B.A. Sprachtherapie

Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Regelstudienzeit

7 Semester

Studienbeginn

Wintersemester

Kombinierbarkeit

Ein-Fach-Bachelor

Studienvoraussetzungen

Es muss keine studiengangsspezifische Eignungsprüfung nachgewiesen werden

Studienplatzvergabe

Örtliches Auswahlverfahren

 

Der Bachelorstudiengang Sprachtherapie an der Universität zu Köln ist als interdisziplinäres Studienangebot der Fächer Sprachtherapie/Sprachbehindertenpädagogik, Medizin, Sprachwissenschaften, Psychologie und Heilpädagogik konzpiert. Ein vergleichbar breites Angebot an Lehrinhalten und Forschungsschwerpunkten ist an deutschen Hochschulen im Bereich der Sprachtherapie kaum zu finden. 

Das Bachelorstudium führt zu einem berufsqualifizierenden Abschluss, der neben der Qualifizierung entsprechend der Mindestanforderung für eine Kassenvollzulassung zur Sprachtherapie durch die Ergänzung von relevanten, nicht im Heilmittelkatalog aufgeführten Sprachstörungsbildern eine standortspezifische Profilbildung fokussiert. Sie resultiert aus den Forschungs- und Lehrprofilen der beteiligten Professuren und trägt zur Erweiterung des künftigen Tätigkeitsfeldes der Absolventinnen und Absolventen bei.

 

Informationen für Studieninteressierte

  1. Studienziele und berufliche Perspektiven

  2. Studienaufbau

  3. Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbung

1. Studienziele und berufliche Perspektiven

Ziel des Bachelorstudiums Sprachtherapie ist - unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufsweld und in der Wissenschaft - die Vermittlung theoretischer und berufspraktisch ausgerichteter fachlicher Kenntnisse, Methoden und Fertigkeiten, die für eine wissenschaftlich begründete Sprachtherapie bei allen Störungsbildern und Altersgruppen qualifiziert. Dabei werden grundlegende Fähigkeiten zur Gewinnung, Anwendung, Einordnung und Bewertung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erworben, die auf ein verantwortliches, evidenzbasiertes sprachtherapeutisches Handeln sowie eine eigenständige berufliche Weiterbildung abzielen und für die Leistungserbringung von Sprachtherapie im Gesundheitswesen qualifizieren.

Der Studiengang vermittelt grundlegende sprachtherapeutische Kompetenzen für die Sprachtherapie bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen in allen Altersgruppen. Er bietet eine fundierte Ausgangsbasis für anschließende durch Fort- und Weiterbildung zu erzielende Spezialisierungen im Berufsfeld (z.B. Stimmtherapie, Kommunikationstherapie). Den Absolventinnen und Absolventen bieten sich als Expertinnen und Experten für Sprach- und Kommunikationsprobleme zudem Beschäftigungsmöglichkeiten in staatlichen wie privaten Bildungseinrichtungen, im Sozialwesen, in Verlagen und Fortbildungseinrichtungen, Unternehmen der Medizintechnik sowie in der Sprecherziehung (z.B. bei Dolmetschern).

2. Studienaufbau

Das Studium erstreckt sich über sieben Semester und ist in fachwissenschaftliche und fachübergreifende Module gegliedert. In jedem Modul ist eine studienbegleitende Prüfung zu absolvieren. Bis zum Abschluss des Studiums sind 210 Leistungspunkte (LP) zu erwerben.

Wesentliche Inhalte des Studiums sind

  • Interdisziplinäre Grundlagen mit Anteilen aus der Medizin, Sprachwissenschaft, Psychologie und Heilpädagogik,
  • Störungsbezogene Kompetenzen (z.B. entwicklungsbedingte bzw. erworbene sprachsystematische Störungen, Redeflussstörungen, Stimmstörungen, Schluckstörungen),
  • Sprachtherapeutische Handlungskompetenzen (u.a. wissenschaftliche Arbeits- und Forschungsmethoden, Diagnostik, Therapiedidaktik),
  • das Studium Integrale
  • die Bachelorarbeit.

Während des Studiums sind mehrere Praktika im Umfang von insgesamt 600 Stunden, die durch vor- und nachbereitende Lehrveranstaltungen begleitet werden, abzuleisten.

3. Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbung

Der Adressatenkreis für den Bachelorstudiengang ist weitgehend offen. Durch die eindeutig am späteren Berufsfeld ausgerichtete Konzeption des Studiengangs werden Studienbewerberinnen und -bewerber angesprochen, die an Fragen der Sprach- und Kommunikationsstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter interessiert sind und eine Tätigkeit im Arbeitsfeld Gesundheitswesen bzw. Sozialwesen anstreben. Die formale Zugangsvoraussetzung ist die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder eine vergleichbare Qualifikation.

Die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift wird vorausgesetzt. Studierende, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, benötigen den Nachweis DSH-3. Ebenso sind Englischkenntnisse (Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) erforderlich.