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Aktuelle Fortbildungen der Mitarbeiter/innen des FBZ
Hier informieren wir über FBZ-Fortbildungen und Fortbildungen, bei denen die Mitarbeiter/innen des Forschungs- und Beratungszentrum mitwirken.
Hier kann der aktuelle FBZ-Fortbildungsflyer heruntergeladen werden.
Aktuelle Fortbildungen
Sprachförderung neu denken: Zum Einsatz von Kern- und Randvokabular
in der Unterstützten Kommunikation
Melanie Willke (22. Mai 2013 in Leichlingen)
In der Kommunikation bei Kindern ohne Lautsprache fällt auf, dass sich die Verständigung vielfach auf das Zeigen ("Sprechen") von Substantiven und einzelner Verben reduziert (essen, trinken, Auto, Ball, spielen, singen, etc.). Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass der Anteil an so genannten kleinen Wörtern wie „da, das, was, warum, auch, nicht, weg, hier, auf, in, noch mal“ sehr hoch ist. Dieses Kernvokabular kann in unterschiedlichen Situationen vielfältig eingesetzt werden. In der Fortbildung werden beispielhaft neue Kommunikationshilfen mit Kern- und Randvokabular vorgestellt, die die häufigsten Wörter der Alltagssprache beinhalten und durch die spezifische Anordnung das Lernen grammatikalischer Grundstrukturen ermöglichen. Die Vokabularauswahl und die Vermittlungsmethode stellen einen völlig neuen Weg in der Sprachförderung von Menschen ohne Lautsprache dar (auch für solche mit schwersten Beeinträchtigungen). Am Beispiel der Kölner Kommunikationsmaterialien wird vor allem eine neue Methode der Sprachförderung vorgestellt, die auch auf den Einsatz von Gebärden oder elektronischen Kommunikationshilfen übertragbar ist. Die Teilnehmer/innen haben Gelegenheit, an Praxisbeispielen und in Übungen erste eigene Erfahrungen zu sammeln. Vielfältige Hinweise zum systematischen Vorgehen im Alltag von Pädagogen und Therapeuten sind fester Bestandteil des Seminars.
Weitere Infos und Anmeldung unter FBZ-Fortbildungsflyer sowie Webshop.
Diagnostik in der Unterstützten Kommunikation
Julia Schellen (24. Juni 2013 in Leichlingen und 18. November 2013 in Köln)
Betrachtet man die vielfältigen Altersstufen, Behinderungsbilder und -formen bei unterstützt kommunizierenden Menschen, wird schnell deutlich, dass es nicht „das eine Diagnostikinstrument“ geben kann, um einen UK-Bedarf festzustellen oder eine Fördermaßnahme daraus abzuleiten. Vielmehr geht es darum, für entsprechende Fragestellungen das entsprechende Verfahren auszuwählen und anzuwenden.
Ziel ist es daher, gemeinsam eine Art Werkzeugkoffer zu packen, in den Wissen um
- verschiedene diagnostische Vorgehensweisen,
- Diagnostik- und Entwicklungsbereiche,
- die Anwendung konkreter Verfahren mit Klienten sowie
- die Interpretation der Ergebnisse und
- Interventionsplanung
einfließen wird. Ausgehend vom recourcenorientierten Ansatz der ICF werden verschiedenste Diagnostikverfahren vorgestellt, praktisch erprobt und kritisch reflektiert.
Weitere Infos und Anmeldung unter FBZ-Fortbildungsflyer sowie Webshop.
Gutachtenerstellung in der Unterstützten Kommunikation
Norbert Kamps (11. Juli 2013 in Leichlingen)
Immer wieder werden UK-Stellungnahmen und UK-Gutachten von den gesetzlichen Krankenkassen zurückgewiesen, weil die Begründung nicht ausreichend oder nicht nachvollziehbar ist. Dies ist nicht selten ein Kommunikationsproblem zwischen UK-Beratern, Gutachtern, Ärzten, Eltern und den Krankenkassen bzw. dem MDK. Ziel dieser Fortbildung ist es, eine "gemeinsame Sprache" herzustellen, um die Sichtweise und die Entscheidungsgrundlagen der Leistungsträger zu verstehen und die Unterschiede bei den Ansprüchen der UK-Nutzer nachvollziehen zu können. Dazu wird in die Grundlagen des Leistungsrechts sowie der Finanzierung von Hilfsmitteln eingeführt, auf Basis der ICF der Anspruch der UK-Nutzer (Versicherten) verdeutlicht, die Rahmenbedingungen für Gutachten erläutert sowie typische, gelungene und kritische Beispiele aus Gutachten diskutiert.
Die Teilnehmer/innen haben im Vorfeld die Möglichkeit, eigene Fragestellungen oder anonymisierte Problemfälle einzureichen, die der Referent dann mit aufnehmen und erläutern kann.
Weitere Infos und Anmeldung unter FBZ-Fortbildungsflyer sowie Webshop.
Einsatz elektronischer Kommunikationshilfen in der
Unterstützten Kommunikation
Julia Schellen und Melanie Willke (25. November 2013 in Leichlingen)
Der Einsatz elektronischer Hilfen in der UK schwankt zwischen Begeisterung und Frustration. Einige Nutzer entwickeln ungeahnte Fähigkeiten und können sich endlich umfangreich ausdrücken. Bei anderen bleiben Geräte nach kurzer Zeit im Schrank liegen, weil die Nutzer für sich keinen Gewinn sehen, die Pädagogen oder Therapeuten frustriert sind oder man nicht weiß, wie man die Oberflächen für den jeweiligen Nutzer sinnvoller belegen könnte. Das Seminar vermittelt ein Grundverständnis für den Einsatz einfacher und komplexer Hilfen, erklärt die Logik im Aufbau der Seitensets, führt beispielhaft in die Erstellung neuer Benutzeroberflächen ein und diskutiert die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme. Auf der Basis der Kern- und Randvokabularforschung werden eine sinnvolle Vokabularorganisation, der notwendige Wortschatz und Fördermethoden für den täglichen Einsatz erläutert. Vielfältige Praxisübungen an diversen Geräten sind fester Bestandteil des Seminars. Vorkenntnisse zu elektronischen Hilfen sind nicht erforderlich.
Achtung: Voraussetzung für diese Fortbildung ist die Teilnahme an einem Einführungsseminar in Kern- und Randvokabular!
Weitere Infos und Anmeldung unter FBZ-Fortbildungsflyer sowie Webshop.
