Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung

 

Quer zu den vier Arbeitsgruppen stellt die Qualitätssicherung in der Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung Köln (ZuS) ein Projekt des IZeF dar, das auf die Inhalte aller vier AGs Bezug nimmt und daher gesondert betrachtet wird.

Die Universität zu Köln beteiligt sich seit 2015 mit einem standortbezogenen Projekt an der bundesweiten, durch das BMBF geförderten "Qualitätsoffensive Lehrerbildung": Die Kölner "Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung Köln: Inklusion und Heterogenität gestalten" (ZuS) greift die Herausforderungen der Lehrer*innenbildung, insbesondere die Anforderungen durch die Inklusion sowie die spezifischen Rahmenbedingungen an der Universität zu Köln, auf. Es werden mit den Mitteln der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" Maßnahmen in vier Teilprojekten realisiert:

Einbettung in das IZeF

Die Aktivitäten sind an verschiedenen Schnittpunkten mit dem IZeF verbunden. Zum einen ist die Gesamtkoordination des Teilprojektes Qualitätssicherung integriert in das IZeF, um Synergieeffekte auf Ressourcen- und Kompetenzebene zu generieren und zu festigen. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen, wie beispielsweise im Rahmen des Projektes ViLLA in das IZeF eingebunden. Im Kontext der im IZeF stattfindenden interdisziplinären Workshops werden regelmäßig inhaltliche und strategische Entwicklungen berichtet und diskutiert, ebenso wie im Newsletter des IZeF oder auf der Homepage Informationen und Neuigkeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es besteht die Möglichkeit an den methodischen Angeboten oder Maßnahmen der Nachwuchsförderung kostenfrei teilzunehmen. Die im Rahmen der Qualitätssicherung erhobenen und gesammelten Daten stehen den Akteur*innen des Projekts ZuS, aber auch darüber hinaus interessierten Nachwuchswissenschaftler*innen für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung.

Qualitätssicherung in der Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung

Das Teilprojekt Qualitätssicherung verfolgt eine systematische, evidenzbasierte Qualitätskontrolle und -entwicklung aller Maßnahmen innerhalb des übergeordneten Projekts ZuS. Es gliedert sich in vier grundlegende Komponenten: Makroebene, Mikroebene, Verwertung und Entwicklung.

Die Makroebene hat die übergreifende Qualitätssicherung zum Ziel. Hierzu wird ein hochschulweites Bildungsmonitoring an der Universität zu Köln durchgeführt, um einen Einblick in die Prozesse des Kompetenzerwerbs im Lehramtsstudium zu ermöglichen und diejenigen Merkmale der Ausbildung herauszustellen, die dabei von Bedeutung sind. Primäre Zielgruppe sind Bachelor- und Masterstudierende, die sich im Sommersemester 2016 jeweils im zweiten Fachsemester befanden. Diese beiden Kohorten werden über drei Jahre hinweg wissenschaftlich begleitet. Bis zum Sommersemester 2018 gab es über 2500 Teilnahmen an der Erhebung. Erste Ergebnisse wurden im Rahmen einer Pressemitteilung (Download als PDF) sowie in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (König et al., 2017) veröffentlicht.

Die Mikroebene dient der spezifischen Qualitätssicherung und bündelt die gezielte Begleitforschung ausgewählter und innovativer Maßnahmen von ZuS: Die Wirksamkeit von didaktischen Konzepten, die insbesondere im Rahmen der Teilprojekte Competence Labs und Studium inklusiv entstehen und erprobt werden, wird in (quasi)-experimentellen Studien analysiert und entsprechende Ergebnisse werden mit dem Bildungsmonitoring synchronisiert. Darüber hinaus werden weitere Formen der empirischen Forschung durchgeführt, wie Interviews beteiligter Akteur*innen oder Umfragen von Lehramststudierenden, die die Maßnahmen von ZuS nutzen.

Eine dritte Komponente der Qualitätssicherung stellt einerseits die Koordination der Verwertung aller Daten, die im Rahmen von ZuS generiert werden, dar. So wird die wissenschaftliche Verbreitung der Ergebnisse durch Publikationen und Kongressbeiträge sichergestellt. Ferner werden in Kooperation mit dem Teilprojekt Nachwuchsförderung Daten für Abschlussarbeiten auf Master- oder Promotionsniveau zur Verfügung gestellt. Interessierte Wissenschaftler*innen können über Datennutzungsverträge Teildatensätze erhalten und somit die erhobenen Daten für die Bearbeitung eigener Fragestellungen nutzen. 

Der vierte Bereich der Qualitätssicherung stellt die Entwicklung neuer Testinstrumente dar, mit denen spezifische Kompetenzen von Lehramtsstudierenden erfasst werden können. Die Tests sollen unter anderem im Rahmen der Evaluation einzelner Maßnahmen auf der Mikroebene zum Einsatz kommen, um deren Lernwirksamkeit zu analysieren. Aber auch ein Einsatz im Kontext des Bildungsmonitorings auf der Makroebene ist denkbar. Aktuell stellen folgende zwei Maßnahmen einen wichtigen Fokus auf der Entwicklungsebene dar: 1. Entwicklung eines Testinstruments zur Erfassung von pädagogischem Wissen für inklusiven Unterricht und 2. Entwicklung eines Testinstruments zur Erfassung von Kompetenzen zum Forschenden Lernen.


Das Projekt "Heterogenität und Inklusion gestalten - Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS)" wird im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.