung und Unterstützungsbedarfe und -formen seitens der Eltern gleichermaßen im Fokus. Im Projektverlauf sind folgende Erhebungen vorgesehen: 1. Befragung der Einrichtungsleitungen, Fachkräfte und Eltern in Form von Fragebogenerhebungen jeweils zu Beginn und zum Ende des Projektes, 2. Fokussierte teilnehmende Beobachtungen in den Einrichtungen an ausgewählten Standorten und 3. Gruppendiskussionen am Ende der Projektphase. Um einen Transfer der Forschungsergebnisse in die Fachpraxis bereits während der Projektlaufzeit sicherzustellen, stellt das Team der Universität zu Köln Zwischenergebnisse der einzelnen Erhebungsschritte in den standortübergreifenden Qualifizierungsworkshops vor.