Professur für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik

 

Forschung

Irren ist menschlich, besagt eine altbekannte Weisheit. Doch läuft dies bei jeder Person gleich ab? Und wie reagieren (unterschiedliche) Personen auf unterschiedliche Konsequenzen von Fehlern?

In unserer Arbeitsgruppe beschäftigen wir uns mit Fragen, die sich mit der menschlichen Fehlerverarbeitung auseinandersetzen. Uns interessieren generelle Mechanismen der menschlichen Handlungskontrolle sowie spezifische neurophysiologische Mechanismen der Fehlerentdeckung und der Fehlerkorrektur sowie interindividuelle Unterschiede im Zusammenhang mit diesen Mechanismen.

Zur Untersuchung interindividueller Unterschiede der beteiligten psychischen Prozesse nutzen wir psychometrische Verfahren (Persönlichkeitsfragebögen, Leistungstests), psychophysikalische Maße (Reaktionszeiten, Reaktionskraft) elektrophysiologische Maße (Elektroenzephalogramm, Elektromyogramm) und die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI).

Wir versuchen aus diesem multimodalen Ansatz abzuleiten, wie die beteiligten psychischen Prozesse ablaufen. Dazu nutzen wir u.a. die Informationen: wann, welche Aktivität, an welchem Ort im Gehirn auftritt. Diese Informationen versuchen wir mit dem Verhalten der Personen abzugleichen und gegebenenfalls Unterscheide zwischen Personen aufzudecken.