H3 Kontakt zum Thema

Dr.  Benedikt Hopmann
Dr. Benedikt Hopmann
Studienrat im Hochschuldienst

Raum 25

Klosterstraße 79b
Brieffach: 5
50931 Köln

Telefon 0221-470 5529 (aktuell bitte per E-Mail kontaktieren)
Fax
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Forschung

 

Forschungsthemen

  • Capabilities Approach
  • Inklusions- und Behinderungsbegriff
  • Inklusive Kinder- und Jugendhilfe (insb. Hilfen zur Erziehung)
  • Verhältnis von Sonderpädagogik bzw. Behindertenpädagogik und Sozialer Arbeit
  • Multiprofessionelle Kooperation (insb. von Kinder- und Jugendhilfe und Schule)
  • Qualitative Forschungsmethoden

 

Aktuelle Forschungsprojekte und -aktivitäten

 

Inklusion in den Hilfen zur Erziehung. Ein capabilities-basierter Inklusionsansatz (abgeschlossene Dissertation)

Vor dem Hintergrund des im Rahmen der SGB-VIII-Reform forcierten Vorhabens einer ‚Inklusiven Lösungʻ, die auf die Gesamtzuständigkeit derKinder- und Jugendhilfe für alle Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung abzielt, wird in der Dissertation die ‚Inklusivitätʻ des Reformvorhabens beleuchtet. Es wird die Frage aufgeworfen, was Inklusionfür die Kinder- und Jugendhilfe mit Blick auf das maßgeblich im Fokus der Debatte stehende Handlungsfeld der Hilfen zur Erziehung überhaupt bedeuten kann und soll. Denn Inklusion scheint im SGB VIII-Reformprozessmaßgeblich als behinderungsspezifische Angelegenheit ausgewiesen zu werden und wird überwiegend als administrativ-juristische Debatte über die Zusammenlegung von Rechtskreisen geführt. Zur theoretisch-konzeptionellen Klärung der Forschungsfrage werden zunächst verbreitete Inklusions- und Exklusionsdiskurse auf ihre Vorzüge und Blindstellen hin analysiert. Es zeigt sich, dass diese bislang weitestgehend getrennt voneinander geführt werden und inhaltlich unterbestimmt sind. Daher fehlt es insgesamt an einem umfassenderen Verständnis von Inklusion und einer gemeinsamen Informationsbasis. Angesichts des grundlegenden Bedarfs an einer theoretisch-konzeptionellen Auseinandersetzung über Inklusion in den Hilfen zur Erziehung wird dargelegt, dass und inwiefern sich der Capabilities-Ansatz nach Nussbaum als normativer und evaluativer Bezugsrahmen zur Theoretisierung von Inklusion in den Hilfen zur Erziehung heranziehen lässt (Inklusion als Befähigung) und eine Pädagogik der Befähigung zu begründen vermag. Um die empirische Anwendbarkeit und theoretisch-konzeptionelle Erhärtung des Ansatzes voranzutreiben, wird die entworfene capabilities-basierte Inklusionsperspektive mit einer, auf der Grundlage empirischer Daten generierten, gegenstandsorientiertenTheorie des Untersuchungsgegenstands der Hilfen zur Erziehung verknüpft. Dazu wurden qualitative Expert*inneninterviews (N=15) mit, dem Handlungsfeld der erzieherischen Hilfen zuordenbaren, professionellen Akteur*innen geführt und theoriegenerierend ausgewertet.Es wird herausgearbeitet, dass und in welchen Punkten die capabilities-basierte Inklusionsperspektive die gegenwärtige Inklusionsdebatte in weiten Teilen als unzureichend dechiffriert. Vor diesem Hintergrund wird eine Neujustierung der Zielperspektiven von Inklusion für die Hilfen zur Erziehung im Sinne einer Pädagogik der Befähigung vorgeschlagen.

 

„Soziale Arbeit im Kontext Schule: Zur (De-)Professionalisierung, (Ohn-)Macht und (Nicht-)Zuständigkeit in multiprofessionellen Kooperationen“ (Flyer)

Arbeitstagung vom 17.01.–18.01.2020 an der Universität Kassel, zusammen mit Dr.in Daniela Molnar, Eva Marr und Gastprof.in Dr. Nina Thieme (Kassel), Jun. Prof.in Dr. Martina Richter und Meike Wittfeld (Duisburg-Essen). Es ist das Anliegen der Tagung, sich mit drei bisher im Diskurs zu multiprofessioneller Kooperation eher nachrangig thematisierten, interdependenten Fragen auseinanderzusetzen:

  1. Mit der Frage der (Nicht-)Zuständigkeit, durch die Rollenkonflikte und -gewissheiten in den Blick gerückt werden,
  2. mit der Frage der (Ohn-)Macht, die es ermöglicht, Machtasymmetrien und Handlungsmächtigkeiten zu erörtern und
  3. mit der Frage der (De-)Professionalisierung, anhand der mögliche Professionalisierungsbedarfe und -risiken fokussiert werden.