Historische Bildungsforschung

Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften

 

Dipl. Päd. Karla Verlinden

Doktorandin

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E-Mail: karla.verlinden@uni-koeln.de
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Hauptarbeitsgebiete

  • Gender History
  • Sexualerziehung
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Biographieforschung

Dissertationsprojekt

Sexualität im Diskurs der 1968er-Bewegung

Der 1968er-Bewegung als Ereignis deutscher Nachkriegsgeschichte wird im
forschenden Feld bisher nur einseitig rezipiert. Die Auseinandersetzung mit der
Bewegung beschränkt sich auf eine öffentlich geführte Debatte von und mit den
stets gleichen (oftmals nur männlichen) "Zeitzeugen", die sich medienwirksam
inszenieren. Anderen autobiographischen Quellen wurde bisher kaum
Aufmerksamkeit zuteil.
Ein Thema der Studentenbewegung, das zu einer Veränderung der Gesellschaft
beitragen sollte, war die revolutionionäre Ausgestaltung von Sexualität: sie
sollte befreiender, liberalisierter und wirklichkeitsnaher gelebt und erfahrbar
gemacht werden. Diesem Themengegenstand, dem aus wissenschaftlicher Sicht noch
wenig Beachtung geschenkt wird, soll sich die geplante Dissertation nähern.
Die Analyse des Diskurses zur "Sexualität der 1968er-Bewegung" erscheint
unumgänglich und als Voraussetzung, möchte man Denkweisen und Entwicklungen
dieser Zeit hinsichtlich sexueller Fragestellungen verstehen. In dem geplanten
Forschungsvorhaben sollen in Form von narrativen Interviews die Erfahrungen mit
Sexualität bzw. mit Sexualerziehung von Aktivistinnen und Aktivisten sowie
Kindern der 1968er-Bewegung erhoben werden. Durch eine tiefenhermeneutische
Analyse der subjektiven Erlebensgeschichte sollen Einblicke zur Chiffre "68" in
Bezug zur Sexualität erarbeitet werden.