PROMI - Promotion inklusive

 

Ziele:

In ihrer Doppelrolle als Bildungseinrichtungen und Arbeitgeberinnen sind Hochschulen nicht erst seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention, aber seither mit erneutem Nachdruck, verpflichtet, sowohl im Bereich Bildung (Artikel 24, BRK) als auch im Bereich Erwerbsarbeit (Artikel 27, BRK) die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten und aktiv zu unterstützen. Das Projekte PROMI – Promotion inklusive leistet hierzu auf verschiedenen Zielebenen einen Beitrag.

Auf individueller Ebene ermöglicht das Projekt 45 schwerbehinderten Hochschulabsolvent_innen die Promotion auf einer sozialversicherungspflichtigen Stelle an der Universität. Auf Ebene der Universitäten strebt das Projekt an, nachhaltige Strukturen und neue Zugangsmöglichkeiten für schwerbehinderte Studierende und Mitarbeitende zu etablieren sowie bundesweite Netzwerke zu der Thematik zu bilden. Über die Evaluation des Projektes sollen Hürden identifiziert und Best-Practice-Beispiele gesammelt werden, auf deren Grundlage Handlungshilfen für Absolvent_innen und Arbeitgeber_innen erstellt werden. Auf gesellschaftlicher Ebene trägt das Projekt dazu bei, das Thema „inklusive Hochschule“ voranzutreiben und dabei öffentliche Aufmerksamkeit für die Gruppe hochqualifizierter Menschen mit Behinderung herzustellen und Vorurteile und Stereotype zu reduzieren.

Umsetzung:

In den Jahren 2013 bis 2015 wurden 45 zusätzliche halbe Stellen (Promotionsstellen) für schwerbehinderte wissenschaftliche Mitarbeiter_innen an 21 Partner-Hochschulen in ganz Deutschland eingerichtet.

Bei den Promotionsstellen handelt es sich um 3-jährige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit der Möglichkeit zur individuellen Verlängerung um bis zu weitere 2 Jahre. Der Vorteil: Die Promovierenden sind finanziell abgesichert und es besteht ein Rechtsanspruch auf notwendige berufliche Reha-Leistungen.

Die Leitung des Projektes sowie die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation liegen bei Prof.’in Dr. Mathilde Niehaus (Arbeit und berufliche Rehabilitation) und Prof. Dr. Thomas Kaul (Pädagogik und Rehabilitation hörgeschädigter Menschen) der Universität zu Köln.

Kooperationspartner sind der Arbeitgeberservice Schwerbehinderte Akademiker der ZAV der Bundesagentur für Arbeit und das Unternehmensforum, das die Brücke zur Wirtschaft herstellt.

Alle Informationen zu dem Projekt finden sich unter promi.uni-koeln.de

Förderung:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Laufzeit:

2013 - 2021

Kooperationspartner:

Prof. Dr. Thomas Kaul

Ansprechpersonen:

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Jana Bauer, Susanne Groth

E-Mail: promi-projekt(at)uni-koeln.de