In der AG Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe befinden sich folgende Forschungsprojekte:

(Stand: September 2017, alphabetische Reihenfolge)


"Auf dem Weg zum inklusiven Schulsystem" - Eine Qualifizierungsmaßnahme von Moderatoren und Moderatorinnen in Nordrhein-Westfalen

Im Rahmen einer breit angelegten Qualifizierungsmaßnahme des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen werden ca. 300 Moderator/innen in den fachübergreifenden Bereichen emotionale-soziale Entwicklung, Sprache und Lernen geschult.Der Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung in Kooperation mit einer Arbeitsgruppe der Universität Oldenburg evaluiert die Maßnahme. Dabei werden zu vier Befragungszeitpunkten die Qualifizierungs- und Fortbildungsqualität, sowie die individuellen Effekte erhoben. Darüber hinaus wird eine Implementationsanalyse durchgeführt, die förderliche bzw. hinderliche Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Maßnahme in den Blick nimmt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln) & Prof. Dr. Clemens Hillenbrand (Universität Oldenburg)

Projektdauer: Herbst 2011 – Ende 2015

Drittmittelprojekt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW


Entwicklung und Evaluation eines Verknüpfungsmodells von Diagnostik und Förderung für das Lern- und Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern

Die systematische Verknüpfung von Diagnostik und Förderung hat einen positiven Einfluss auf die Wirksamkeit schulischer Förderung und kann somit einen wesentlichen Beitrag zur Prävention von Verhaltensstörungen leisten (z.B. Grosche & Volpe, 2013; Huber & Grosche, 2012; Volpe, Briesch & Chafouleas, 2013). Im deutschsprachigen Raum ist eine solche systematische Verknüpfung, die sich etwa durch die Anwendung universeller Verhaltensscreenings oder die Überprüfung konkreter Fördermaßnahmen durch Verhaltensfortschrittsdiagnostik auszeichnet, allerdings noch ausbaufähig (z.B. Casale & Hennemann, 2015; Grosche, Hennemann, Volpe & Casale, 2015). In einem internationalen Forschungsprojekt der Universitäten Köln und Wuppertal sowie der Northeastern University in Boston, MA (USA) wird ein Modell zur systematischen Verknüpfung von Diagnostik und Förderung für den deutschsprachigen Raum entwickelt und evaluiert. Ausgehend von einer universellen Diagnostik mittels Verhaltensscreenings werden schulische evidenzbasierte Verhaltensfördermaßnahmen, wie z.B. das KlasseKinderSpiel (Hillenbrand & Pütz, 2008), implementiert und deren Wirksamkeit im Einzelfall mittels Verhaltensverlaufsdiagnostik evaluiert. Um das Modell in Bezug auf eine erfolgreiche Implementation zu optimieren, sollen in den Prozess der (Weiter-)Entwicklung alle beteiligten Akteure (z.B. Lehrkräfte, Schulleitungen) einbezogen werden (Hagermoser Sanetti & Kratochwill, 2009).

Projektleitung:

Dr. Gino Casale (Universität zu Köln)
Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln)
Prof. Dr. Michael Grosche (Bergische Universität Wuppertal)
Prof. Dr. Robert J. Volpe (Northeastern University, Boston, USA)
Prof. Dr. Amy M. Briesch (Northeastern University, Boston, USA)

Projektdauer: 2014-2020

Bisherige projektbezogene Förderungen:

Society for the Study of School Psychology (SSSP)/ International School Psychology Association (ISPA): International Research Grant (Principal Investigator: Prof. Dr. Michael Grosche)
Jacobs Foundation: Marbach Residence Program (PI: Prof. Dr. Robert J. Volpe)
Heilpädagogische Akademie: Projektförderung innovativer Forschungsprojekte


Unterstützung von Grundschulen auf dem Weg zu einem inklusiven System - Didaktik und Methodik in herausfordernden Lehr-Lernsituationen

Die Universität zu Köln begleitet über einen Zeitraum von 1 ½ Jahren zwei Schulen aus der Bezirksregierung Köln auf dem Weg zum inklusiven System. Vorrangiges Ziel ist der systematische Aufbau von Handlungskompetenzen der Lehrkräfte und der pädagogischen Fachkräfte im inklusiven Kontext. Im Fokus des gesamten Projekts steht die Erarbeitung konkreter didaktisch-methodischer Maßnahmen für die Schule auf der Basis der Analyse der Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler und der konkreten Situation vor Ort.
Die Studie fokussiert zum einen die Frage der Machbarkeit, zum anderen die Frage der Wirksamkeit. Im Rahmen einer formativen und summativen Evaluation werden Wirkungen auf Seiten der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler ebenso in den Blick genommen wie die Analyse der Einflussfaktoren im Kontext der Implementationsqualität. Von Seiten der Universität zu Köln werden insgesamt neun Fortbildungsmodule angeboten, an denen das Kollegium und weitere pädagogische Fachkräfte der Schule teilnehmen. Die Module beschäftigen sich mit den Themenschwerpunkten „Teamentwicklung/Unterrichtsplanung im Team", „Classroom Management in herausfordernden Lehr-Lernsituationen im (Fach-)Unterricht", „Lernvoraussetzungen als Basis der Unterrichtsplanung entwicklungs- und fachbezogen erheben" und „Unterrichtsplanung durch die Verknüpfung von Fach- und Entwicklungsebene konsequent inklusiv gestalten".

Weitere Informationen finden Sie hier.

Projektteam: Univ.-Prof. Dr. Thomas Hennemann, Univ.-Prof. Dr. Matthias Grünke
In Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Johannes König

Hauptmoderatoren: Sol. i. H. Tatjana Leidig und Dr. Tobias Hagen

Projektdauer: 1 1/2 Jahre

Drittmittelprojekt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen


Wissenschaftliche Begleitung im Kreis Mettmann - "Schule auf dem Weg in die Inklusion"

Der Kreis Mettmann setzt in seinem Vorhaben „Schule auf dem Weg in die Inklusion" die durch die UN deutlich geforderte inklusive Schullandschaft konsequent und prozessbezogen um. Um der Komplexität des Prozesses hin zu einer inklusiven Schule im Kreis Mettmann gerecht zu werden, findet eine wissenschaftliche Begleitung durch die Universitäten Köln und Oldenburg statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Prof. Dr. Jürgen Wilbert (Universität Potsdam), Prof. Dr. Clemens Hillenbrand (Universität Oldenburg)

Projektdauer: 2011 bis Frühjahr 2015

Auftrag zur wissenschaftlichen Begleitung durch den Kreis Mettmann


Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung Köln (ZuS):
Heterogenität und Inklusion gestalten, Teilprojekt Qualitätssicherung und Entwicklung

(Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Querschnittsprojekt, weshalb es in allen Arbeitsgruppen zu finden ist)

Die Universität zu Köln beteiligt sich mit dem Projekt „Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung Köln (ZuS): Heterogenität und Inklusion gestalten" an dem Bund-Länder-Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung". Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden einer systematischen, evidenzbasierten Qualitätskontrolle unterzogen. Zu diesem Zweck wird im Teilprojekt „Qualitätssicherung und Entwicklung" eine Evaluationseinheit gebildet, die eingebettet ist in das Interdisziplinäre Zentrum für empirische LehrerInnen- und Unterrichtsforschung (IZeF). Zu ihren Aufgaben gehören: Hochschulweites Bildungsmonitoring, Koordination der im Bereich der Competence Labs und im Inklusionsmodul stattfindenden Evaluationen, Herstellen von Anschlussstellen zur Graduiertenschule.

Weitere Informationen zur Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung Köln (ZuS) finden Sie auf der Projekthomepage.

Die „Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS)" der Universität zu Köln wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Teilprojektleitung Qualitätssicherung und Entwicklung: Prof. Dr. Johannes König (Universität zu Köln)