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Teil¬sein & Teil¬haben

Modellprojekt zur Erfassung der Bedarfe von Menschen mit Komplexer Behinderung und zur Professionalisierung einer Teilhabeorientierten Pflege und Begleitung

Gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW startet der Verein KuBus e.V.® unter fachlicher Leitung von Prof.'in Dr. Barbara Fornefeld und Projektmanagment von Dr. Caren Keeley das Forschungsprojekt "Teil sein & Teil haben" - ein Modellprojekt zur Erfassung der Bedarfe von Menschen mit Komplexer Behinderung und zur Professionalisierung einer Teilhabeorientierten Pflege und Begleitung.

Mit dem demographischen Wandel steigt auch die Zahl der Menschen mit Komplexer Behinderung, die kaum über Verbalsprache verfügen und umfassender Unterstützung bei der täglichen Lebensgestaltung bedürfen. Zudem scheinen diese Menschen kaum von den gegenwärtigen behindertenpolitischen Trends zur Verwirklichung einer „vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft" (u.a. Präambel und Art. 1 der UN-BRK) zu profitieren. Die Einrichtungen der Behindertenhilfe äußern sich zunehmend überfordert, diesem gesellschaftlichen Auftrag sowie den besonderen Bedürfnissen ihrer sich verändernden Klientel gerecht zu werden. Während pflegerischen Fachkräften bislang das erforderliche behinderungsspezifische Wissen fehlt, mangelt es heilpädagogischen Fachkräften an pflegerischen Kenntnissen.

Hier setzt das Forschungsprojekt „Teil Sein - Teil Haben" an. Zunächst wird der Begriff der Teilhabe im Hinblick auf die Bedarfe des Personenkreises multiperspektivisch beleuchtet und konturiert. Anschließend werden Verfahren zur Erfassung der subjektiven Sichtweise der Betroffenen entwickelt. Anhand exemplarischer Einzelfallstudien sollen die Bedürfnisse von Erwachsenen mit Komplexer Behinderung im realen Alltagsgeschehen erarbeitet werden. In strukturierten Expertengesprächen werden die Sichtweisen der Fachkräfte erhoben und im Rahmen von Forschungswerkstätten mit ihnen diskutiert.

Ziel des dreijährigen Projektes ist es, die so entstandenen Erkenntnisse in Handlungsempfehlungen zu überführen, welche sich schließlich in Form eines modularisierten Fortbildungskonzeptes und einer Handreichung niederschlagen und auf diese Weise das Fachpersonal erreichen sollen. Hierdurch soll dem Fachpersonal ermöglicht werden, die „volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft" auch für den Personenkreis der Menschen mit Komplexer Behinderung zu realisieren.

 

Bei inhaltlichen Fragen, Anregungen oder Kommentare freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungsteams über Ihre Email: teilsein-teilhaben@uni-koeln.de