Im Rahmen dieser Veranstaltung werden im Lehr- und Forschungsbereich Politikwissenschaft, politische Bildung und Bildungspolitik Forschungsergebnisse des Projektes RaisoN zur Diskussion gestellt und ausgewählte qualitative Daten in Kleingruppen analysiert. Wir werden ausloten, welche Herausforderungen sich für die politische Bildung ergeben und Strategien entwickeln, wie (non-formale) politische Bildung darauf reagieren könnte.
Verschwörungsideologie als integraler Bestandteil von extrem rechten bzw. völkisch-autoritären Weltbildern und solchen, die daran anschlussfähig sind, trägt zu Radikalisierungsprozessen in wachsenden Teilen der Bevölkerung bei, oftmals verbunden mit einer Ablehnung der liberalen Demokratie und einer Wissenschaftsleugnung. Dadurch ist der gesellschaftliche Zusammenhalt bis auf die Mikroebene des sozialen Nahraums betroffen.
Eine systematische Erforschung der konkreten Auswirkungen von Verschwörungsideologie auf zwischenmenschliche Beziehungen im sozialen Nahraum (beispielsweise in der Familie, im Freundeskreis, im Kolleg:innenkreis, in Bildungskontexten etc.) stand bis dato aus. Mit dem Verbundprojekt „RaisoN – Radikalisierungsprozesse durch Verschwörungsideologien“ (Fördergeber: BMFTR) konnten wir diese Forschungslücke schließen.
Das Projekt zielte - neben der Erforschung des Phänomens - auf Handlungs- und Bewältigungsmuster von Betroffenen, auf Bildungs- und Beratungsbedarfe von Einrichtungen sowie auf die Entwicklung von Materialien für die Bildungs- und Beratungspraxis.
Veranstalter:innen: Prof.' Dr.' Gudrun Hentges, Elisabeth Faria Lopes, Georg Gläser,
Datum, Uhrzeit und Ort: Montag, 29.06.2026; 16:00-17:30 Uhr; Gebäude 906 - HF-Modulbau, Raum 107