Wie sehr vertraust Du mir? Die Bestimmung von Schwellenwerten für die Wahrnehmung von Vertrauen
Verantwortlich
Prof. Dr. Joris Lammers joris.jammers[uk]uni-koeln.de
Weiter verantwortlich
Dr. Ann-Christin Posten a-c.posten[uk]uni-koeln.de
Zeitraum
01.02.2019-31.01.2021
Beschreibung
Studierende sind als studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte in das Projekt involviert.
Vertrauen und Misstrauen benötigen eine*n Empfänger*in. Wird einer Person Ver- oder Misstrauen signalisiert, kann dies starke Reaktionen in ihr auslösen. Wie beeinflusst es eine Person, wenn ihr misstraut, nur wenig vertraut oder gänzlich vertraut wird? Ab wann wird entgegengebrachtes Vertrauen als solches empfunden? Gibt es Schwellenwerte hierfür? Erste eigene Ergebnisse legen nahe, dass geäußertes Vertrauen in ökonomischen Vertrauensspielen einen Schwellenwert überschreiten muss, bevor es als solches wahrgenommen wird. Dieser Schwellenwert wirkt sich auf die Beziehung zwischen der vertrauenden Person und der Person, welcher vertraut wird, aus. Liegt das ausgedrückte Vertrauen unterhalb des Schwellenwertes, wird es bestraft. Liegt es oberhalb des Schwellenwertes, wird es belohnt. Das Projekt soll Faktoren bestimmen, die diesen Schwellenwert verändern, v. a. im Hinblick auf die Beziehung zwischen Sender*in und Empfänger*in sowie Informationsverarbeitung der Zielperson. Für nahe und kommunale Beziehungen werden höhere Schwellenwerte erwartet als für entfernte und Tausch-Beziehungen. Die Reaktionen sollten zudem abhängig sein von der Verarbeitungstiefe der Zielperson. Die Arbeiten werden Erkenntnisse im Bereich der Vertrauensbildung erbringen, insbesondere bezüglich der Perspektive der Person, der das Vertrauen (nicht) entgegengebracht wird.