ZeDiF

Zentrum für Diagnostik und Förderung -
Fortbildungsreihe 2014:
'Inklusion kompetent gestalten'


Mit der Ratifizierung der UN-Konvention zu einem Recht auf ein gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler sind massive Veränderungen, Herausforderungen und auch Verunsicherungen in der praktischen Arbeit vieler Lehrerinnen und Lehrer verbunden: Schülerinnen und Schüler mit und ohne ‚sonderpädagogischem Förderbedarf‘ sollen fortan in gemeinsamen, heterogenen Lerngruppen unterrichtet werden. ‚Sonderpädagogischer Förderbedarf‘ ist jedoch nicht das einzige Kriterium, welches in einem weiten Verständnis von Inklusion eine Rolle spielt: Kinder lernen in ihren Familien unterschiedliche Sprachen, die sie mit in die Schule bringen und wachsen in sehr verschiedenen familiären Lernumgebungen auf, die sich auf die Bildungschancen der Lernenden auswirken. In allen Schulformen sind Lerngruppen daher stark durch unterschiedliche Lernausgangslagen geprägt. Eine zentrale Herausforderung für den inklusiven Unterricht besteht darin, auf der Grundlage individueller Diagnostik ein ‚gemeinsames Lernen am gemeinsamen Gegenstand‘ zu ermöglichen. Neben der Erstellung von Gutachten spielt daher die individuelle ‚Förderdiagnostik‘ nun eine größere Rolle, insbesondere für Lehrerinnen und Lehrer ohne sonderpädagogische Ausbildung. Die individuellen Bedürfnisse und Kompetenzen eines jeden Kindes zu erkennen und für die Förderung zu nutzen, ist für das Gelingen von Inklusion von grundlegender Bedeutung.

Die Fortbildungsreihe ‚Inklusion kompetent gestalten‘ des Zentrums für Diagnostik und Förderung an der Universität zu Köln richtet sich zum einen an Regelschulpädagog/-innen, für die die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ‚Neuland‘ darstellt, aber auch an Sonderpädagog/-innen , die neue Impulse in Diagnostik und Förderung suchen. Die praxisbezogenen Workshops werden von qualifizierten Mitarbeiter/-innen des Zentrums sowie auch externen Expert/-innen durchgeführt. Im Mittelpunkt steht jeweils ein spezifischer Aspekt der Arbeit in heterogenen Lerngruppen - Diagnostik und Förderung werden jedoch durchgängig miteinander verknüpft. Die Workshops werden in den Räumlichkeiten der Universität zu Köln auf dem Campus der Humanwissenschaftlichen Fakultät durchgeführt.

 

Kurs 1/2014:
(24./25.05.2014)

‚Applied Behavior Analysis‘ (‚ABA‘ oder angewandte Verhaltensanalyse) und ‚Verbal Behavior‘ (‚VB‘ oder verbales Verhalten) in der Förderung von Kindern mit Autismus (Zur Kursbeschreibung)
Kurs 2/2014: (21.06.2014)  Diagnostik und Förderung bei Kindern und Jugendlichen mit kognitiven Beeinträchtigungen (Zur Kursbeschreibung)
Kurs 3/2014: (28.06.2014) Aggressives und selbstverletzendes Verhalten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit geistiger Behinderung, Autismus-Spektrum-Störung und genetischen Syndromen - Grundlagen, Diagnostik und Intervention (Zur Kursbeschreibung)
Kurs 4/2014: (25.10.2014) Entwicklungsdiagnostik und -förderung (Zur Kursbeschreibung)
Kurs 5/2014: (08.11.2014) Sprachstände diagnostizieren und Fachunterricht sprachsensibel gestalten in der Sekundarstufe I (Zur Kursbeschreibung)

Kurs 6/2014:
(15.11.2014)

Diagnostik und Fördermöglichkeiten bei Lese- und Rechtschreibstörungen (Zur Kursbeschreibung)
Kurs 7/2014: (21./22.11.2014)

Diagnostik und Förderung bei Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten (Zur Kursbeschreibung)

Kurs 8/2014: (06.12.2014)

ICF in aller Munde - Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) und ihr möglicher Beitrag für inklusive Bildung (Zur Kursbeschreibung