Forschungsprojekt

Systemische Beratung mit Eltern

 

THEMA
Familie- und Elternsein (besonders im Rahmen der Frühen Kindheit) geht mit einer Reihe von Herausforderungen einher, bei denen sich junge Eltern und Familien manchmal Unterstützung und Begleitung in Form von Beratung wünschen. Besonders der Ansatz der Systemischen Beratung versucht Klient*innen in ihren Systemen (bzw. ihrem konkreten Familiensystem) zu betrachten, neue Perspektiven auf ihre Anliegen zu schaffen, Veränderungen anzustoßen und befähigt Klient*innen somit auf ressourcenorientierte Weise eigene und stimmige Lösungen für ihre Anliegen zu finden.

ZIEL DES PROJEKTS/ERKENNTNISINTERESSE
Dieses Projekt setzt sich mit der Beratung von Eltern in systemischen Beratungsprozessen auseinander und legt ein Augenmerk auf das subjektive Erleben von Veränderungen in diesenFamilien.

Aktuelle Forschungsfragen lauten u.a.:

1.  1. Welche Aspekte eines systemischen Beratungsangebots werden von Eltern als hilfreich empfunden?

2.  2. Wo findet (im Erleben von Eltern und Berater*innen) Veränderung in der Beratung statt?

3.  3. Welche Veränderungen werden „zwischen den Sitzungen“ innerhalb der Familie in Kommunikations-, Interaktions- und Beziehungsaspekten  wahrgenommen?  

Darüber steht die Frage, welche Aspekte in und von Beratung von Eltern als nützlich und gewinnbringend wahrgenommen und benannt werden. Dies betrifft auch übergeordnete Fragen, die sich insgesamt für die Beratungsforschung stellen, nämlich:
Was bleibt (nach der Beratung)? Und damit auch: Was wirkt (hier: auf individueller Ebene)?

 

METHODISCHES VORGEHEN UND DATENERHEBUNG
Im Rahmen eines offenen, qualitativen Forschungszugangs sollen systemische Beratungsprozesse mit Eltern mit einer Tonaufnahme (per Audioaufnahmegerät) dokumentiert werden. Dabei liegt der Fokus der Betrachtung vor allem auf den Klient*innen, d.h. es geht explizit nicht darum die Arbeitsweise der Berater*innen in den Blick zu nehmen.
Wichtig: Die Tonaufnahmen werden sofort nach der anonymisierten Verschriftlichung gelöscht!

ZEITLICHER UMFANG DER MITARBEIT
Der Umfang Ihrer Mitarbeit als Berater*innen beinhaltet die Frage nach der Einwilligung Ihrer Klient*innen über die Tonaufnahme Ihrer Beratungssitzungen,sowie die Bedienung des Diktiergerätes. Insgesamt soll der Umfang der Mitarbeit natürlich so gering wie möglich gehalten werden.

ANONYMITÄT UND DATENSCHUTZ
Es wird sowohl allen Klient*innen, als auch allen Berater*innen, sowie ihren Beratungseinrichtungen Anonymität im Umgang mit ihren Daten zugesichert. Diese werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke im Zusammenhang mit diesem Forschungsprojekt verwendet und Dritten nicht zugänglich gemacht.

 

GEWINN FÜR DIE WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG
Ziel dieses Projektes ist es, eine Annäherung der beiden Forschungsfelder Beratungsforschung  und Erziehungswissenschaften zu erreichen, um systemisch geprägte Elternberatung in diese Forschungsdisziplinen einzubringen und als bedeutsame Beratungsform dauerhaft sichtbar zu machen. Bisherige Forschungen zu systemischer Beratung und Therapie konnte in groß angelegten quantitativen Studien bisher eine gute Wirksamkeit nachweisen. Dies soll der Ausgangspunkt für dieses Projekt sein, das nun qualitativ mit einer kleinen Fallzahl „zwischen den Zeilen“ lesen bzw. in die „Zwischentöne“ von systemischer Elternberatung hören möchte.     

GEWINN FÜR SIE ALS BERATER*INNEN UND IHRE EINRICHTUNG
Da der Fokus des Projektes darauf liegt Indikatoren und Anhaltspunkte dafür zu finden, was in Systemischer Elternberatung als wirksam erlebt wird und was (bei Klient*innen) nach einer Beratung bleibt, können die Ergebnisse dieser Arbeit einen Mehrwert durch konkrete wissenschaftliche Implikationen für die beraterische Praxis darstellen. Darüber hinaus kann diese Arbeit eine Perspektive von außen darstellen und somit Qualitätssicherungsaspekte im Sinne einer ressourcenorientierten, wissenschaftlich fundierten Rückmeldung für Sie und Ihre Einrichtung beinhalten.




ANSPRECHPARTNERIN BEI RÜCKFRAGEN UND BEI INTERESSE AN DER TEILNAHME

Franziska Gnest:
franziska.gnest@uni-koeln.de            
Mobil: 0176 32 32 06 20