Repräsentative Panelbefragung hochaltriger Menschen in NRW zu Lebensqualität und Wohlbefinden (NRW80+) 

 

Bereits heute sind fast eine Million Menschen in NRW über 80 Jahre alt. Der Anteil hochaltriger Menschen macht inzwischen die am schnellsten wachsende Altersgruppe unserer Gesellschaft aus. Bisher fehlt es jedoch an grundlegenden Erkenntnissen zu Lebensqualität und Lebensumständen der Hochaltrigen, um ihre Bedürfnisse und den gesellschaftlichen Gestaltungsbedarf sinnvoll bestimmen zu können. Im Rahmen der 6-jährigen Studie NRW 80+ wird erstmals landesweit und repräsentativ erfasst, unter welchen Umständen hochaltrige Menschen leben, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und wie sie leben möchten, um zufrieden zu sein, selbst mit vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Eine zweite Wiederholungsbefragung (Panel) erlaubt die differenzierte Beschreibung von Alternsverläufen der Studienteilnehmer*innen. Es werden rund 1900 Teilnehmer*innen befragt.

Die Studie wird finanziert von Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

Repräsentative Befragung hochaltriger Menschen in Deutschland (D80+)

 

Die Hochaltrigenstudie D80+ ist eine bevölkerungsrepräsentative Befragung, bei der 6.400 Personen ab 80 Jahren in Privathaushalten und in Heimen interviewt werden. Die Studie baut auf der in Nordrhein-Westfalen erfolgreich durchgeführten Hochaltrigenstudie (NRW80+) auf. Durch die Zusammenführung der zweiten Welle der Studie NRW80+ mit der Hochaltrigenstudie D80+ wird sich ein umfassendes Bild dieser Altersgruppe in allen Bundesländern in Deutschland ergeben.

Die Befragung lehnt sich an den Deutschen Alterssurvey (DEAS) an. Dabei ist das Erhebungsinstrument von NRW80+ und D80+ besonders auf die Situation der Hochaltrigen angepasst und beruht auf einem eigens entwickelten integrativen Konzept von Lebensqualität, dem CHAPO-Modell (Challenges and Potentials Modelof quality of life). Im Falle der Nichtbefragbarkeit von Personen (z.B. aus gesundheitlichen Gründen) werden sogenannte Proxyinterviews geführt, das heißt,dass Personen, die der Befragungsperson nahe stehen, stellvertretend für diese Auskunft geben.

 

Insgesamt werden die Befragten zu folgenden Themenbereichen um Auskunftgebeten:

  • Lebensführung und soziale Beziehungen
  • Gesundheit
  • Pflege und Versorgung
  • Werte und Einstellungen
  • Lebensgeschichte
  • Materielle Situation
  • Zufriedenheit und Wohlbefinden

 

Das für die Hochaltrigenstudie entwickelte Konzept von Lebensqualität erlaubt eine Betrachtung sowohl der objektiven Lebenslage als auch des subjektiven Wohlbefindens und berücksichtigt dabei sowohl Umwelt- als auch individuelle Faktoren im Sinne einer Wechselwirkung.

Die Studie wird finanziert vom Bundesministerium für Famile, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Studien NRW 80+ und D80+ sind Verbundprojekte im Rahmen des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Science of Health (CERES). Detailiertere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Projektes.