Erziehungs- und Kultursoziologie/Lehrbereich Soziologie

Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften

 

H3 Kontakt zum Thema

Max Musterman
Prof. Dr. Julia Reuter

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Gronewaldstr. 2
50931 Köln

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montags 11.00 - 12.00 Uhr



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Schwerpunkte der Professur Erziehungs- und  Kultursoziologie ist eine empirisch fundierte und theoriegeleitete Kultur- und  Migrationssoziologie, mit besonderer Sensibilität für Bildungs- und  Ungleichheitsfragen. Es lassen sich im wesentlichen drei Lehr- und  Forschungsgebiete unterteilen:

  • Allgemeine Kultursoziologie und interdisziplinäre theoretische Anschlüsse: Seit den 1980er Jahren wird ein disziplinübergreifender "Cultural Turn" zu einem wesentlichen Teil von den Überlegungen der Soziologie mitgetragen. Neben der Wiederentdeckung klassischer Kultursoziologien spielen dabei auch neuere theoretische Strömungen, z.B. soziologische Praxistheorien eine zentrale Rolle. Gleichzeitig findet auch innerhalb der zeitgenössischen Kultursoziologie eine zunehmende Rezeption disziplinübergreifender Diskussionszusammenhänge statt, führend aus Cultural und Postcolonial Studies, die einer Neujustierung des Kulturbegriffs Vorschub leisten. Die Bestandsaufnahme und Systematisierung der z.T. noch isolierten Diskussionen und Befunde als Basis der Selbstverständigung über Standort, Potenzial und Anknüpfungspunkte einer aktuellen, international sichtbaren Kultursoziologie ist hierfür unentbehrlich.

  • Empirische, qualitativ-orientierte vergleichende Kultursoziologie globalisierter Gegenwartsgesellschaften: Spätmoderne Gesellschaften zeichnen sich durch Pluralisierungs-, Globalisierungs- und Mediatisierungsprozesse aus, die den Blick nicht auf die Kultur, sondern auf die Vielfalt kulturellen Wandels lenken. Kultur in spätmodernen Gesellschaften zu erforschen bedeutet so nicht selten eine "Ethnographie der gelebten kulturellen Vielfalt" zu betreiben. MigrantInnengemeinschaften, religiöse Gemeinschaften, aber auch Jugendkulturen gelten in der qualitativ-orientierten Erziehungs- und Kultursoziologie als prominente Beispiele.

  • Diversitäts- und Ungleichheitsforschung im Bildungs- und Erwerbssystem: Soziologie der Diversität fragt nach der Bedeutung von unterschiedlichen Zugehörigkeiten von Menschen zu Geschlechts- und Altersgruppen, Kulturen und Ethnien, Milieus und sozialen Schichten, Religionen usw. für die Konstruktion von Dominanz und Unterordnung u.a. auch im institutionellen und organisationalen Kontext. Im Rahmen von Berufsfeldstudien in Bildungs- und Wirtschaftsorganisationen stehen etwa prekäre oder wenige anerkannte  Beschäftigungsverhältnisse ("Dirty Work") und ihre Verteilung entlang der oftmals miteinander verschränkten Diskriminierungsdimensionen race-class-gender im Fokus. Aber auch die andere Seite der Medaille, die gut bezahlte, hoch anerkannte Arbeit, die Bildungs- wie Erwerbsbiographien der Eliten und ihre homosozialen Reproduktionsmechanismen stehen dann zur Diskussion. Ihre Betrachtung eröffnet nicht nur einen Blick auf gesellschaftlichen Arbeits- und Lebenswelten an den "unteren" wie "oberen" Rändern der Gesellschaft, sondern ermöglicht auch in theoretischer Hinsicht Anschlüsse an eine internationale sozialwissenschaftliche Armuts- und Prekaritätsforschung wie Eliteforschung, eine geschlechtertheoretischen Intersektionalitätsforschung sowie an bildungspolitische Überlegungen zur Chancengleichheit und inklusiver Pädagogik sowie arbeitswissenschaftliche Diskussionen zu neuen Instrumenten der Personalpolitik ('Diversity Management').

     

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